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Veranstaltungen & Kritiken Musiktheater |
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Der FreischützRomantische Oper in drei Aufzügevon Carl Maria von Weber
Ein riesiges Spruchband mit dieser Aufschrift begrüsst das Publikum beim Eintritt in den Zuschauerraum. Die Bühne, ein grosser, weisser Raum mit Balkon und hohen Fenstern, erinnert an einen geräumigen Festsaal, an dessen Seiten zahlreichen Fahnen von Schützenvereinen aufgestellt sind. Der "Hausmeister" (?) gewährt einem Mann Einlass in den Raum (wie sich später herausstellt, ist dies der Kantor). Er begrüsst das Publikum mit: Hiernach erklingt die Ouvertüre.
Passend zu dieser Produktion ist im Foyer - auf jeden Fall noch bis Mitte November - eine Ausstellung zu sehen, die zum Gedenkjahr des Westfälischen Friedens (1648 - 1998) vom Theaterring Volksbühne Münster e.V. und der Christlichen Theatergemeinde für Münster und das Münsterland e.V. unter der Leitung von Dr. Gisela Schwarze zusammengestellt wurde: Gerade Jugendlichen, sei diese Ausstellung und dieser Freischütz - möglichst noch vor den Wahlen - sehr empfohlen! Zur szenischen Umsetzung durch Regisseur Peter Beat Wyrsch sei nur so viel bemerkt (Details sollen hier nicht verraten werden!), dass sie äusserst intensiv und spannend ist und weder gegen das Stück, bzw. die Handlung, noch gegen die Musik inszeniert ist. Manche Gesten in der Personenführung mögen zwar etwas übertrieben wirken, aber im Zusammenhang werden sie durchaus verständlich. Das sich an Traditionen klammernde Volk, das verzweifelt nach einem politischen Zusammenhalt sucht und den der Fürst Ottokar nur unzulänglich vermitteln kann, die Ängste des Max, die Verzweiflung des Caspar und das "Wilde Heer", vor dem man wirklich entsetzt zusammenzuckt, wann hat man dieses schon mal so treffend und hautnah erleben können?!
Herausragend aus dem Ensemble war allerdings Anke Krabbe als quirliges Ännchen. Sowohl darstellerisch, als auch stimmlich, stahl sie allen die Show. Von ihr kann man in Zukunft wohl noch einiges erwarten!
Will Humburg liess das Symphonieorchester der Stadt Münster beherzt aufspielen und sorgte durch die vielen dynamischen, klanglichen und tempomässigen Abstufungen für eine farbige und ungemein spannende musikalische Interpretation (kleine Unpässlichkeiten konnte man dabei wohlwollend überhören).
Musikalisch auf gutem Niveau und szenisch ungeheuer intensiv und packend. Für Freunde des Musiktheaters unbedingt empfehlenswert!!! |
Musikalische Leitung
Regie
Ausstattung
Choreinstudierung
Dramaturgie
Solisten
Ottokar, bhömischer Fürst
Cuno, sein Erbförster
Agathe, dessen Tochter
Ännchen, deren junge
Caspar, erster Jägerbursche
Max, zweiter Jägerbursche
Ein Eremit / Samiel,
Kilian, ein reicher Bauer
1. Brautjungfer
2. Brautjungfer
3. Brautjungfer
4. Brautjungfer
Kantor
Chor und Extrachor der Städtischen
Symphonieorchester Weitere Aufführungen
Radoslaw Wielgus (Ottokar), Donald Rutherford (Cuno), Max (Thorsten Scharnke) und Herren des Chores |