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Veranstaltungen & Kritiken Musiktheater |
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OtelloDramma litico in quattro attidi Arrigo Boito Musik von Giuseppe Verdi
Premiere im Opernhaus Düsseldorf
Von Gerhard Menzel
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Fotos von Eduard Straub
Orchestersturm fegte die Regie von der BühneEin ungeheurer Klangorkan drückte einen zu Beginn in die Sessel des Opernhauses. Der Sturm, der Otellos Schiff kurz vor dem Hafen noch fast zum Verhängnis wird, wird von Zoltán Peskó und den Düsseldorfer Symphonikern musikalisch beeindruckend umgesetzt. Auf der Bühne blitzt, stürmt und heult es. Die Schatten der Menschen erzeugen - dank einer zum Teil hervorragenden Lichtregie - im Bühnenbild ein wirres durcheinander. Ein starkes und atmosphärisches Miteinander von optischen und akustischen Reizen. Leider verpuffte dieser rasante Beginn recht bald.
Auch im sängerischen ist Cornelius Murgu nicht gerade das Ideal eines Otello. Zwar besitzt es ein stimmgewaltiges Organ, dass ihn vor allem dazu befähigt, in der Höhe ordentlich aufzudrehen (was bei einem Teil des Publikums auch durchaus ankam), aber wenn es um Zwischentöne des Zweifelns oder gar um lyrische Qualitäten geht, hat er wirklich nichts zu bieten.
Die übrigen Partien waren rundum zufriedenstellend besetzt.
Dramatische Klänge dominieren eine zum Teil flaue Inszenierung |
Musikalische Leitung Zoltán Peskó
Inszenierung, Bühne
Choreinstudierung
Licht
SolistenOtelloCornelius Murgu
Desdemona
Emilia
Jago
Cassio
Roderigo
Lodovico
Montano
Ein Herold
* Mitglieder des Opernstudios
Düsseldorfer Symphoniker
Weitere Aufführungen
Hasmik Papian (Desdemona) und Cornelius Murgu (Otello)
Cornelius Murgu (Otello) und Hasmik Papian (Desdemona) |