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Die Fledermaus

Operette in drei Aufzügen
Musik von Johann Strauş
Text von Carl Haffner und Richard Genèe

Premiere in Münster am 6.12.2000


Besuchte Aufführung: 20.12.2000


Logo: Städtische Bühnen Münster

Städtische Bühnen Münster
(Homepage)

Glücklich ist, wer vergisst...




Von Monika Jaeger / Fotos von Michael Hörnschemeyer



Die Fledermaus: Bloßstellung des Nichtsahnenden im Rausch einer Maskerade, intrigantes Einfädeln der Rache unter vermeintlichen Freunden, wer zuletzt lacht, lacht am besten - leichte Muse mit einem Funken ironischer Gesellschaftskritik. Letztere auf amüsante Weise auch im Blick zu haben - gemäşigt, versteht sich - ist der Inszenierung in Münster gelungen.

Foto: Münster: Die Fledermaus Stephanie Kühne als Adele, Michael Baba als Eisenstein
und Caroline Thomas als Rosalinde.

Sei es der geradezu Loriot-entlehnte Abriss der spießigen Wohnzimmer-Idylle in der ersten Szene, sei es das Sinnbild der Aufmüpfigkeit in der Rolle des Stubenmädchens Adele, sei es das erst in der letzten Szene aufgelöste Fragezeichen des ewig hantierenden Gerichtsdieners oder die glanzvoll-verruchte Sittenwidrigkeit des "juste milieu": Ein stets auf den Fortlauf der Handlung gerichteter Blick der Regie (Dominik Neuner) entlädt sich in intelligenten, pfiffigen Ideen und zeigt, dass sich Kurzweil und Aussagekraft durchaus nicht ausschlieşen.
Nur selten gerät die Inszenierung ins Flache, Klamaukhafte - sie lebt vor allem von der großen schauspielerischen Leistung der Sänger und Statisten.

Foto: Münster: Die Fledermaus Heike Grötzinger als Prinz Orlofsky.

Schade, dass die Sängerleistungen dagegen doch recht unausgewogen sind: Neben den sehr überzeugenden Hauptdarstellern Michael Baba (Gabriel von Eisenstein), Caroline Thomas (Rosalinde) und Stephanie Kühne (Adele) verblassten vor allem Janet Collins als Prinz Orlowsky und Radoslaw Wielgus in der Rolle des Notars.

Brillant verkörperte Attila Wendler die selbstzufriedene Sangeslust des gutmütigen Gesangslehrers Alfred.

Die Balance zwischen musikalischem Ernst und komödiantischer Leichtigkeit wurde zudem vom Symphonieorchester, an dem Abend unter Leitung von Christian Voss, treffsicher hergestellt.



FAZIT
Auch wenn eine gewisse sängerische Unausgewogenheit kompensiert werden muss, hat die Inszenierung mehr zu bieten als kleine Schmunzler - möglicherweise kann Illusion doch glücklich machen?



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Produktionsteam

Musikalische Leitung
Will Humburg

Regie und Bühnenbild
Dominik Neuner

Kostüme
Susanne Hubrich

Choreinstudierung
Peter Heinrich

Dramaturgie
André Meyer



Symphonieorchester der
Stadt Münster
Chor der
Städtischen Bühnen Münster



Solisten

Gabriel von Eisenstein, Rentier
Michael Baba

Rosalinde, seine Frau
Caroline Thomas

Frank, Gefängnisdirektor
Donald Rutherford

Prinz Orlowsky
Janet Collins

Alfred, Gesangslehrer
Attila Wendler

Dr. Falke, Notar
Radoslaw Wielgus

Dr. Blind, Advokat
Mark Bowman-Hester

Adele, Kammermädchen
Stephanie Kühne

Frosch, Gerichtsdiener
Frank-Peter Dettmann

Ida, Adeles Schwester
Vera Isabelle Blasum







Weitere Informationen
erhalten Sie von den
Städtischen Bühnen Münster
(Homepage)






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