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Veranstaltungen & Kritiken Musiktheater |
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My Fair LadyBuch und Gesangstexte von Alan Jay Lernernach dem Stück Pygmalion (1912) von George Bernhard Shaw Deutsch von Robert Gilbert Musik von Frederick Loewe
Eine sympathische Fair Lady
Bücher, Bücher, Bücher. Professor Henry Higgins beschäftigt sich ausschliesslich mit Sprachen. Er hört, bestimmt, fixiert sie auf Papier und Walzen, liest und schreibt. Dieses nimmt Susanne Thaler in ihrer Bühnenausstattung als Ansatzpunkt, um die Räume aus überdimensionalen Büchern und Buchseiten zu gestalten: wissenschaftliche Ausgaben bei den hohen Herrschaften der Bildungsgesellschaft und Graffity-Schriftzüge (z.B. "Do-little") im Reich des Alfred P. Doolittle. Im allgemeinen dominieren klare Farben und die Kostüme sind ansprechend und charakterisierend. Eine farbige, aber nie grelle Ausstattung.In diesem Ambiente lässt Karl Wesseler die Figuren dezent bis ausgelassen agieren. Er schafft es, in der ständigen Abfolge von Musik- (Ballett-) und Schauspielszenen, das Wechselbad der Gefühle und deren Entwicklung eindrucksvoll nachzuzeichnen.
Alexander Eberle, der kurzfristig die musikalische Leitung der Produktion übernehmen musste (bzw. konnte) nutzte die Gunst der Stunde und präsentierte eine Fair Lady, die sich hören lassen kann. Schon die Ouvertüre erklang mitreissend und spritzig. Auch die lyrischen Momente waren fein gezeichnet, aber danach gab es dann wieder kein Halten mehr. Einen glänzenden Eindruck hinterliess auch die Neue Philharmonie Westfalen (eigentlich das Hausorchester des Musiktheaters Gelsenkirchen), die sich hier auch einmal als treffliches Musicalorchester präsentieren konnte. Generell stimmte an diesem Abend einfach das Timing zwischen Graben und Bühne, sowohl mit den Solisten, als auch mit dem von Alexander Eberle selbst einstudierten Chor.
Eine nette Unterhaltung mit einem vorzüglichen Ensemble und spritziger Musik. |
Musikalische Leitung
Inszenierung
Ausstattung
Choreographie
Choreinstudierung
Dramaturgie
Solisten
Professor Henry Higgins
Mrs. Higgins, seine Mutter
Eliza Doolittle
Alfred P. Doolittle, ihr Vater
Oberst Pickering
Freddy Eynsford-Hill
Mrs. Eynsford-Hill, seine Mutter
Mrs. Pearce, Higgins' Haushälterin
u.v.a.
Neue Philharmonie Westfalen
Weitere Aufführungen
Stella Fürst (Eliza), Thomas Weber-Schallauer (Oberst Pickering) und Charles Brauer (Henry Higgins)
Michael Kühner (Jamie), Ulrich Wildgruber (Alfred P. Doolittle) und Thomas Sehrbrock (Harry)
Stella Fürst (Eliza), Angela Pschigode (Mrs. Higgins) und Opernchor |