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Klassik - Rezensionen |
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Francesco Durante (1684-1755)
Antonio Vivaldi (1678-1741)
Pietro Locatelli (1695-1764)
Evaristo Felice Dall'Abaco (1675-1742)
Kammerkonzerte an sich sind schon etwas besonderes, was jedoch am 16. März im 3. Kammerkonzert des Opernhauses Halle dargeboten wurde, war schlicht eine Klasse für sich.
Unter der musikalischen Leitung von Werner Ehrhardt auf der Barockvioline, spielte sich das Händelfestspielorchester zu einer enormen Klangqualität. Das Orchester ist ausgezeichnet, jedoch immer für eine positive Überraschung gut. Das Werner Ehrhardt, geborener Kölner, die Musik familiär im Blut liegt, wurde dem aufmerksamen Zuhörer bereits innerhalb der ersten Takte bewusst. Seit 1985 ist er der künstlerische Leiter des international renommierten Klangkörpers "Concerto Köln".
"Italienische Meister des Barocks" war der Titel dieses musikalischen
Hochgenusses. Gespielt wurden eher selten erklingende Werke von
Corelli, Durante, Vivaldi, Locatelli und Dall'Abaco. Der krönende
Abschluss war Dall'Abacos "Concerto a piu istrumenti". Wie Werner Ehrhardt
treffend bemerkte, enthält dieses Stueck einen Sound, den wir heute Swing
nennen. Dall'Abaco wollte sich als ein Bewahrer der Musik verstanden
wissen.
Hörbar waren alle Höhen und Tiefen der italienischen Meister, fein und bis auf den letzten Takt genauestens ausgespielt. Hier wurde nichts glatt gespielt. Es war eine Perfektion im Spiel, so dass die leisestens Töne in Vivaldis "Concerto d-moll" nur angehaucht wurden. Welch eine Meisterleistung des Orchesters! Spannend gestalteten sich die Solis von Ehrhardt. So spannend, dass man enttäuscht war, als das Konzert nach nur einer Zugabe zu Ende war.
Fazit: Bitte mehr von dieser qualitätvollen Musik.