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Die kleine Zauberflöte
Mozarts Oper für Kinder
Musikalische Einrichtung von Timor Chadik
Textfassung von Patrick Bialdyga, Heike Buderus und Bodo Busse

Aufführungsdauer: ca. 1 h 10' (keine Pause)

Premiere am 13. Januar 2002


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Theater Dortmund
(Homepage)
Papageno ist der Held der Kinder

Von Gerhard Menzel / Fotos von Andrea Kremper



Gerade von Mozarts Oper Die Zauberflöte gibt es eine große Anzahl von Bearbeitungen für Kinder. Nun hat auch das Theater Dortmund - nach dem Erfolg mit einer "Kinderversion" der Entführung aus dem Serail - seine eigene Fassung: Die kleine Zauberflöte.

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Tamino (Alec Otto) wird von einer knuddeligen Schlange "bedroht".

Schon während der Ouvertüre zeigt Regisseur Patrick Bialdyga eine "selbstgestrickte" Vorgeschichte: Tamino, ein junger Bursch kommt auf dem Fahrrad und sucht seine Pamina. Diese erscheint kurz darauf mit einem Reisekoffer zum verabredeten Federballspiel. Dabei schlägt Pamina den Federball in das Anwesen Sarastros, sucht ihn dort, wird aber von Monostratos gefasst und zu Sarastro gebracht. Nach Taminos vergeblicher Suche nach Pamina - auch im Zuschauerraum - legt er sich erschöpft in sein Bett und schläft ein. Die Ouvertüre ist vorbei und das eigentliche Stück kann beginnen.

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Papageno (Bernhard Modes) und Monostratos (Arno Bovensmann) beim gemeinsamen jonglieren.

Klangbeispiel Klangbeispiel: Papageno (Bernhard Modes) bei seinem Auftrittslied
(MP3-Datei)


Was dann folgt, hält sich sehr nah ans Original, auch wenn sich die Bearbeitung diverse Freiheiten erlaubt (z.B. ist Papagena eine der drei Damen der Königin der Nacht). Passagen aus nicht gesungenen Arien werden oft gesprochenen zitiert. Diese Textfassung von Patrick Bialdyga, Heike Buderus und Bodo Busse konzentriert sich auf das Wesentliche und führt die Kinder mit Witz und Tempo durch die Geschichte. Auch Begebenheiten aus dem täglichen Leben, wie sie die Kinder kennen, sind in das Geschehen integriert (z.B. der Gebrauch eines Handy), was die Distanz zu den handelnden Figuren nimmt.
Das Schöne bei dieser Produktion ist vor allem, dass sie nie ins alberne oder niveaulose abgleitet. Dafür sorgen auch die phantasievollen Kostüme von José Manuel Vazquez und die praktikabel konzipierten Bühnenelemente von Katja Schindowski.

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Königin der Nacht (Annette Linke) befielt ihrer Tochter Pamina (Uta Schwarzkopf) Sarastro zu morden.

Klangbeispiel Klangbeispiel: Pamina (Uta Schwarzkopf) und Tamino (Alec Otto) bei der Feuer- und Wasserprobe.
(MP3-Datei)


Die musikalische Einrichtung des Stückes stammt von Timor Chadik, der auch das neunköpfige Orchester leitet. Wenn dieses solistisch besetzte "Rumpforchester" auch nicht die Farbigkeit von Mozarts Musik wiedergeben kann, so bietet es doch wenigstens einiges an Substanz. Doch das dürfte die wenigsten des "kleinen" Publikums interessiert haben.
Viel mehr wurden natürlich die agierenden Solisten beachtetet. Dieses sind zum Teil junge Musikhochschulabsolventen oder Noch-Studenten aus Dortmund und Essen und zum Teil Choristen des Theaters Dortmund. Sie spielten, sprachen und sangen beherzt und zum Teil auch mit stimmlich ausbaufähigem Material.
Am Ende gab es großen Beifall und viel Jubel für alle Beteiligten.


FAZIT

Eine gelungene Fassung und viel Vergnügen für junge Papageno-Fans!


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Produktionsteam

Musikalische Leitung
Timor Oliver Chadik

Inszenierung
Patrick Bialdyga

Bühne
Katja Schindowsk

Kostüme
José Manuel Vazquez


9 Orchestermusiker


Solisten

* Besetzung der Premiere

Tamino
Alec Otto *
Michael Silvan Scheel

Papageno
Thomas Günzler
Bernhard Modes *

Pamina
Dorothea Ricci
Uta Schwarzkopf *

Sarastro
Oliver Aigner
Eric Visser *

Königin der Nacht
Annette Linke *
Brigitte Strauch

Monostratos
Tjark Baumann
Arno Bovensmann *

1. Dame
Carolina Riano Gómez *
Monika Kopp

2. Dame
Hélène Rauch
Nadine Trefzer *

3. Dame
Christina Hackelöer *
Christa Maria Jürgens

Ein Dienes Sarastros
Heinz Buschmann



Weitere Informationen
erhalten Sie vom
Theater Dortmund
(Homepage)



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