Mit dem Wechsel zu Oper Halle tat sich sowohl eine breites Repertoire an Hauptpartien mit unterschiedlichsten Anforderungen auf, als auch eine intensive Beschäftigung mit dem Barockgesang. Hier debütierte sie als Butterfly, sang u.a. Rosina, Violetta, Rosalinde, Norma, Lucia di Lammermoor, Tosca und alle vier Frauenpartien in Hoffmanns Erzählungen. Sie brillierte in den Händel- Partien Elisa/Poro, Florinda/Rodrigo, Alceste/Admeto, in der Titelpartie Rodelinda und machte bei den alljährlichen Händel-Festspielen auch international auf sich aufmerksam.
Romelia Lichtenstein ist auch eine gefragte Konzertsängerin. In Madrid, Stockholm, Göteborg, Wien und Salzburg arbeitete sie mit renommierten Dirigenten zusammen. 2002 wurde die Einspielung von Carl Ditters von Dittersdorf Oratorium Giob, in der die Sängerin mitwirkte, mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.
In jüngster Zeit waren ihre Interpretation der Norma und der Elisabeth im Tannhäuser der Fachkritik viel Lobes wert, die ihren selten wandlungsfähigen und ausdrucksstarken Sopran wie ihre Spielfreude und Bühnenpräsenz hervorhoben.
Die Redaktion Halle/Leipzig des Online Musik Magazins hatte im April 1999 Gelegenheit, mit der äusserst symphatischen Sängerin ein Interview zu führen.
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