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Bayreuth Baroque
Opera Festival

04.09.2026 - 13.09.2026


Von Thomas Molke

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Künstlerischer Leiter Max Emanuel Cencic auf der Bühne des Markgräflichen Opernhauses (© Lukasz Rajchert)

Zum mittlerweile siebten Mal findet wenige Tage nach dem Ende der Bayreuther Wagner Festspiele das Festival Bayreuth Baroque statt. Max Emanuel Cencic ist es als künstlerischem Leiter nicht nur gelungen, dieses Festival in der "Wagner"-Stadt zu etablieren, als die Corona-Pandemie 2020 einen Großteil des Kulturbetriebs in die Knie gezwungen hat. Er hat auch in kurzer Zeit schon mehrere Auszeichnungen für das Festival entgegennehmen können. So kürte Forum Opéra 2020 Carlo il Calvo und 2022 Alessandro nell' Indie zur jeweils besten Neuproduktion. Am 29. Januar 2024 wurde das Festival dann bei den Oper! Awards als "Bestes Festival" ausgezeichnet. Natürlich findet dieses Barock-Festival nicht auf dem Grünen Hügel statt, sondern konzentriert sich auf mehrere Spielstätten rund um das Markgräfliche Opernhaus. Das geschichtsträchtige Haus, das Wilhelmine von Bayreuth 1748 anlässlich der Hochzeit ihrer Tochter errichten ließ, bietet das passende Ambiente, Opern zu präsentieren, die seit 300 Jahren nie oder äußerst selten gespielt wurden. Neben einer Opernproduktion gibt es auch in diesem Jahr an 10 Tagen ein umfangreiches Programm mit mehreren Galakonzerten, um Barockfans aus der ganzen Welt in die fränkische Stadt am Roten Main zu locken.

Den Anfang macht am 4. September 2026 um 18.00 Uhr im Markgräflichen Opernhaus Händels Oper Floridante. Die Neueinstudierung entsteht als Koproduktion mit den Internationalen Händel-Festspielen in Karlsruhe, wo sie ab Februar 2027 dann ebenfalls zu erleben ist. Das am 9. Dezember 1721 uraufgeführte Dramma per musica zählt zu den unbekannteren Werken des Hallenser Komponisten und spielt in Persien einige Jahre nach dem Tod des mythischen Königs Ninos. Es beruht allerdings auf reiner Fiktion und stellt keine Bezüge zu historischen Figuren oder Ereignissen her. Wie im vergangenen Jahr führt Max Emanuel Cencic dabei nicht nur die Regie und übernimmt die Titelpartie, sondern hat auch in der weiteren Besetzung die Crème de la Crème der Barockszene um sich versammelt. Zu nennen sind hier Bruno de Sá als Timante, Sonja Runje als Elmira, Eva Zalenga als Rossane, Gerrit Illenberger als Oronte und Yannis François als Coralbo. Musikalisch begleitet wird die Produktion vom Residenzorchester des diesjährigen Festivals, Wrocław Baroque Orchestra, unter der Leitung von Markellos Chryssicos. (Weitere Termine: 6., 8., 10., 12. und 13. September 2026 jeweils um 18.00 Uhr)

Auch für die Konzerte sind hochkarätige Stars der Barockszene eingeladen. Zu nennen sind hier unter anderem:
- Maximiliano Danta, der sich am 5. September 2026 um 14 Uhr in der Schlosskirche Bayreuth mit dem Ensemble I Porporini unter der Leitung von Gerd Amelung auf einen musikalischen Streifzug durch das 17. Jahrhundert begibt,
- Christophe Dumeaux, der am 5. September 2026 um 19.30 Uhr im Markgräflichen Opernhaus mit dem Ensemble Les Accents unter der Leitung von Thibault Noally Werke von Georg Friedrich Händel präsentiert,
- Julia Lezhneva, die am 7. September 2026 um 19.30 Uhr mit dem Kammerorchester Basel unter der Leitung von Dmitry Smirnov zahlreiche "Koffer-Arien" mit ins Markgräfliche Opernhaus bringt,
- Emőke Baráth und Andreas Scholl, die am 9. September 2026 um 19.30 Uhr im Friedrichsforum mit dem Wrocław Baroque Orchestra unter der Leitung von Markellos Chryssicos den römischen Feldherrn Caesar auf die langobardische Königin Rodelinda treffen lassen und
- Federico Fiorio, Maayan Licht und Dennis Orellana, die am 11. September 2026 um 19.30 Uhr im Markgräflichen Opernhaus als The Sopranos mit dem Wrocław Baroque Orchestra unter der Leitung von Jarosław Thiel Akzente setzen.

Das komplette Programm finden Sie hier.

 

 

 

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