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Bayreuth Baroque
Opera Festival

04.09.2025 - 14.09.2025


Von Thomas Molke

Das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth von außen (© Achim Bunz - Bayerische Schlösserverwaltung)

Zum mittlerweile sechsten Mal findet wenige Tage nach dem Ende der Bayreuther Wagner Festspiele das Festival Bayreuth Baroque statt. Max Emanuel Cencic ist es als künstlerischem Leiter nicht nur gelungen, dieses neue Festival in der "Wagner"-Stadt zu etablieren, als die Corona-Pandemie 2020 einen Großteil des Kulturbetriebs in die Knie gezwungen hat. Er hat auch in kurzer Zeit schon mehrere Auszeichnungen für das Festival entgegennehmen können. So kürte Forum Opéra 2020 Carlo il Calvo und 2022 Alessandro nell' Indie zur jeweils besten Neuproduktion. Am 29. Januar 2024 wurde das Festival dann bei den Oper! Awards als "Bestes Festival" ausgezeichnet. Natürlich findet dieses Barock-Festival nicht auf dem Grünen Hügel statt, sondern konzentriert sich auf mehrere Spielstätten rund um das Markgräfliche Opernhaus. Das geschichtsträchtige Haus, das Wilhelmine von Bayreuth 1748 anlässlich der Hochzeit ihrer Tochter errichten ließ, bietet das passende Ambiente, Opern zu präsentieren, die seit 300 Jahren nie oder äußerst selten gespielt wurden. Neben einer Opernproduktion gibt es auch in diesem Jahr an 11 Tagen ein umfangreiches Programm mit mehreren Galakonzerten, um Barockfans aus der ganzen Welt in die fränkische Stadt am Roten Main zu locken.

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Blick in den Zuschauersaal des Markgräflichen Opernhauses in Bayreuth (© Feuerpfeil Verlag - Bayerische Schlösserverwaltung)

Den Anfang macht am 4. September 2025 um 18.00 Uhr im Markgräflichen Opernhaus die Wiederentdeckung von Francesco Cavallis Pompeo Magno. Das Festival beschreitet damit Neuland, weil es sich mit der Hinwendung zur venezianischen Oper neue musikalische Horizonte erschließt. Die 1666 uraufgeführte Oper des Monteverdi-Schülers Cavalli handelt von dem berühmten Feldherrn Gnaeus Pompeius (Pompeo Magno), der 63 v. Chr. aus dem dritten Mithridatischen Krieg siegreich nach Rom zurückkehrt. Doch wie es in der Barockoper üblich ist, erwartet ihn dort neben den politischen Ehren auch ein Netz aus Intrigen, Liebe und Verrat. Max Emanuel Cencic übernimmt dabei nicht nur die Regie sondern auch die Titelpartie. Sophie Junker schlüpft in die Rolle der von Pompeo geliebten Giulia, der Tochter von Julius Caesar, die ihrerseits allerdings den jungen Servilio liebt, der von Valer Sabadus interpretiert wird. Valerio Contaldo sorgt als totgeglaubter König Mithridates für zusätzliche Verwicklungen, wenn er die Treue seiner Gattin Issicratea (Mariana Flores), die von Pompeos Sohn Sesto (Nicolò Balducci) begehrt wird, und seines Sohns Farnace (Alois Mühlbacher) auf die Probe stellt. Musikalisch begleitet wird die Produktion vom Residenzorchester des diesjährigen Festivals, Cappella Mediterranea, unter der Leitung von Leonardo García-Alarcón. (Weitere Termine: 6., 9., 12. und 14. September 2025 jeweils um 18.00 Uhr)

Auch für die Konzerte sind hochkarätige Stars der Barockszene eingeladen. Zu nennen sind hier unter anderem:
- der Countertenor Carlo Vistoli, der sich am 5. September 2025 im Markgräflichen Opernhaus um 19.30 Uhr mit der Cappella Mediterranea unter der Leitung von Leonardo García-Alarcón Werken von Cavalli, Cesti, Monteverdi und Stradella widmet, woran sich ein festliches Galadinner im barocken Glanz von Schloss Birken anschließt,
- der junge Shooting-Star der Countertenor-Szene, Rémy Brès-Feuillet, der am 6. September 2025 um 14.00 Uhr in der Schlosskirche Bayreuth mit I Porporini unter der Leitung von Gerd Amelung auf den Spuren des Grafen von Monte Christo wandelt,
- die Mezzosopranistin Malena Ernman, die am 7. September 2025 um 18.00 Uhr mit dem Ensemble L'Arpeggiata unter der Leitung von Christina Pluhar die Natur in der Musik erforscht,
- Julia Lezhneva und Franco Fagioli, die am 10. September 2025 um 19.30 Uhr im Markgräflichen Opernhaus mit dem Orchestre de l'Opéra Royal de Versailles unter der Leitung von Stefan Plewniak barocke Arien und Duette präsentieren,
- Mariana Flores, die gemeinsam mit der Cappella Mediterranea unter der Leitung von Leonardo García-Alarcón am 11. September 2025 um 19.30 Uhr in der Ordenskirche Sankt Georgen in die Klangwelten des 17. Jahrhunderts entführt,
- Suzanne Jerosme, die mit dem Ensemble Il Gusto Barocco unter der Leitung von Jörg Halubek am 13. September 2025 um 14.00 Uhr in der Schlosskirche Bayreuth Auszüge aus vergessenen Oratorien zum Klingen bringt und
- Marina Viotti mit einem Recital am 13. September 2025 um 19.30 Uhr im Markgräflichen Opernhaus, das von dem Orchestre de l'Opéra Royale de Versailles unter der Leitung von Andrés Gabetta begleitet wird.

Das komplette Programm finden Sie hier.

 

 

 

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Pompeo Magno



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