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Internationale Händel-Festspiele Göttingen
16.05.2025 - 25.05.2025


Von Thomas Molke / Foto: © Marco Bühl

Was am 26. Juni 1920 im Göttinger Theater mit Händels Oper Rodelinde begann, löste in den Folgejahren eine regelrechte "Händel-Renaissance" aus. Mittlerweile finden in drei Städten in Deutschland alljährlich Händel-Festspiele statt. Nachdem Karlsruhe im Februar den Anfang gemacht hat, geht es im Mai in Göttingen weiter, bevor dann Händels Geburtsstadt Halle an der Saale den Abschluss bildet. Der künstlerische Leiter George Petrou, der seinen Vertrag vorzeitig bis 2031 verlängert hat, und der geschäftsführende Intendant Jochen Schäfsmeier widmen sich in diesem Jahr bei den Festspielen in Göttingen unter dem Motto "Lorbeeren" der Macht und Pracht der Musik und dem Ruhm und der Ehre, die man sich wie die Lorbeeren stets aufs Neue verdienen muss. Auf dem Programm stehen mit hochkarätigen Solistinnen und Solisten neben der Festspieloper, einem Oratorium und einer Operngala ein prall gefülltes Programm mit zahlreichen Kammer- und Kirchenkonzerten, Vorträgen und jede Menge Veranstaltungen für Kinder und die ganze Familie in und um Göttingen.

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Präsentation des Programms der Internationalen Händel-Festspiele in Göttingen: von links: Volker Römermann (Vorsitzender des Aufsichtsrates), Wolfgang Sandberger (Vorsitzender der Göttinger Händel-Gesellschaft), Jochen Schäfsmeier und George Petrou

Nachdem Petrou im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Regisseur Laurence Dale ein Opern-Pasticcio unter dem Titel Sarrasine aus größtenteils unbekannten und einst verworfenen Händel-Perlen mit großem Erfolg zur Uraufführung gebracht hat (siehe auch unsere Rezension), steht in diesem Jahr eine Oper auf dem Programm, die zuletzt 2010 in Göttingen zu erleben war: Tamerlano. Mit der Geschichte um den Tataren-Khan und Begründer des zweiten Mongolenreiches Timur Lenk (Tamerlano), der in einer legendären Schlacht bei Ankara im Jahr 1402 den osmanischen Sultan Bayezid I. besiegte und ihn wahrscheinlich in den Selbstmord trieb, sah Händel 1724 das Potenzial, in London König Wilhelm von Oranien einen anti-absolutistischen Stoff zu präsentieren, da Wilhelm kein Freund des französischen "Sonnenkönigs" war. Neben den hochsensiblen Arien stellt vor allem der durchkomponierte Selbstmord des Sultans eine absolute Besonderheit dar, da Händel ihn entgegen der damaligen Konventionen erst im letzten Moment vor dem Tod die Bühne verlassen lässt. Wie bei der Uraufführung in London kann man auch in Göttingen mit einem hochkarätigen Ensemble aufwarten. In der Titelpartie ist der Countertenor Lawrence Zazzo zu erleben. Die Partie seines Gegenspielers Bajazet übernimmt der spanische Tenor Juan Sancho. Die weiteren Partien sind mit Louise Kemény als Asteria, Yuriy Mynenko als Andronico, Dara Savinova als Irene und Sreten Manojlović als Leone hochkarätig besetzt. Die Regie liegt in den Händen von Rosetta Cucchi, der künstlerischen Leiterin des Wexford Festival Opera. Das FestspielOrchester Göttingen steht unter der Leitung von George Petrou. Die Premiere findet am 17. Mai 2025 um 18 Uhr statt. (Weitere Aufführungen: 18 Mai 2025 um 15.00 Uhr, 20. Mai 2025 um 18.00 Uhr und 24. und 25. Mai 2025 jeweils um 17.00 Uhr)

Am 25. Mai 2025 gibt es im Rahmen von "Händel 4 Kids!" auch um 12.00 Uhr wieder eine Familienfassung der Oper mit Juri Tetzlaff im Theater Göttingen.

Zur Eröffnung der Festspiele am 16. Mai 2025 gibt es um 19.00 Uhr in der Stadthalle Göttingen chorische Klanggewalt mit Händels Oratorium Solomon. Die Altistin Lena Sutor-Wernich schlüpft dabei in die Rolle des alttestamentarischen Königs. Neben dem FestspielOrchester Göttingen unter der Leitung von George Petrou ist hier zusätzlich das NDR Vokalensemble zu erleben.

Ein weiterer musikalischer Höhepunkt dürfte die Operngala mit Ann Hallenberg am 22. Mai 2025 um 19.30 Uhr in der Stadthalle Göttingen sein, bei der die schwedische Mezzosopranistin und Händel-Expertin Rollen wie Giulio Cesare oder Ariodante interpretieren wird. Auch dieses Konzert wird von dem FestspielOrchester Göttingen unter der Leitung von George Petrou begleitet.

Das komplette Programm ist unter Händel-Festspiele abrufbar.

 

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Rezension:

 

 

Tamerlano

 



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