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Veranstaltungen & Kritiken Musiktheater |
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ParsifalEin Bühnenweihfestspiel in drei Aufzügevon Richard Wagner
Bemerkenswerte Wagner-Rezeption abseits der grossen "Pflegestätten"Parsifals grosse WandlungAusser der bewundernswerten musikalischen Kraftanstrengung bleibt vor allem die optische Gestaltung von Wagners Bühnenweihfestspiel im Gedächtnis haften. Eine dominierende Rolle spielt neben der eindrucksvollen und musikalisch-praktischen Bühnengestaltung vor allem die ausgefeilte Lichtregie. Ein durch zwei Stufen ehöhter Kreis bzw. Laufsteg umschließt sowohl die Spielfläche auf der Bühne als auch den Orchestergraben und die ersten Zuschauerreihen (zumindest ca. ein Drittel der ersten vier Reihen sind überbaut). Somit wird jegliche räumliche Distanz zur Bühne bzw. Handlung aufgehoben. Das Publikum wird quasi zu Miterlebenden, es ist räumlich und akustisch integriert (auch durch die im Zuschauerraum verteilten Gralschöre). Zudem kann man dadurch nahezu jedes Wort verstehen, ohne dass das Orchester dynamisch gedrosselt werden müsste (was bei "normalen" Guckkastenbühnen-Aufführungen oft ein Problem ist).
Nicht nur für Münster eine gewaltige Sache. An so manch geweihterer Stelle könnte man froh sein, solch eine künstlerisch anspruchsvolle Produktion erleben zu können.
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Musikalische Leitung
Regie
Ausstattung
Choreinstudierung
Dramaturgie
Solisten
Amfortas
Titurel
Gurnemanz
Parsifal
Klingsor
Kundry
1. Gralsritter
2. Gralsritter
1. Knappe
2. Knappe
3. Knappe
4. Knappe
Blumenmädchen
Katharina von Bülow Suzanne McLeod Eva Lillian Thingbø Bettina Petersen Janet Collins
Stimme aus der Höhe
Chor und Extrachor der Städtischen
im 1. und 3. Aufzug verstärkt
Symphonieorchester Weitere Aufführungen
Joachim Maaß-Geiger (Klingsor) und Caroline Thomas (Kundry) |