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Auf Wiedersehen im Konzerthaus!
Saisonabschluss im 10. Philharmonischen Konzert in der Westfalenhalle Von Martin Rohr Es war eine Spielzeit des Übergangs, die im letzten Konzert des Philharmonischen Orchesters zu Ende ging. In Erwartung des neuen künstlerischen Leiters Arthur Fagen und der neuen Spielstätte, dem im September eröffnenden Konzerthaus Dortmund, war die Konzertreihe geprägt von herausragenden Gästen, die die großen musikalischen Potenziale des Orchesters herauszufordern vermochten: Die Dirigenten Nello Santi und Christoph Eberle ebenso wie der Pianist Tzimon Barto oder der Cellist Boris Pergamentschikow. Auch seine solistischen Fähigkeiten bewiesen die Mitglieder des Orchesters mehrfach, so in Wolfgang Amadeus Mozarts Sinfonia Concertante im sechsten Philharmonischen Konzert. Doch wie um die Notwendigkeit der Neuerungen zu unterstreichen wählte man für das letzte Konzert noch einmal einen höchst unangemessenen Raum. Die Westfalenhalle II versprühte - kaum überraschend - eher den Charme einer Messehalle als die festliche Atmosphäre eines Konzertsaals. Auch akustisch erwies sich der Raum als denkbar ungeeignet sowohl für klassische Kammerorchesterbesetzung wie für den riesenhaften Orchesterapparat eines Richard Strauss. Die 1791 entstandene Sinfonie D-Dur, Hob. I:96 "Das Mirakel" von Joseph Haydn stand am Beginn dieses Konzertabends. Geprägt durch melodiöse Eleganz und Leichtigkeit verlangt sie nach aktiver und lebhaft-kammermusikalischer Aktivität der Musiker und eigenständigem Gestaltungswillen. Ihre kammermusikalische Anlage sollte eigentlich den Dirigent überflüssig machen. Mit der Sinfonischen Dichtung "Ein Heldenleben" von Richard Strauss spannte das Programm nach der Pause den Bogen zurück zur Eröffnung der Spielzeit. Das Werk ist das letzte in der Reihe der großen Sinfonischen Dichtungen des Zeitgenossen Gustav Mahlers. In sechs Stationen zeichnet Strauss hier ein monumentales Bild eines schöpferischen Menschen. Bereits der hoch auffahrende Gestus des Hornthemas vermittelt den unbändigen Willen, der eine herausragende Eigenschaft dieses neuen, der Gedankenwelt Friedrich Nietzsches verwandten Menschenbildes ist. Mit einer besonderen Ehrung ging der Abend zu Ende: Als Dank für die langjährige Zusammenarbeit ernannte das Philharmonische Orchester Dortmund Hans Wallat zu seinem Ehrendirigenten.
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