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Mendelssohns Elfenscherzi zünden nach wie vor Concerto Köln überzeugt erst nach der Pause Von Silke Gömann / Foto: Thomas Müller
Der eindringlichen Orkanwarnungen zum Trotz war die Kölner Philharmonie zum ersten Konzert der Reihe Sonntags um Vier recht gut besetzt.
Mendelssohns Hebridenouvertüre lebt von der Ausgestaltung des Hebridenmotivs, das direkt zu Beginn der Komposition eingeführt wird und sich durch den weiteren Verlauf der Ouvertüre zieht. Dabei erfährt es zahlreiche Umgestaltungen und großartige Steigerungen, ehe zum Schluß wieder 'Ruhe' einkehrt.
In Robert Schumanns Konzert für Violine und Orchester hatten der überzeugende Solist, Daniel Hope, und die MusikerInnen mit heiklen Intonationstrübungen zu kämpfen. Die Unterschiede zwischen Solist und einzelnen Orchestermitgliedern waren doch z.T. erheblich und beeinträchtigten den Hörgenuß. Das Publikum verabschiedete Solist und Orchester mit verhaltenem Applaus in die Pause. Im zweiten Teil wandelte sich das Bild. Zupackend ging Stern an das Dirigat von Schumanns Ouvertüre mit dem Zitat der Marseillaise heran, so dass der Funke auf das Publikum übersprang.
In der abschließenden Sinfonie c-moll von Mendelssohn Bartholdy hatte das Orchester eine Überraschung parat: Statt des ursprünglichen Menuetts erklang als dritter Satz das bekannte Scherzo aus Mendelssohns Oktett op. 20. Hierbei zeigte sich, dass dieser vom Komponisten während seiner ersten Englandreise 1829 orchestrierte Satz auch heute noch den gleichen Reiz auf das Publikum ausübt wie zu Lebzeiten Mendelssohns.
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