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HAYDN - (Ligeti) - HAYDN ChorWerk Ruhr mit seinem 13. Programm
Von Bileam Kümper
Nach seinen ersten zwei Jahren kann ChorWerk Ruhr bereits auf eine ganze Menge interessanter Programme zurückblicken. Auch die aktuelle Auswahl schien sich auf den ersten Blick in diese Tradition einzureihen, wenn sie denn auch wohl etwas ungleich gewichtet und zumindest erklärungsbedürftig ist. Unter dem Motto "Haydn - Ligeti - Haydn" bemühte sich daher auch Ulrich Lindtner, nicht nur Chorsänger, sondern auch Autor des Programmhefttextes, Zusammenhänge herzustellen.
Aufzeigen konnte er jedenfalls, dass Ligeti in Haydn ein Vorbild sehe, das ihn lehre, "nicht mehr Noten zu schreiben als unbedingt nötig". Ob er sich daran auch beim Werk des heutigen Abends orientiert hat, ist zweifelhaft - die Beschränkung auf das Nötigste bei der Größe des Chores bekam Lux aeterna zumindest nicht so gut: natürlich waren alle Töne da, aber der Klang wirkte wegen der vielen Atempausen etwas wackelig. Die ungleiche Gewichtung des Programms wirkte so noch ungleicher.
Abgesehen davon gab es aber viel gelungene und spannende Musik zu hören. Einen großen Anteil daran hatte die Cappella Coloniensis, die schon in der eingangs gespielten Sinfonie ihre Stärken zeigen konnte. Durch ihre klare, präzise Spielweise konnten die Musiker viele Details der Musik deutlich machen, ohne die Spielfreude und eine gewisse Dramatik zu kurz kommen zu lassen.
In der groß angelegten Harmoniemesse konnten schließlich alle gemeinsam überzeugen. Chor wie Solo-Quartett boten einen überaus homogenen Klang und elegante, die Melodieführung unterstützende Phrasierung. So war es sicher ein gelungenes Konzert - aber eher etwas für den Haydn-Fan.
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ProgrammJoseph HaydnSinfonie Nr.104 D-dur, Hob. I:104 "Salomon" György Ligeti Lux aeterna Joseph Haydn Missa Nr.14 B-dur, Hob. XXII:14 "Harmoniemesse" Mechtild Bach, Sopran Martina Borst, Alt Andreas Karasiak, Tenor Stephan MacLeod, Bass
Leitung: Frieder Bernius
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