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Musikfestspiele
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Herbstfestspiele 2006

Oper, Konzert und Kammermusik im Festspielhaus Baden-Baden


3. bis 9. Oktober 2006

Homepage

Festspielhaus Baden-Baden
(Homepage)
Ein Kessel Buntes

Von Christoph Wurzel / Fotos: Andrea Kremper

Den Reigen der Jahreszeiten - Festspiele 2006 hat das Festspielhaus Baden-Baden im Oktober mit den Herbstfestspielen geschlossen. Von der Oper reichte das Angebot über Sinfonie und Konzert bis hin zu Kammermusik und Solistenkonzert. Der zeitliche Bogen spannte sich vom frühen 18. bis ins 20. Jahrhundert. Stilistisch war die tief ernste Musik ebenso vertreten wie die etwas leichtere Muse ("Granada" als Zugabe von Juan Diego Flórez in seinem Arienabend) , virtuos brillante ebenso wie melancholisch romantische Musik - dazwischen als Hauptwerk Mozarts Don Giovanni in der Übernahme einer Produktion von den Innsbrucker Festwochen in diesem Sommer. Eine bunte Mischung also, bei der ein innerer Zusammenhang kaum zu erkennen und wohl auch nicht beabsichtigt war. Trotz (oder wegen?) des Mozart-, Schostakowitsch- und Schumannjahres gab es kein Motto, höchstens die alte Regel: Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen. Wie verlautet, soll es im Prinzip auch weiterhin so bleiben. In Baden-Baden wird den übers Jahr verteilten Festspielen stets mindestens "eine Opernproduktion auf internationalem Niveau voranstehen. Dazu entwickeln wir jeweils ein abwechslungsreiches Konzertprogramm", beschrieb Intendant Mölich-Zebhauser die Baden-Badener Festspielkonzeption. Konkret sieht das übrigens im Januar bei den Winterfestspielen folgendermaßen aus: Dann stehen 3 Puccini-Opern und ein Orchesterkonzert auf dem Programm, bestritten wieder vom in Baden-Baden beliebten Dauergast Valery Gergiev und seiner Mariinsky-Belegschaft aus St. Petersburg (15. - 21. Januar 2007).

Ein genauerer Blick auf die Programme des Herbstes verrät, dass es innerhalb lebhafter Abwechslung tatsächlich vieles wirklich Interessante zu hören gab. Ein Höhepunkt gleich vorweg: Anna Gourari mit ihrem hochsensiblen Spiel der 24 Préludes von Alexander Skrjabin, in deutschen Konzertsälen selten zu hörende facettenreiche Klavier-Miniaturen des russischen Expressionisten. Die ebenfalls aus Russland stammende Pianistin zeigte bei diesen Stücken die große Bandbreite ihrer pianistischen Kunst. Wie Glenn Gould scheint sie ihren Ausdruckswillen dem Instrument schier einflößen zu wollen, beugt den angespannten Körper über die Tasten, als wolle sie in den Flügel atmen. Zwischen tiefster lyrischen Versenkung und dramatisch virtuoser Geste nahm sie die enorme Sinnlichkeit der Musik Skrjabins auf und ließ sie lebendig werden. Die Wesensverwandtschaft zwischen der Musik des frühen Skrjabin mit derjenigen von Chopin ließ sich schön am Vergleich mit dessen h-Moll-Sonate erkennen, die Gourari als großen dramatischen Spannungsbogen anlegte. Dabei verlor sie nie an Intensität, auch wo sie der epischen Breite der Musik ausgiebig nachgab. Die aus Kasan stammende Mitdreißigerin erwies sich als ein wahres Ausnahmetalent, das vielleicht nicht in der vordersten Reihe der Prominenz unter den jungen Pianistinnen steht, aber gleichwohl in die Riege der gegenwärtig am meisten beeindruckenden Künstlerinnen zu zählen ist.

Vergrößerung in neuem Fenster Juan Diego Flórez

Ein großer Star unter den Tenören der Gegenwart beschloss die Festspiele: Juan Diego Flórez, ein besonders charmanter Ritter des hohen C, der mit einem Arienprogramm zwischen Gluck und Rossini glänzte. In der aufmerksamen Begleitung des SWR Rundfunkorchesters Kaiserslautern unter Christopher Franklin zeigte Flórez die enormen Vorzüge (aber auch die freilich minimalen Grenzen) seiner Sangeskunst. Hervorstechend ist seine perfekte Gesangskultur, die makellose Koloraturtechnik, eine vollkommen überzeugende Phrasierung, das metallisch strahlende Timbre und die sichere Tongebung. So überzeugte Flórez auch am meisten in den virtuosen Belcantoarien wie der des Grafen aus Rossinis "Barbier von Sevilla" oder der mit viel Witz vorgetragenen Arie des Beppe aus Donizettis "Rita", in der ein lustiger Witwer seine wiedergewonnene Freiheit besingt.

Die andere Seite des Gefühls, Orpheés Trauer über den Verlust seiner Euridice vermochte Flórez jedoch nicht ganz so überzeugend zu gestalten. Das Gefühl wirkte doch etwas aufgesetzt und Mozarts Ottavio-Arie "Il mio tesoro" geriet zwar sehr geschmackvoll, aber die innige Wärme fehlte ein wenig. Der Koloratur-Tenor Juan Diego Flórez dürfte aber noch genügend Potential zur Abrundung seiner insgesamt faszinierenden Qualitäten auch in Richtung des Lyrischen haben.

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Olli Mustonen und Daniele Gatti
mit dem Royal Philharmonic Orchestra

Das Orchesterkonzert führte das Royal Philharmonic Orchestra unter seinem Chefdirigenten Daniele Gatti mit einem reinen Beethovenprogramm erneut nach Baden-Baden. Mit dabei war der finnische Pianist (und Komponist) Olli Mustonen, auf seine Art auch ein Ausnahmekünstler. Wenn Anna Gourari ihre expressive Gestik ganz in den Dienst der Musik stellt und deren innerem Geschehen emotionalen Ausdruck zu verleihen versteht, so hat man den Eindruck, dass Mustonen als blendender Selbstdarsteller am Flügel sitzt und mit seinen weit ausholenden Armbewegungen, dem inszenierten Einsatz des Taschentuchs und seiner theatralischen Mimik das Interesse doch eher von der Musik ablenkt. Nun kann man ja wegsehen, wenn einen die genialische Attitüde des Solisten stört, Weghören ist allerdings schwerer.

Wie Mustonen Beethovens G-Dur-Konzert schon einleitete, ließ erahnen, was folgen sollte: eine mit schier unbändigem Ausdruckswillen überfrachtete Interpretation. Allein die ersten fünf Takte der Soloeinleitung des Klaviers, mit "dolce" überschrieben und nur mit wenigen Ausdrucksakzenten versehen, spielte Mustonen derart überpointiert, dass jede Note übergroßes Gewicht erhielt und der kantable Charakter dieser Phrase zu Ungunsten ihrer melodischen Einheit nahezu ganz verloren ging. Hier betonte er gegen den Sinn, dort ließ er einen Ton in urplötzliches Pianissimo fallen, die Staccati formte er extrem, im Legato dehnte er bis ins Übermäßige aus. All dies wie in den ersten 5 Takten weiter im ganzen Konzert, das sich dann tatsächlich auch zum Wettkampf zwischen dem Solisten und dem Orchester auswuchs; denn letzteres versuchte sich ganz offensichtlich und hörbar einer organischen Gestaltung zu widmen. Man musste den Eindruck gewinnen, dass die musikalischen Auffassungen hier doch sehr gegenläufig waren. Hinter dem Gestaltungsmanierismus des Pianisten drohte manch schöne Formulierung im Orchester unterzugehen und man war erleichtert, als nach einem vom Klavier grob hingehauenen 4. Satz auch dieser ausgestanden war.

Dass The Royal Philharmonic Orchestra auch zu hochgespannter und fein ausgefeilter Interpretation fähig ist, bewiesen die Musikerinnen und Musiker in der abschließenden 4. Sinfonie. Daniele Gatti führte sie mit sparsamen, aber präzisen Gesten zu hochpräsentem Spiel und im letzten Satz gelang, was in dieser Musik die Faszination ausmacht, die musikalische Entwicklung auf den Höhepunkt hin auszurichten und den Spannungsbogen aus einen einzigen Gestus zu entwickeln.

Vergrößerung in neuem Fenster Christian Poltéra

An den Sonntagen der Festspiele stehen regelmäßig Kammermusik-Matineen auf dem Programm, die meistens zu den musikalischen Höhepunkten gehören, auch weil hier abseits von Starallüren und allzu viel gesellschaftlichem Drumherum einfach nur musiziert wird - und in diesem Fall sehr gut musiziert wurde. Mit der 2. Bachschen Solosuite und zwei romantischen Sonaten stellte sich der 29jährige Schweizer Cellist Christian Poltéra erstmals in Baden-Baden vor. Die d-Moll-Suite gleich am Anfang des Programms zwang zu intensivem Zuhören und vernehmen konnte man ein zwar verhaltenes, aber emotional hochbeteiligtes Spiel, das die tiefe Innerlichkeit der Bachschen Musik erfahrbar machte. In den Menuets trat der ursprünglich höfische Ton ganz hinter den intim privaten zurück und in der Gigue zeigte sich Poltéra nicht als kalter Virtuose, sondern als vitaler Rhetoriker auf den Saiten und bewegte sich souverän jenseits aller technischen Schwierigkeiten.

In der 2. Cellosonate von Mendelssohn und der A-Dur - Sonate von César Franck, als Transposition der gleichnamigen Violinsonate, trat die russische Pianistin Polina Leschenko als Begleiterin hinzu. Im Duo erwiesen sich die beiden Musiker als perfekte Zusammenspieler. Die Mendelssohn-Sonate nahmen sie mit hinreißendem Schwung, was sogar nach dem 1. Satz spontanen Zwischenbeifall provozierte. Mit Witz und Raffinesse erfüllten sie das Allegretto scherzando. Wunderbar feinfühlig gestaltete die Pianistin die Einleitung zum Adagio, in das der Cellist mit sehrenden Kantilenen einstimmte: pure Romantik, pure Schönheit. Kraftvoll bis in jede Note gelang der letzte Satz bis hinein in die furiose Coda: eine elegante, lebenssprühende und virtuose Interpretation.

In dem gehaltvollen Werk von César Franck legten die Musiker die vielfältigen inneren Motivbezüge frei und gaben gleichzeitig der hohen Expressivität dieses opulenten spätromantischen Werks breiten Raum. Als Zugabe rundete Chopins Opus 3 "Introduktion und Polonaise" das vielseitige Programm ab und zeigte nochmals ganz deutlich die Vorzüge beider Solisten - das eloquente Spiel des Cellisten und die empfindsame und hellwache Begleitung der Pianistin.

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Max Emanuel Cencic, Simone Kermes,
Venice Baroque Orchestra unter der Leitung von Andrea Marcon

Eines hatten die beiden Opernaufführungen "Andromeda liberata" und "Don Giovanni" auf jeden Fall gemeinsam, die am Ideal der historischen Interpretation orientierte musikalische Gestaltung und eine im Ganzen hervorragende Sängerschar.

Mit der konzertant gebotenen Opernserenade "Andromeda liberata" wurden die Festspiele eröffnet. Das Werk wird Vivaldi zugeschrieben, obwohl nur eine Arie mit Sicherheit aus seiner Feder stammt. Möglicherweise handelt es sich aber auch um eines der vielen Pasticcios, die in dieser Zeit üblich waren, um den hohen Bedarf an Opernwerken zu stillen. Mag es also ein Gemeinschaftswerk mehrerer Komponisten oder eine Pastete aus den Zutaten unterschiedlicher schon vorhandener Opern sein, was da im Jahre 1726 in Venedig zu Ehren eines Kardinals aufgeführt worden war, dieser zweiaktigen Opern-Serenade ist es nur zum Vorteil geraten, dass sie stilistisch so vielseitig und musikalisch abwechslungsreich geraten ist.

Die Handlung ist für die Zeit sogar verhältnismäßig überschaubar. Es geht um die von Perseus aus der Gefangenschaft befreite Andromeda, die von ihrem Retter zwar geliebt wird, diesen aber verschmäht, weil sie einen anderen liebt, der aber wiederum sie nicht liebt. Natürlich wendet sich alles zum Guten und die Oper endet im Jubel der Erkenntnis, dass ein treuer Liebhaber, der nur genügend standhaft ist, schließlich doch sein Ziel erreicht. Dies gibt reichlich Gelegenheit zu virtuosen Arien, die schönste mit einer die Gesangslinie kunstvoll verzierenden obligaten Violinstimme, was als untrügliches Zeichen für Vivaldis Autorenschaft gewertet wird. Aber auch die Rezitative wurden in dieser Aufführung liebevoll und feinsinnig ausgeziert und mit musikalischem Leben gefüllt. Die exquisite Sängerequipe um die atemberaubend stimmgelenkige Simone Kermes als prima inter pares blieb der vokalen Artistik dieser Musik nichts schuldig. So wurden die melodischen Endlosschleifen der Da-capo-Arien zur Lust und die reichlich kredenzten Verzierungen zu Ohrenschmeichlern. Das Venice Baroque Orchestra - schade, dass es keinen so klingenden Namen hat wie die "Sonatori della Gioiosa Marca", bei denen der Dirigent des Abends Andrea Marcon früher selbst einmal gespielt hat - gehört inzwischen wie letzteres auch zu den führenden Barockensembles Italiens. Marcon ließ die Musik federn und fließen und einen temperamentvollen Barockswing entstehen, der diese Aufführung zu einer rundum gelungenen machte.

Vergrößerung in neuem Fenster Don Giovanni
Von links nach rechts: Sunhae Im (Zerlina), Nikolay Borchev (Masetto),
Malin Byström (Donna Anna), Werner Güro (Don Ottavio), Johannes Weisser (Don Giovanni),
Alexandrina Pendatchanska (Donna Elvira), Marcos Fink (Leporello)

Festspielformat hatte Mozarts Don Giovanni in der in Baden-Baden gebotenen Produktion eher in musikalischer als in szenischer Hinsicht. René Jacobs und das Freiburger Barockorchester versprachen höchstes Niveau, konnten die Erwartungen jedoch nicht ganz erfüllen. Musiziert wurde mit großer technischer Souveränität, klangschön und farbenreich. Die Partitur war durchhörbar und überaus differenziert gestaltet. Allerdings hatte Jacobs schon im Vorfeld bekundet, dass er eine übermäßige Dämonisierung in der Interpretation dieser Oper für einen Irrtum des 19. Jahrhunderts halte und sie näher an die Commedia dell´arte gerückt sehen wolle. Etwas allzu neutral blieben dann aber in der Aufführung so manche Passagen, deren dämonische Dramatik eigentlich kaum zu überhören ist, wie die chromatischen Streicherfiguren in den Anfangstakten der Ouvertüre oder die donnernden Schreckensakkorde vor dem Auftritt des Komturs im Finale des 2. Aktes. Aber auch in der Tempowahl stieß die musikalische Interpretation mitunter in ungewohntes Terrain vor. Jacobs nahm Zerlinas "Batti, batti" - Arie ganz und gar nicht als ein Andante grazioso, sondern vielmehr als flottes Allegretto und manche Nuance kam dabei ein wenig zu kurz. Ein schöner Trend, der sich spätestens im Mozartjahr vielerorts Bahn gebrochen hat, wurde auch hier praktiziert: Die frühere Missachtung der Rezitative als mechanisch heruntergespulter Text war einer dramatischen Ausgestaltung des Handlungssinns gewichen und anstelle des ehedem staubtrockenen Cembalogeklimpers begleitete das Hammerklavier unter den oftmals witzigen Kommentaren des Continuo-Cellos beredt und frisch.

Für diese Produktion waren vornehmlich junge Sängerinnen und Sänger verpflichtet worden, die ihre Rollen wohl auszufüllen vermochten. Und auch gegen die Zurückhaltung des Dirigenten und eine nicht besonders auf psychologische Profilierung setzende Regie gelang vor allem den Frauen manch überzeugende Ausdrucksgestaltung ihrer Arien. Malin Byström bewies sich als Donna Anna mit einer zur hochdramatischen Steigerung fähigen Stimme, im Spiel allerdings neigte sie etwas zur hysterischen Übertreibung. Als Donna Elvira glänzte Alexandrina Pendatchanska mit einer breiten Palette ihres stimmlichen Ausdrucksvermögens. Die Rolle der Zerlina war von der Regie als naives Dummchen allzu überpointiert, Sunhae Im sang allerdings schön und ohne Künstlichkeit.

Unter den Herren machte stimmlich der Diener (Marcos Fink als Leporello) seinem Herrn ( Johannes Weisser als Don Giovanni) erheblich Konkurrenz. Der recht junge Sänger des adligen Wüstlings bestach zwar durch kultivierten Gesang und eine schöne Stimme, die erotische Ausstrahlung jedoch hielt er sehr auf Sparflamme. Der etwas ältere, offensichtlich erfahrenere Leporello-Darsteller bewegte sich viel selbstverständlicher, freier und mit dem nötigen Schuss Humor in seiner Rolle. Don Ottavio war in Gestalt des schön und edel singenden Werner Güra ein zumeist kühl distinguierter Gentile, der stimmlich aber durchaus auch seine Emotionen erkennen ließ. Als Komtur hatte Alessandro Guerzoni von der Regie keine so dankbare Rolle zugewiesen bekommen. Dieser Figur fehlte es an eben dem, was hier eliminiert worden war, an der mystischen Aura des steinernen Gastes. Denn er kam nicht aus einer anderen, jenseitigen Welt, sondern aus der Tiefe des Zuschauerraums, was das Finale des Dramas entzauberte und allzu profan werden ließ.

Insgesamt nahm die Regie diese zwischen erschütternder Dramatik und um die menschlichen Schwächen wissender Komik changierende Oper zu sehr auf die leichte Schulter. Viel von Da Pontes und Mozarts Realismus ging in dieser trockenen Inszenierung verloren. Auch das schlichte Bühnenbild ließ eine angemessene Atmosphäre kaum aufkommen. Gespielt wurde in einer stilisierten Häuserlandschaft, einer halbierten Schneekugel gleich, die im zweiten Akt mit ihren Gerüsten und Stützelementen zu sehen war. Viel wurde auch vor dem Vorhang agiert, was die Spannung nicht gerade erhöhte. Die edlen Kostüme waren vom Modezar Christian Lacroix entworfen worden, trugen aber zum Verständnis der Handlung nicht wesentlich bei. Don Giovanni war in farblich raffiniert abgestimmte Schwarz, Gold und Rottöne im Stil des Ottocento gekleidet, alle Übrigen in zeitlos modernes Schwarz-weiß. Andernorts wurde Mozarts Meisterwerk schon packender und interessanter gesehen.


FAZIT

Ein Festspielreigen der inhaltlichen und qualitativen Vielfalt.

Die Programme:


3. Oktober 2006:

Antonio Vivaldi:
Andromeda Liberata
Opern-Serenade
- konzertante Aufführung -

Musikalische Leitung: Andrea Marcon

Mit Simone Kermes (Andromeda)
Max Cencic ( Perseo) Ruth Rosique (Cassiope)
Romina Basso (Meliso)
Mark Tucker (Daliso)
Venice Baroque Orchestra


5. Oktober 2006:

Anna Gourari, Klavier

Frédéric Chopin
Sonate für Klavier Nr. 3 h-Moll Op. 58

Alexander Skrjabin
24 Préludes Op. 11
Fantasie h-Moll Op. 28


4., 6. und 8. Oktober 2006:

Wolfgang Amadeus Mozart:
Don Giovanni
(Wiener Fassung)

Musikalische Leitung:
René Jacobs
Inszenierung:
Vincent Boussard
Bühnenbild:
Alain Poisson
Kostüme:
Christian Lacroix

Johannes Weisser (Don Giovanni)
Marcos Fink (Leporello),
Malin Byström (Donna Anna)
Alexandrina Pendatchanska (Donna Elvira)
Sunhae Im (Zerlina)
Nikolay Borchev (Masetto)
Werner Güra (Don Ottavio)
Alessandro Guerzoni (Il Commendatore)

Innsbruck Festival Chorus
Freiburger Barockorchester
- Koproduktion mit den Innsbrucker Festwochen -


7. Oktober 2006 :

Royal Philharmonic Orchestra London

Olli Mustonen, Klavier

Musikalische Leitung:
Daniele Gatti

Ludwig van Beethoven:
Egmont - Ouvertüre
f-Moll Op. 84

Konzert für Klavier und Orchester
Nr. 4 G-Dur Op. 58

Sinfonie Nr. 4 B-Dur Op. 60


8. Oktober 2006:

Christian Poltéra, Violoncello
Polina Leschenko, Klavier

Johann Sebastian Bach:
Suite für Violoncello solo
Nr. 2 d-Moll BWV 1008

Felix Mendelssohn Bartholdy:
Sonate für Violoncello und Klavier
Nr. 2 D-Dur Op. 58

César Franck:
Sonate für Klavier und Violine A-Dur (1886)
in der Bearbeitung für Violoncello und Klavier


9. Oktober 2006:

Juan Diego Flórez, Tenor
SWR Rundfunkorchester Kaiserslautern
Musikalische Leitung: Christopher Franklin

Ouvertüren und Arien
aus Opern von Wolfgang Amadeus Mozart,
Gioacchino Rossini, Christoph Willibald Gluck
und Gaetano Donizetti






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