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Internationale Barocktage Stift Melk

31. Pfingstkonzerte
29. Mai bis 1. Juni 2009

Homepage

Internationale Barocktage
im Stift Melk

(Homepage)
Klein, aber fein

Von Bernhard Drobig

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Stift Melk
(Foto: Pater Martin)

Für Kenner der Szene längst kein Geheimtipp mehr, nahmen die heuer 31., seit ihrem 18. Zyklus Internationale Barocktage Stift Melk geheißenen Pfingstkonzerte in der majestätisch über der Donau gelegenen Abtei den Weg in ihr viertes Jahrzehnt. Und abermals wurde deutlich, dass sie ihren Zuspruch vier einander glücklich bedingenden Faktoren verdanken: dem allen Ausdehnungsverlockungen wohltuend entsagenden Kompaktangebot von in der Regel zehn Konzerten an vier Tagen, dem stillen Wettstreit unter den aufgebotenen renommierten und in die Szene drängenden jüngeren Künstlern, der Gattungsvielfalt geläufiger und entdeckungswerter unbekannter Musik und natürlich dem ihnen dienenden Ambiente von Stiftskirche, Konzertsaal und Gartenpavillon in der auch sonst durch ihre Weitläufigkeit und Vielfalt faszinierenden barocken Klosteranlage aus dem ersten Drittel des 18. Jahrhunderts.

Vergrößerung in neuem Fenster Stiftskirche
(Foto: Pater Martin)

Im Zentrum des diesjährigen Angebots standen Werke Georg Friedrich Händels in Erinnerung an die 250. Wiederkehr seines Todestages, insonderheit drei seiner seltener zu hörenden, weil vom gängigen Schema der Gattung abweichenden Oratorien. Frieder Bernius mit seinem Stuttgarter Kammerchor und Barockorchester eröffnete dieses Fest im Fest mit Israel in Egypt. Das Werk entstand, als Händel anno 1738 eine katastrophale Opernsaison erlebt hatte, doch nicht resignierte und für die kommende Saison mit zwei unterschiedlich gearteten Oratorien neue Zuneigung gewinnen wollte, mit einem der Oper nahe stehenden geistlichen Drama (Saul) und mit eben der Vertonung des Exodus nach Texten des Alten Testaments. Ungewöhnlich schon der Schaffensprozess: Händel begann mit dem Danklied des Moses, dem jetzt dritten Teil des Werks, setzte der Reflexion auf das gewaltige Geschehen des Exodus dessen bildhafte Schilderung und diesem schließlich noch eine Art Trauerritus voran, die Klage über Josephs Tod, der für die Israeliten das Ende einer Ära und die zum Exodus führende Versklavung bedeutete; ungewöhnlich auch die musikalische Form des Oratoriums: Es besteht fast ausschließlich aus Chorsätzen, die den meditativen, narrativen und reflexiven Texten in mannigfach abgewandelten Strukturen wirkungsvoll entsprechen. Keine Frage, dass diese schier unendliche Vielfalt chorischer Textauslotung für alle Künstler eine besondere Herausforderung darstellt.

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Hochaltar der Stiftskirche
(Foto: Bernhard Drobig)

Frieder Bernius, der auch hier wieder im Blick auf größere Transparenz der einzelnen Stimmgruppen seine etwa drei Dutzend professionellen Sänger ein das Orchester umschließendes einreihiges Halbrund bilden ließ, beeindruckte mit einem alle chorischen Aufgaben souverän bewältigenden Vokalensemble, in dem übrigens die Riege angenehm fülliger Bässe aufhorchen ließ. Interpretatorisch hinterließ die ursprünglich auf den Tod der Queen Caroline komponierte, jetzt auf den Heimgang Josephs umgedeutete Trauerode den stärksten Eindruck, fanden doch die immer neu aufbrechenden Wallungen der Ergriffenheit verwoben mit den tröstlichen Gedanken an Fortleben und Gottvertrauen subtil differenzierten würdevollen Ausdruck. Auch in den beiden anderen Teilen hörte man einige großartig gestaltete Einzelchöre, insbesondere in Bildern wie denen des Hagelsturms, lähmender Dunkelheit, hämmernder Heimsuchung ägyptischer Nachkommen oder auch der sich in Haltetönen darstellenden Wasserwände beim Durchzug der Israeliten durch das Rote Meer; und doch zeigten andere Abschnitte, insbesondere solche mit spirituellem Gehalt, nur wenig von dem inneren Berührtsein, mit dem der kultiviert klare Altus Daniel Taylor des Moses Schlussgebet um den Segen für die Neuansiedlung vorgetragen hat.

Vergrößerung in neuem Fenster Andrea Lauren Brown (Sopran), Heinz Ferlesch (Leitung)
Markus Brutscher (Tenor) und Günter Haumer (Bass)
(Foto: Bernhard Drobig)

Beglückender, weil in sich geschlossener stellte sich das Chor- und Orchesterkonzert des Folgetages dar, ebenfalls in der Stiftskirche. Heinz Ferlesch, seit zehn Jahren Leiter des ausschließlich aus Laien gebildeten Chors der Wiener Singakademie, stand am Pult ihrer vierzig Stimmen umfassenden Kammerchor-Formation und des Ensemble Barucco, das er 2006 mit Spezialisten der historischen Aufführungspraxis ins Leben rief und, wie sich zeigte, zu einem leistungsstarken Ensemble geformt hat. Sein Programm: Händels Alexander's Feast or The Power of Musick nach Worten der bereits knappe vier Dezennien zuvor entstandenen Ode John Dryden's zu Ehren der Hl. Cäcilia. Uraufgeführt anno 1736 in London, fand diese in die Form eines Oratoriums gekleidete Vertonung übrigens anders als Israel in Egypt auf Anhieb ungeteilten Zuspruch, um hernach neben dem Messiah zu Händels beliebtester Schöpfung zu werden. Jetzt in Melk bestimmten Ehrgeiz und Freude die Gesamtheit der Musiker in der Schilderung jener großen kontraststarken Affekte, die ein legendärer Kitharöde beim Fest nach der Eroberung von Persepolis bei Alexander dem Großen zu erregen verstand: bezaubernd vor allem stand der glockenklare, im gesamten Ambitus ebenso kraftvolle wie auch zarter Empfindungen mächtige Sopran von Andrea Lauren Brown im Raum, eindrucksstark der bei großem Stimmvolumen klangschöne Tenor von Markus Brutscher als Kitharöde Timotheus, untadelig auch der gefühlvolle Bass von Günter Haumer; höchst aufmerksam erfüllten die Choristen, in dem die Soprane ein auffällig weiches Klangbild boten, ihren Part, sichtbar engagiert das Orchester den seinen (Konzertmeisterin: Martina Warecka). Ferlesch selbst, umsichtig auf höchste Präzision und ausgewogene Klangbalance bedacht, machte mit gut gewählten Tempi die Stimmungslage des Festgelages wie die Huldigung der Hl. Cäcilie im Einzelnen wie insgesamt zu einem spannungsvollen und mitreißenden Erlebnis.

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Gartenpavillon
(Foto: Bernhard Drobig)

Das dritte Oratorium Il Trionfo del Tempo e del Disinganno erklang seinem meditativen Charakter entsprechend im Konzertsaal der Benediktinerabtei: Es war Händels erster Beitrag zu dieser Gattung, eine anspruchsvolle Talentprobe, denn Kardinal Pamphilij hatte ein Libretto ohne eigentliche Handlung geschrieben, einen allegorischen Disput zwischen der Schönheit und den auf sie einwirkenden Personifikationen von Sinnenlust, Zeit und Wahrheit, an dessen Ende der ergreifende Verzicht auf diesseitige Freuden zugunsten der durch Läuterung erreichbaren ewigen Glückseligkeit steht. In der Melker Wiedergabe war es insbesondere Nuria Rial, die in ihren makellos reinen und weichen Sopran ein Höchstmaß an Verinnerlichung und sensibel geformter Ausdruckswerte einfließen ließ. Es mag Absicht gewesen sein, dieser Idealbesetzung der zentralen Rolle Partner beizustellen, die wie die dunkler timbrierte Sopranistin Yetzabel Arias Fernandez als Verkörperung der Sinnenlust, die androgyn anmutende Altistin Elena Biscuola als Allegorie der Erkenntnis und der relativ rüde wirkende Tenor Krystian Adam als Repräsentant der Zeit ihre Argumente, ausgenommen das berühmte «Lascia la spina», mehr nüchtern als emotional berührt vortrugen; das Spiel der Streicher war auf jeden Fall viel zu grob und ohne erkennbaren Bezug auf die vokalen Inhalte, kaum stimmungbildend auch das wenig elegant registrierte Orgel«konzert» des Ensembleleiters Fabio Bonizzoni. Schade um das so selten gespielte Werk, das zwar auch hier seine Wirkung als Meisterwerk des jungen Händel nicht verfehlte, aber eine der fulminanten Nuria Rial entsprechend hochkarätige Besetzung und zwingendere Gesamtinterpretation verdient gehabt hätte.

Vergrößerung in neuem Fenster Musica fiorita
(Foto: Bernhard Drobig)

Selbstverständlich durfte bei diesem Fest im Fest auch der Opernkomponist Händel nicht fehlen, und es war eine hübsche Idee, nicht nur mit Musik aus seiner venezianischen Agrippina (1709) aufzuwarten, sondern auch mit einer neapolitanischen Seria gleichen Titels von Nicolò Porpora (1708). Daniela Dolci am Cembalo ihres hier zehnköpfigen Ensembles Musica fiorita ermöglichte erstmals einen solchen Vergleich von Frühwerken beider etwa gleichaltriger Komponisten. Überraschend aufschlussreich war die rund einstündige, quasi kammermusikalische Taschenbuchausgabe der Händel-Oper: hörte man doch in dieser solistischen Instrumentalbesetzung deutlicher als im Glanz eines vielstimmigen Orchesters, wie gezielt Händel seine Begleitung anzulegen pflegte, wie raffiniert er Holzbläsern nicht nur koloristische, sondern auch sinnstiftende Funktion zuerkannte. Naturgemäß konnte es nicht ausbleiben, dass die eine oder andere Vokalstimme sich im Zusammenklang mit dem kleinem Ensemble zu dominant ausnahm, zumal wenn es um Inhalte ging, die mit starken Emotionen beladen waren, etwa des Kaisers Claudius Selbstgefälligkeit oder seines verstoßenen Lebensretters Otho Verzweiflung. Aber insgesamt gewann die hier auf nur vier Personen beschränkte Intrigenhandlung, in der Agrippina ihren Gemahl zugunsten ihres Sohnes Nero zum Thronverzicht bringt, ein schönes farbenreiches Profil.

Vorangegangen waren Auszüge aus Porporas erster Oper, die zwar im Titel gleich lautet, aber von der älteren Agrippina, der Mutter der bei Händel beleuchteten Kaisergattin handelt. Leider konnte man den abgedruckten Auswahltexten nur ahnungsweise entnehmen, dass die ältere Agrippina offensichtlich in den Verdacht geraten war, ihres Gatten Germanicus Stellung zu untergraben, und es verstand, mit ihren Mitteln sein Vertrauen zurückzugewinnen. Deutlicher wurde, dass dieser Vorgang von je einem ernsten und komischen Diener «kommentiert» wird, die sich untereinander nicht gerade sympathisch zu sein scheinen.

In ihren sechs hier erklingenden, teils altklug spöttischen, teil kess foppenden Arien dominierte naturgemäß Deklamation oft syllabischer Art, fehlte es dennoch keineswegs an variabler Formgebung, sei es durch den Wechsel von abgerissen wirkenden Phrasen mit gebundenen Linien, sei es durch Rhythmik, Koloraturen oder gar ein konzertierendes Fagott. Stärker noch ließen die ausgewählten fünf Arien und Duette des sich wieder versöhnenden Ehepaares situationsgerechte Kompositionstechnik erkennen, wennschon auch hier manche instrumentale Figuration ziemlich klischeehaft wirkte und die Vokallinien keine besonders eingängige Melodik aufwiesen. Dennoch deutete eine von Graziela Oddone mit tiefreichendem Sopran gestaltete bange Zukunftsahnung der Titelheldin darauf hin, dass Porpora sich auch auf den Ausdruckswert langsamer Tempi verstand, ja, weckte Neugier, wie sich das ein Libretto von Nicolò Giuvo nutzende Junktim von rezitativischer Deklamation, melodischen Formen und buffonesken Anteilen bei fülligerem Orchesterklang, doch noch ohne den für Porpora später so charakteristischen Verzierungsreichtum ausnimmt.

Vergrößerung in neuem Fenster Chani und Nadja Lesaulnier
(Foto: Bernhard Drobig)

Jüngeren Künstlern der Szene, seit 2002 unter dem Ensemblenamen Le Petit Concert Baroque auftretend, begegnete man zu später Stunde im Rokoko-Pavillon des Stiftsparks: Die Geschwister Chani und Nadja Lesaulnier erinnerten mit Bearbeitungen Händelscher Lieblingsmelodien aus Oper und Konzert an die zeitgenössische Praxis, die bei öffentlichen Aufführungen erlebten Ohrwürmer auch im privaten Kreis nachzuvollziehen. Es konnte einem fast den Atem verschlagen, mit welcher Verwegenheit, aber durchdachter und bravouröser Technik sie die Instrumentalpracht von Händels Feuerwerksmusik oder die kurze Battaglia aus seinem Rinaldo auf nur zwei Cembali zu einem orchestralen Vollrausch machten. Und sie schreckten auch nicht vor schwierigsten Opernarien wie etwa dem zehnminütigen «Scherza infida» aus Ariodante zurück, meisterten gerade dieses bei faszinierender Anschlagsqualität geschmack- und gefühlvoll im Erfassen der Gesanglinie wie im Anreichern der Ornamente und Sichern des Bassfundaments. In der Tat, sie reizten die Grenzen des auf dem Cembalo Darstellbaren mit einer zwingend überspringenden Freude voll aus und weckten noch um Mitternacht helle Begeisterung.

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Ricreation d'Arcadia
(Foto: Bernhard Drobig)

Und noch einmal vergaß man fast zu atmen, als die vier jungen Japaner des Ensembles Ricreation d'Arcadia, gegründet 2001, sechs Corelli-Sonaten, eine nach der anderen mit scheinbar unerschöpflichem Differenzierungstalent zu Schmuckstücken empfindsamer Interpretation machten. Fürwahr, die Streicher spielten nicht, sie sangen, wie man es Tartini nachsagte, auch noch in diminuierenden Variationen, und mit einem Augenzwinkern schien der Cembalist der Gruppe auf die Anekdote anzuspielen, derzufolge der Römer mit dem Stil des caro Sassone nicht zurecht kam: Takashi Watanabe spielte William Babell's berühmte Cembalo«aufzeichnung» der mit ausufernden Kadenzen angereicherten Arie «Vo' far guerra» aus Händels Rinaldo mit einer Virtuosität und Klangfülle, die eher an vier und mehr als an zwei Hände denken ließ. Kein Wunder, dass er und seine Kombattanten beim Bonporti-Wettbewerb in Rovereto 2004 sämtliche erreichbaren Preise auf sich vereinigten.

Vergrößerung in neuem Fenster Collegium musicum Den Haag
(Foto: Bernhard Drobig)

Mit Können, Mut und Begeisterung widmete sich auch das 2006 vom Cembalisten und Leiter Claudio Ribeiro gegründete Collegium musicum Den Haag den so unterschiedlichen Stilen der Jubilare Händel, Haydn und Purcell, und reüssierte auf der ganzen Linie. Zwar mochte bei Haydns Sinfonie «Le Soir» nach dem herrlichen Flair des eine abendliche Serenade spiegelnden Andante und nach dem beglückend ruhigen Rhythmus des Menuetts das Presto-Finale «La Tempesta» etwas zu lieblich scheinen, dennoch bezeugten die Künstler hier wie bei Händels Wassermusik und den in ihrer schlichten Liedhaftigkeit so faszinierenden Instrumentalsätzen aus Purcells Schauspielmusiken und Semiopern unmissverständlich, dass hinter allem ein wohldurchdachtes Interpretationskonzept und gutes Gespür für gemeinsames Musizieren stand. Zwei der vielen Höhepunkte waren eine in mitteltöniger Stimmung vorgetragene Fantasia und eine Chaconne Purcell's, bei der man den Klang von Gamben zu hören glaubte, obwohl nur auf Violinen und Violen gespielt wurde. Umso bedauerlicher war es, dass derlei hohe Qualitäten bei einem weiteren, vom Programm her höchst reizvollen Purcell-Konzert in weitläufigen, jedoch stickigen Kellergewölben des Klosters sich ebenso wenig entfalten konnten wie die an sich schön ausgewählten Vokalkompositionen im Vortrag des renommierten Vokalensembles The Sound and the Fury. Schade, jammerschade.

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Gradus ad Parnassum
(Foto: Bernhard Drobig)

Ein Konzert schließlich war ausschließlich Händels großem Zeitgenossen Johann Sebastian Bach gewidmet und brachte eine Wiederbegegnung mit dem in Melk schon oft aufgetretenen Ensemble Gradus ad Parnassum samt seinem Konzertmeister Hiro Kurosaki und dem Cembalisten Wolfgang Glüxam als Solisten. Das Programm umfasste, abgesehen von der ersten Ouvertürensuite drei von Bachs beliebtesten Solokonzerten, das in E-Dur für Violino certato, das Doppelkonzert für zwei Violinen in d-Moll und das für Cembalo certato in f-Moll. Kennzeichnend für die Interpretation dieser Solokonzerte war nicht nur die bis hin zum Doppelgriffvortrag von raschen Septimakkordtreppen hin reichende hohe Virtuosität der Künstler, sondern die angelegentliche Freilegung der Kantabilität von Bachs Themen und ihrer Verarbeitung. Absolute Höhepunkte waren die von Hiro Kurosaki einfühlsam ausgeloteten Abwandlungen des Themas über dem Ostinato des cis-Moll-Andantes im E-Dur-Konzert, Wolfgang Glüxams feinnervige Wiedergabe des melancholisch anmutenden, wohl ursprünglich für ein Melodieinstrument gedachten Soloparts im As-Dur-Largo des Cembalokonzerts und die geradezu magisch in Ruhe und Frieden bannende Verflechtung beider Soloviolinen im F-Dur-Largo des Doppelkonzertes. Wie hier geizten auch in der abschließenden Ouvertürensuite C-Dur alle Ensemblemitglieder nicht mit ihren hohen künstlerischen Qualitäten, zauberten vielmehr im Mit- und Gegeneinander von Streichern und dem sogenannten Lully-Trio – hier besonders warm tönende Oboen und Fagott –, französisches Kolorit herbei und schenkten in Tempi und Ausdruck den vielen paarweisen Tanzsätzen die ihnen eigene Eleganz und Beschwingtheit.


FAZIT

Ein kleines, aber feines Festival.



29. Mai, Stiftskirche

Barockorchester Stuttgart
Kammerorchester Stuttgart
Katherine Manley (Sopran)
Daniel Taylor (Altus)
Thomas Hobbs (Tenor)
Christian Feichtmair (Bass)
Frieder Bernius (Leitung)

Georg Friedrich Händel
Israel in Egypt

*

30. Mai, Kolomanisaal
«Tres faciunt iubilaeum»

Collegium Musicum Den Haag
Claudio Ribeiro (Cembalo & Leitung)

Henry Purcell
Suiten aus The Fairy Queen und King Arthur
Joseph Haydn
Sinfonie «Le Soir»
Georg Friedrich Händel
Water-Musick

*

30. Mai, Stiftskirche

Barucco
Kammerchor der Wiener Singakademie
Andrea Lauren Brown (Sopran)
Markus Brutscher (Tenor)
Günter Haumer (Bass)
Heinz Ferlesch (Leitung)

Georg Friedrich Händel
Alexander's Feast

*

30. Mai, Gartenpavillon
«Notturno I»

Le Petit Concert Baroque
Chani & Nadja Lesaulnier (Cembalo)

Auszüge aus Händels Opern, Oratorien
und Feuerwerksmusik, in der Fassung
für zwei Cembali

*

31. Mai, Kolomanisaal
«Agrippina – Mächtige Frauen Roms»

Ensemble Musica Fiorita
Graciela Oddone (Sopran)
Flavio Ferri Benedetti (Altus)
Makoto Sakurada (Tenor)
Ulrich Messthaler (Bass)
Daniela Dolci (Cembalo & Leitung)

Auszüge aus
Nicola Porpora, Agrippina
Georg Friedrich Händel, Agrippina

*

31. Mai, Stadtpfarrkirche
«Omaggio a Corelli»

Ensemble Ricreation d'Arcadia

Arcangelo Corelli, Sonaten
William Babel, Aria «Vo' far guerra»
aus G. F. Händels Rinaldo
(Cembalo«aufzeichnung»)

*

31. Mai, Barockkeller

«Wein, Weib und Gesang»

The Sound and the Fury
Collegium Musicum Den Haag
Claudio Ribeiro (Cembalo & Leitung)

Vokal- und Instrumentalmusik
von Henry Purcell,
u.a. Auszüge aus The Prophetess, King
Arthur und The Fairy Queen sowie
die Ode «Celestial music»

*

1. Juni, Kolomanisaal
«Das A und O der Musik»

Gradus ad Parnassum Wien
Wolfgang Glüxam (Cembalo)
Catherine Girard-Balssa (Violine)
Hiro Kurosaki (Violine & Leitung)

Johann Sebastian Bach
Concerto per violino certato E-Dur (BWV 1042)
Concerto per Cembalo certato f-Moll (BWV 1056)
Concerto per due violini certati d-Moll (BWV 1043)
Ouverture C-Dur (BWV 1066)

*

1. Juni, Kolomanisaal

La Risonanza
Nuria Rial (Sopran)
Yetzabel Arias Fernandez (Sopran)
Elena Biscuola (Alt)
Krystian Adam (Tenor)
Fabio Bonizzoni (Cembalo, Orgel & Leitung)

Georg Friedrich Händel
Il trionfo del Tempo e del Disinganno

*

Nicht besucht

29. Mai, Gartenpavillon
Festlicher Auftakt

Ensemble Amikal

Festrede (Karl-Heinz Ott)
Triosonaten von Bach und Händel

*

30. Mai, Rathaussaal
«Divertissement Français»

Ensemble Amical

Triosonaten von François Couperin,
Jean-Marie Leclair, Jean-Philippe Rameau

*

31. Mai, Sommersakristei
«Notturno II»

Antanina Kalechyts (Orgel)

Werke von Johann Sebastian Bach,
Paul Hofhaimer, Henry Purcell,
John Stanley und Wilhelm Zimmerhackl




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