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Poro, Re dell' Indie

Dramma per musica in drei Akten HWV 28
von Georg Friedrich Händel

Zweite Fassung November/Dezember 1731
nach einem Libretto von Antomio Salvi
(Textverfasser unbekannt)

In italienischer Sprache

Aufführung am 7. Juni 1998
während der Händel-Festspiele in Halle 1998
im Opernhaus Halle


Von Gerhard Menzel / Fotos von Gerd Kiermeyer




Poros bunte Märchenwelt


Foto: Halle/Poro

Nach der - wegen der Erkrankung von Patricia Spence - ausgefallenen Eröffnungspremiere klappte es beim zweiten Anlauf dann doch noch: Händels Poro komplett und mit Szene.

Die Szene dominierte dann auch über weite Strecken den Abend. Bunte Dekorationen in wechselnden Bildern und phantasievolle Kostüme sorgten für Abwechslung und einen reibungslosen Geschehensablauf. Mike Ashman liess die Figuren sich darin mehr oder weniger geschickt agieren. Wenn auch nicht von einer bedeutungsvollen Personenregie gesprochen werden kann, so gelang es ihm auf jedenfall, die Handlung so weit es geht verständlich nachzuerzählen, was ja für den Verbleib der Oper im "normalen" Repertoire des Opernhauses eine wichtige Komponente bildet. Die Kostümierung von Patricia Spence war dabei so überzeugend, dass man ihr den König bzw. den Mann vorbehaltlos abnahm. Auch stimmlich war ihr Poro durchaus hörenswert.

Foto: Halle/Poro

Der eigentliche "Star" der Aufführung war jedoch Romelia Lichtenstein als Königin Cleofide. Ihre wunderbare Stimme und ihr musikalischer Ausdrucksreichtum gaben der Produktion jenen Glanz von Besonderheit, die dieser Produktion leider grösstenteils abging. Das lag allerdings weniger an den weiteren Protagonisten Rufus Müller (Allessandro), Ulrich Studer (Timagene), Sally Bruce-Payne (Erissena) und Nicholas Hariades (Gandarte), als an der etwas blassen musikalischen Umsetzung von Paul Goodwin, der die Qualitäten des Händelfestspielorchesters weitgehend nicht nutzte (eine ähnlich schwache Leistung übrigens, wie bei Aggrippina bei den diesjährigen Händel-Festspielen in Karlsruhe).



FAZIT

Keine grosse, aber eine hübsch anzusehende Produktion der Händel-Festspiele in Halle 1998.

Händel Festspiele in Halle - Logo

Musikalische Leitung
Paul Goodwin

Regie
Mike Ashman

Ausstattung
Bernard Culshaw


Solisten

Cleofide
Romelia Lichtenstein

Poro
Patricia Spence

Erissena
Sally Bruce-Payne

Gandarte
Nicholas Hariades

Allessandro
Rufus Müller

Timagene
Ulrich Studer


Händelfestspielorchester
des Opernhauses Halle



Foto: Halle/Poro

Patricia Spence (Poro) und
Romelia Lichtenstein (Cleofide)



Foto: Halle/Poro

Sally Bruce-Payne (Erissena) und
Nicholas Hariades (Gandarte)





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