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Veranstaltungen & Kritiken Musiktheater |
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Ein gruseliger Morgen
Von Helmke Jan Keden
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Fotos von Eduard Straub
Die liebevoll von Günther Albers und Michael Leinert bearbeitete Fassung wirkte kindgerecht, ohne jedoch Niveau oder den romantischen Gehalt zu verlieren. Die Trennung zwischen Erzähl- und Handlungsebene überzeugte und hielt die jungen Zuschauer in den einzelnen Szenen mit Liebe zum Detail (so geht z.B. dem fahrradfahrenden Eremiten bei der Personenvorstellung sprichwörtlich die Luft aus) über die gesamte Zeit in ihrem Bann. In der Rolle des erzählenden Ännchens verband Romana Noack, anfangs noch auf Rollerblades, später dann wie das gesamte Ensemble im romantischen Outfit, die einzelnen Szenen souverän und meisterte ihre Doppelbelastung als Entertainerin und Darstellerin auch gesanglich überzeugend.
Die von ihr begeisterten jungen Rezipienten sahen das schmachtende Liebespaar Agathe und Max, gespielt von Nicola Beller Carbone und Markus Müller, die trotz der für die jungen Zuschauer eher unspektakulären Rollen gut aufgelegt ihre schauspielerischen und gesanglichen Qualitäten eindrucksvoll unter Beweis stellten. Der Bösewicht Kaspar, der von Stephen Bronk wunderbar in Szene gesetzt wurde, hatte in der besonders gelungenen schauerig-schönen Wolfsschluchtszene mit Donner, Rauch, wilden Tieren und Helloweengeistern seinen großen Auftritt und ließ besonders die jüngsten Zuschauer still erschaudern.
In der dankbaren Rolle des in Selbstbeweihräucherung fast ertrinkenden Fürst Ottokar bewies auch Wilhelm Richter erfolgreich sein komisches Talent.
Die ausgewählten Arien und Lieder wurden von allen Darstellern gelungen umgesetzt, wenn auch teilweise leider mangelnde Textverständlichkeit die jungen Zuhörer überforderte. Die Bäuerinnen und Bauern, gespielt von Studierenden der Düsseldorfer Musikhochschule lassen auf guten Sängernachwuchs hoffen und zeigen das gelungene Engagement der Oper bei der Ausbildung der nächsten Künstlergeneration.
Last but noch least bleibt noch das Kammerensemble unter der Leitung vom Glenn Lewis zu preisen, das in kleiner Besetzung seinen Anforderungen, sowohl hinsichtlich der ungewohnten musikalischen Umsetzung, als auch die dramatische Einbindung betreffend, in vollstem Umfang gerecht wurde.
Weitere Vorstellungen finden am 13., 14., 17., 20., 22., 23. 12. sowie am 6.1., jeweils um 11.00 im Düsseldorfer Opernhaus statt.
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ProduktionsteamMusikalische LeitungGlenn Lewis
Inszenierung
Bühne und Kostüme
Regieassistenz und Spielleitung
Solisten
Ännchen
Fürst Ottokar
Erbförster Kuno
Agathe
Kaspar
Max
Ein Eremit
Kilian
Samiel
Chor
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- Fine -