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OMM-Forum

Archiv 1995 - 2003





31.12.2003
(zu unserer Besprechung von Der Ring des Nibelungen als Gastspiel des Mariinsky-Theaters am Festspielhaus in Baden-Baden)
Dem Fazit, der von Ihnen beschriebenen Aufführungen kann ich mich nach dem Genuss des "Ring des Nibelungen" ohne Abstriche anschließen. Leider kein Gewinn für die hochgesteckten Ziele des Festspielhauses. Schade!
Freundlicher Gruß,
K.H.Mergen
Karlsruhe
kontakt@hemergen.de



4.12.2003
(zu unserer Besprechung von L' elisir d'amore in Köln)
Ich habe nicht die Premiere gesehen, sondern die zweite Aufführung. Ihrer Einschätzung kann ich nur in Teilen folgen. Die Inszenierung von Helmut Lohner insgesamt finde ich sehr gelungen, dito Bühne, Beleuchtung, Kostüme etc. Die orchestrale Umsetzung von Dovico fand ich ebenfalls z.T. etwas bemüht und sicher verbesserungsfähig - was ja noch kommen kann. Weikls Dulcamara hat mir sehr gefallen, und Vergleiche zu zahlreichen anderen auf Bühne und Platte von mir wahrgenommenen Dulcamarass hält er mühelos Stand, auch habe ich auch an seinem Parlando-Stil nichts auszusetzen. Es gab nichts, was mich an seinem Spiel gestört hätte. Ich bin sehr froh, dass so ein großer und renommierter Sänger in Köln mit dabei ist.
In der von mir gesehenen Aufführung "schwächelte" Wolfgang Bünten nicht die Spur, hat mich voll überzeugt und war auch in der Rolle recht glaubwürdig. Von Luis Ledesma, den ich bei der vorangegangenen Matinee hören konnte und begeistert war von seinem wunderbaren Stimmaterial bei Klavierbegleitung, war ich ein ganz wenig enttäuscht. Schauspielerisch war sicher mehr aus der Rolle zu machen, und seine Stimme fand ich etwas schwächelnd, "nichtsdestotrotz" von wunderschönem Timbre, weshalb ich dennoch glaube, dass er seinen Weg machen wird. Er ist noch sehr jung und kann noch Erfahrung sammeln und lernen. Viola Zimmermann machte was aus ihrer kleinen Rolle, aber Star des Abends war I.Martinez mit ihrem wunderbaren lyrischen Sopran, nuancenreich und kraftvoll - sie erntete zu Recht die meisten Bravos. Als Freund der italienischen Oper und nicht zuletzt Donizettis werde ich im nächsten Jahr nochmals eine Aufführung des Liebstranks besuchen und mich überraschen lassen.
Reiner Kausen, Hürth
STABIKGmbH@aol.com



2.12.2003
(zu unserer Besprechung von L' elisir d'amore in Köln)
Guten Tag Herr Menzel,
ich freue mich sehr über ihre Kritik vom Liebestrank.
Es ist selten genug, dass das Licht wahrgenommen und in Worte gefasst wird. Ich hoffe, sie werden weiterhin so weit- und umsichtig ihre Kritiken schreiben.
Gruß,
Guido Petzold
petzold@mac.com



26.11.2003
Anything goes im MIR in Gelsenkirchen
Ich habe das Musical am letzten Freitag in Gelsenkirchen
gesehen und kann nur sagen: Hut ab!
Was dort geboten wurde, hat von Anfang bis Ende Spaß gemacht. Das war Unterhaltung pur. Toll wie man Boulervardtheater und Musical hier unter einen Hut gebracht hat.
Übrigens hat mich die Karte 7,50 Euro gekostet. Dafür bekommt man bei den diversen Musicalproduktionen in Deutschlands Großstädten gerade mal ein Glas Wein. Ich werde mir das Musical noch einmal anschauen.
Thomas aus Marl
thomas.nennstiel@freenet.de



11.11.2003
TheaterKonzert von Mauricio Kagel
Als Abonnent an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf sind wir mehr oder weniger zwangsweise in diese Aufführung geraten: eine Zumutung! Eigentlich wartete ich stets darauf, dass Harpe Kerkeling auf die Bühne tritt und seinen "Hurz" ausruft. Dann hätte es wenigstens noch etwas zum Schmunzeln gegeben. (Betrifft nur den ersten Teil, weil wir uns den Rest nicht mehr antun wollten - wie der überwiegende Teil des Publikums)
R. Remmele
Rohrhandel@ish.de



8.11.2003
Guten Tag, meine Damen und Herren,
ich finde die Oper Carmen total herzzerreißend...
Ich bin immer wieder traurig, wenn ich Carmen sehe - ich bin 13 Jahre alt und habe letztens zum ersten Mal Carmen gesehen, und ich hab es von Anfang an gemocht. Die aus meiner Klasse verkloppen mich deshalb immer, sie meinen ich sollte lieber Eminem oder Britney Spears hören - aber ich hör nicht auf diese Menschen, die keine Ahnung haben...
Also auf Wiedersehen
Ihr Torbren-Hendrick von Aahren
Bonofanine@aol.com



30.10.2003
(zu unserer Besprechung von Macbeth in Bonn)
Mir scheint, der Kritiker und ich haben nicht die gleiche Produktion gesehen und gehört! Zweimal habe ich mir den Bonner "Macbeth" jetzt schon angesehen und stehe mit ungläubigem Staunen vor einer Kritik, die nicht nur die wesentlichen Gedanken der Inszenierung völlig verfehlt, sondern überdies über die musikalische Qualität der Aufführung herzieht, obwohl diese grandios war.
In den beiden Aufführungen, die ich besucht habe, war gerade Peter Danailov mit der Titelrolle keineswegs überfordert - er überzeugte restlos. Wenn der Kontakt zwischen Dirigent und Bühne bei der Premiere so schlecht war, wie der Kritiker schreibt, dann kann ich nur annehmen, dass die Beteiligten in den wenigen Tagen bis zur zweiten Aufführung permanent geprobt haben, denn auch von diesem angeblichen Mangel der Aufführung war nichts zu merken. Ganz im Gegenteil: Roman Kofman stellte sich stets ideal auf die Bedürfnisse der Sänger ein.
Was die Inszenierung angeht, kann man sicherlich geteilter Meinung sein. Aber Frau Nemirova hat nie gegen die Musik inszeniert! Der Kritiker wirft ihr platte Aktualisierungen vor und beschwert sich dann über Stellen, die ihm nicht aktualisiert genug erscheinen. Tatsächlich sehe ich in der Inszenierung nicht das Bedürfnis, die Ereignisse um jeden Preis zu aktualisieren. Vielmehr schafft die Regisseurin eine schwierige Balance zwischen Verortung der Handlung in unserer Gegenwart und verstörenden Elementen eines höheren Abstraktionsniveaus. Hierher gehört der mit Clownsnasen und roten Luftballons ausgestattete Mörderchor im zweiten Akt (übrigens erscheint beim Bankett der Sänger des Banco selbst und keine ihm ähnliche Puppe) und auch die erstaunliche Veränderung von Macbeths Äußerem zwischen dem dritten und vierten Akt. Die Aufmachung der Mörder scheint mir in engem Bezug zur Musik zu stehen, denn der Mörderchor ähnelt einem Kinderlied - die Musik spricht hier allenfalls vereinzelt bei den Ausrufen "Trema Banco" von einer gefahrvollen Situation. Bedrohlich wird die Lage erst, als die Clowns Banco und seinen Sohn einkreisen. Die Szene ist nicht einfach, zumal es dramaturgisch kaum verständlich ist, warum die Mörder ihren Auftrag nicht ausführen, bevor Banco seine Arie beendet hat, aber durch diese Verbindung von scheinbar harmlosen Fratzen und tödlicher Gefahr ist der Regisseurin eine durchaus stimmige Lösung gelungen.
Im vierten Akt steht Macbeth in dieser Aufführung, anders als im Stück vorgegeben und auch anders, als es "realistisch" wäre, den angreifenden Truppen ganz allein gegenüber. Diese hoch symbolische Aussage steht unmittelbar neben einem weiteren, indem Macbeth auf u.a. kommunistische Machthaber verweist, die unter der Last der Orden schon zusammenzubrechen scheinen. Seine Gegner haben leichtes Spiel, und es wird bereits deutlich, dass sich im Grundsatz nicht viel ändern wird. Auch das Verhältnis der Eheleute Macbeth scheint mir sehr intensiv ausgeleuchtet zu sein - so intensiv das möglich ist, wenn man nicht, wie in Dietrich Hilsdorfs Wiesbadener Inszenierung das Stück rund um eine Fehlgeburt der Lady und damit um ihre Obsession aufgrund ihrer Kinderlosigkeit aufbaut. Alle Sänger hatten in dieser Aufführung nicht nur zu singen, sondern auch zu schauspielern - und keiner und keine der Beteiligten braucht sich in dieser Hinsicht zu verstecken. Die Einfälle von Frau Nemirova hätten wahrscheinlich auch für drei Inszenierungen gereicht, aber so, wie er jetzt zu sehen ist, ist der Bonner "Macbeth" nie langweilig und bietet viel Stoff zum Nachdenken. Das ist in meinen Augen nicht das schlechteste, was man über einen Opernabend sagen kann.
Ernst Maresch, Bonn
uzso9d@uni-bonn.de



19.10.2003
(zu unserer Besprechung von Les Troyens in Mannheim)
Ich muss der enthusiastischen Rezension von Herrn Tillmann uneingeschränkt zustimmen. Die Mannheimer "Trojaner" sind ein glänzender Beginn der neuen Spielzeit. Da Herr Tillmann kein "Stammkunde" in Mannheim ist, kann ich vielleicht die Produktion etwas besser in die Tradition der letzten Jahre dieses Opernhauses einordnen.
Fangen wir mit der Sensation an: Dass das Orchester so großartig spielt, ist wahrlich keine Selbstverständlichkeit. Da gab es schon viele so genannte Repertoirevorstellungen, die musikalisch nur noch peinlich waren. Entsprechend geht man mit großen Vorbehalten in die Vorstellung (insbesondere wenn man weiß, dass GMD Adam Fischer nicht dirigiert). Und dann diese großartige Vorstellung von Axel Kober: perfektes Zusammenspiel, hervorragende Klangbalance, wunderschöne Mischklänge, kluge Tempi und ein Orchester, das dem jungen Leiter gehorcht!
Auch die Sängerbesetzung wird von Thomas Tillmann hoch gelobt, diese Qualität sind wir in Mannheim allerdings gewöhnt. Nach meinem Eindruck übertrifft sie häufig die "großen" Häuser in Berlin, München, Hamburg, Köln, Wien.
Wenn sich das Mannheimer Nationaltheater jetzt auch an das "Regietheater" herantraut, wie es Sebastian Baumgarten verkörpert, geht es nach meiner Meinung den richtigen Weg. Ein Teil des Publikums wird natürlich nicht einverstanden sein (in der gestrigen Vorstellung, die nicht die Premiere war, gab es "Regie-Buhs" nach dem 2. Akt), andererseits werden Aufführungen wie "Les Troyens" Zuschauer aus weiterer Umgebung anziehen und außerdem endlich einmal Mannheim in der überregionalen Presse präsent machen.
Ich kann jedem Opernfan diese Produktion nur wärmstens empfehlen, ein sehr langer aber nicht langweiliger Opernabend mit einem Stück, das man in seinem "Opernleben" nur selten zu hören bekommt.
Thomas Krooß
thomas.krooss@web.de



16.10.2003
.....ich bräuchte bitte dringend Informationen über die VIER LETZEN LIEDER von Richard Strauss. Bitte, falls mir jemand weiterhelfen kann, ich bin für alles dankbar!! Es soll eine Oper davon geben oder so ähnlich......????
MFG
Tanja Hofer
tanchi@mail.com



16.10.2003
(zu unserer Besprechung der Lulu in Frankfurt)
Sehr geehrtes OMM,
Besten Dank für Ihre tolle Kritik der LULU in Frankfurt. Ich habe bisher vier Vorstellungen gesehen und schaue mir auch die restlichen vier noch an! Die Inszenierung, Kostüme , Regie und vor allem die Sänger sind ausgezeichnet. Allen voran J. Lascarro als Lulu mit einer flexiblen, koloraturgewandten Stimme, die das jugendlich-naive Mädchen bis zur Dirne sehr anschaulich darstellt - und ganz fix im Umziehen ist!
Ihr zur Seite Dr. Schön von Terje Stensvold mit markanter,interessanter, auftrumpfender Stimme und Persönlichkeit, ebenfalls sehr wandelbar; später auch noch als Jack the Ripper. Eine packende Sache!
Man kann sagen das ganze Ensemble ist sehr gut, Gratulation. Und bitte mehr solcher ansehbaren Inszenierungen!
Mit vielen Operngrüssen von
Marguerita Tacken
Marguerita.Tacken@arbeitsamt.de



7.10.2003
(zu unserer Besprechung von A Day Close to Summer und Dido und Aenaeas in Baden Baden)
Die Kritik zur Baden-Badener Premiere kann ich nur unterstreichen, besonders, was die "Vorspeise" betrifft. Ich war wegen des Filetstücks gekommen und nicht unbedingt auf ein amuse gueule gefasst - in Form einer lauwarmen Beutel-Frühlingssuppe, darin etliche Trockenerbsen und vereinzelt Spargelspitzen, die es leider restlos auszulöffeln galt, sonst gab es kein Filet.
Dies dauerte eine Stunde, und die Magennerven rebellierten, saures Aufstoßen trübte trotz des in der Pause genossenen Bitter Lemons den Genuss der Hauptspeise für die ersten Bissen... Es siegte letztendlich die Qualität des Fleisches dank der Zubereitung des 5 Sterne-Koches und des überaus professionellen Kellnerstabes, so dass ich das Dargebotene doch noch genießen konnte.....
Dank sei Purcell, Dank den Musikern und Hengelbrock!
Isolde Lang
Isolangxx@aol.com



4.10.2003
Hallo!
Ich suche Rezensionen zu der Aufführung "Tristan und Isolde" 1993 im Bayreuther Festspielhaus, Leitung Heiner Müller.
Ich hoffe, jemand kann mir weiterhelfen.
Vielen Dank!
Gabi
KiwuKiwu18@aol.com



29.9.2003
(zu unserer Besprechung von Macbeth in Bonn)
Ihre Kritik liest sich wie ein gutgemeinter Beitrag zu dem Thema "wie schaffe ich es, eine gute Aufführung für ein interessiertes Publikum mies zu machen". Die musikalische Seite der Bonner Produktion ist einfach hervorragend, gerade die Solisten und die Chöre sind exellent einstudiert. Roman Kofmann am Pult ist ein wahrer Glücksfall für dieses frühe Verdi-Meisterwerk, der nicht durch die Partitur holpert sondern mit Rücksicht auf die Sänger ein faszininerenden, ausgewogenen Klang zwischen Graben und Bühne erzeugt.
Und eins lässt sich über diese Aufführung bestimmt nicht sagen: dass sie langweilig ist! Sicher hat die junge Vera Nimorova noch das Problem, sich von einigen (gerade im ersten Akt) entbehrlichen Ideen zu trennen, aber gerade die von ihnen grundlos vernichtete "Mörderszene" ist ein gutes Beispiel dafür, wie gelungen und mit viel Phantasie Frau Nimorova ans Werk geht. Sie versteht es, den Chor effektvoll in Szene zu setzen und nicht nur als lebende Kleiderständer in den Hintergrund zu stellen (wie es beim letzten Bonner "Macbeth" unter Riber zu sehen war).
Auch die Bankettszene zeigt, ohne zu tief in die Psychokiste zu greifen, ein schlüssiges Konzept das mich sehr beeindruckt hat. Gewiss, man muss nicht mit allen Ideen einverstanden sein. Aber diese Produktion beweist, das Musiktheater lebendig ist und nicht in ein Museum gehört. Musikalisch kann sie sich auf jeden Fall behaupten und lohnt auch eine weitere Anfahrt allemal! Ich empfehle allen Lesern, sich die Kritik der WDR-Lokalzeit Köln anzuschauen!
Johannes Grünwald, Bonn
unc10032@uni-bonn.de



14.9.2003
(zu unserer Besprechung der Carmen in der Arena AufSchalke)
Sehr geehrte Damen und Herren,
die in Ihrem Artikel gemachten Ausführungen bezüglich der o.g. Veranstaltung können wir nur bestätigen. Sicherlich, die Inszenierung war gut und das Ensemble sowie die Neue Philharmonie Westfalen exzellent. Jedoch war die Tontechnik katastrophal und zwar nicht nur "unter dem Dach". Die tontechnische Anlage war dermaßen schlecht eingestellt, dass die Sprechszenen wegen des extremen Widerhalls so gut wie nicht zu verstehen waren und die gesangliche Leistung, besonders der Solisten, nur noch verzehrt wahrnehmbar war (leider!).
Somit hatte die tontechnische Leistung nicht mal mehr das Niveau einer Laienaufführung - bei einem Kartenpreis von 115 Euro und einem Platz in der ersten Reihe (direkt hinter der Philharmonie) eine Unverschämtheit! Die Produktionsfirma "Companions" hat musikalisch mit dieser Aufführung sicherlich alles andere als eine Glanzleistung vollbracht und somit wurde in Kenntnis der Aida-Aufführung die Vorfreude auf eine tolle Veranstaltung derbe enttäuscht.
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Holger Hendrix, Dörthe Henkel, Dr. Antje Henkel,
Essen, Bottrop, Heiligenhaus
holger_hendrix@hotmail.com



27.8.2003
Guten Tag,
nachdem mit wenigen Ausnahmen die Opernhäuser die Aufführungen jeweils in der Originalsprache bringen, hat man keinen Bezug mehr zum deutschen Text, es sei denn im Laufband ist eine Stichwort-Übersetzung zu lesen.
Wer kann mir eventuell Websites nennen, auf der man Übersetzungen italienisch-deutsch findet?
Vielen Dank für einen Hinweis.
Mit freundlichem Gruß,
Klaus Meisen
klaus.meisen@t-online.de



24.8.2003
Zur Rigoletto-Premiere in Verona
Die neue Rigoletto-Produktion in der Arena di Verona ist eine Wiederbelebung der Produktion von Ettore Faginoli von 1928, eine bewusste Antwort an die anglosächsischen und deutsche Tendenz in der Opernregie, eine monumentale, spektakuläre, realistische Nachbildung des Ambiente des Operngeschehens in Mantova. Der Bühnenbilder Maestro Rafaele del Salvio hat alle Möglichkeiten der natürlichen und etwas abstrakten Bühne der Arena genutzt und mit architektonischer, suggestiver Rekonstruktion und durch minutiöse Details große Effekte und Perspektiven geschaffen. Auch der Regisseur Ivo Guerra hat ein paar effiziente Innovationen gezeigt.
Was die künstlerische Interpretation betrifft, waren auf dem Plateau drei authentische Belcanto- Meister, auf die die Arena stolz sein kann: Leo Nucci, Marcelo Alvarez und Elena Mosuc.
Leo Nucci hat noch einmal seine totale Identität mit seiner seit Jahren gewordenen Paradenrolle Rigoletto gezeigt, mit großem schauspielerischen Talent und sehr kultivierter, generöser Gesangskultur. Bei Marcello Alvarez spürte ich anfangs bei seiner Stimme zu viel Druck. Am Ende war ich total begeistert von seiner schön timbrierten Tenorstimme, der leichten Phrasierung, Spontaneität, beeindruckenden Musikalität und Bühnenpräsenz. Ich halte ihn neben J.D.Florez für einen der bedeutendsten Tenorstimmen unsere Zeit, die von den Medien noch nicht verdorben sind.
Elena Mosuc als Gilda war die große Abendneuheit. Ihre Stimme ist runder und kräftiger geworden, so dass sie mit ihrer bekannten phantastischen Sicherheit in den Koloraturen und himmlischen Piani einen großen Durchbruch in der Arena di Verona geschafft hat.
Bei dieser Rigoletto-Vorstellung gab es leider auch schwache Momente beim Rest der Besetzung, besonders von Riccardo Ferrari/Monterone. Mario Luperi/Sparafucille und Sara Pugna/Maddalena haben ihre Präsenz in dieser Produktion nicht honoriert. Vjekoslav Sutej, der im letzten Moment eingesprungen war als musikalischer Leiter für den vom Orchester abgelehnten Dirigenten Romano Gandolfit, zeigte Kompetenz und Sicherheit.
Ein schöner Opernabend in Verona, bei dem für das enthusiastische Publikum die "La Vendeta" und "La donna e mobile" von den drei gefeierten Sängern gern wiederholten wurden.
Mario del Rimba
rimbasiu@web.de



31.7.2003
(zu unserer Premieren-Besprechung von Macbeth in Düsseldorf)
Ich kann Herrn Tillmann nur zustimmen nach meiner am 27.7.03 besuchten Vorstellung an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf. Bis auf wenige kleine Ausnahmen: in der letzten Machbethvorstellung dieser Spielzeit hat der Tenor Manfred Fink die Rolle des Macduff gesungen und Fernando Aguilera die des Malcolm übernommen. Haben die Tenöre bei der von Herrn Tillmann besuchten Vorstellung tatsächlich die Rollen getauscht? Jedenfalls waren die beiden Tenöre neben Daniel Djambasian (Arzt) die einzigen Sänger, die mir einen positiven Eindruck hinterlassen haben und die einzigen, die nicht an dem Brüllwettstreit teilnahmen. Die gesamte Vorstellung war für mich schwer zu ertragen: ein Power-Wettkampf , wer kann lauter (brüllen) singen! Der Sieger im Decibellkompetition waren natürlich die Choristen, die aber im Vergleich zu anderen Vorstellungen diesmal mit weniger musikalischen Problemen zu kämpfen hatten.
Es hat keinen Sinn über diese gebrüllte Macbeth Vorstellung (Armer VERDI!) zu schreiben, aber trotzdem kann ich mir nicht erklären, wo die Ohren von der Düsseldorfer Intendanz und besonders von der musikalischen Leitung - der verantwortliche Dirigent A. Joel - waren, die Rolle mit so einer völlig unmusikalischen Sopranistin (M. Fadayomi) zu besetzen?! Schon bei ihrem ersten Auftritt (Brieflesen) und Kabaletta "Vieni! 'affretta!" war klar, dass Lady Macbeth in Düsseldorf auf den Rang einer Soubrette degradiert wird. (...) Jeder Toneinsatz war falsch, meistens zu tief und ihre nachtwandlerische Arie war eine zu große Zumutung heute in einem Operhaus in Deutschland zu hören. Hier konnte mich auch ihre attraktive Anatomie nicht mehr interessieren, ich wollte einfach nur weg - weglaufen... Richtung VERDI!
Dr. Mario del Rimba, Essen
Rimbasiu@web.de



29.7.2003
Endlich, in diesem Juli, habe ich einen lang gehegten Traum wahr gemacht: ein Besuch der jährlichen Opernfestspiele zu Savonlinna. Mitten im schönsten Seengebiet Finnlands. Was für ein Gesamt-Erlebnis! Ein Muss für alle Opern-und Klassik-Freunde!!
Meine Auswahl war nur kurz, aber erlesen: "Der fliegende Holländer", "Tristan und Isolde" und ein Solokonzert der fantastischen finnischen Sopranistin Kirsi Tiihonen. Sie brillierte auch als Senta. Neben Matti Salminen als Daland. Derselbe sang auch den König Marke im "Tristan". (Salminen wird in Savonlinna wie ein Heiliger verehrt. Zu Recht.) Heikki Siukola gilt in der Rolle des Tristan als einer der besten in der Welt, wie mir ein Musikmanager (nicht seiner!) sagte. Jetzt weiß ich warum. Und Renate Behle war selbstverständlich die ebenbürtige Isolde. Zusammen mit dem aus ganz Finnland erlesenen Orchester also Musik auf international höchstem Niveau.
Die Opern finden im genial überdachten Innenhof der bestens erhaltenen Festung Olavinlinna statt. Ein Schmuckstück auf einem Felsen mitten im See. Innen eine gewaltige Bühnenlandschaft. Davor ein Auditorium für über 2700 Besucher. Prall gefüllt. Man befindet sich in einer der schönsten Landschaften der Welt. Den Abstecher zum nur 30 km entfernten Punkaharju mit seinen traumhaften Landengen einerseits und seinem Kulturangebot andererseits darf man nicht versäumen.
Kommt eine äußerst reizvolle soziale Komponente hinzu. Die Künstler und ihr Publikum kommen sich näher als anderswo. So kann man sich nachmittags im Opernkeller auf das Abendereignis einstimmen lassen. Nach der Oper mischen sich jede Menge kongeniale Besucher und zahlreiche Mitwirkende in lockerem Beisammensein im Opernclub.
Unter www.operafestival.fi kann sich jeder näher informieren. Die Bandbreite ist natürlich viel größer als meine 3-Tage-Auswahl. Es gibt dieses einzigartige Opernfestival schon seit 1912. Es möge noch lange weiterleben! Ich verdanke ihm einen der faszinierendsten Eindrücke in meinem an musikalischen Ereignissen überreichen Dasein.
Es grüßt als hoch erfreuter Besucher

Winfrid Trenkler
WTrenkler@aol.com



15.7.2003
(zu unserer Rezension der CD Bel sogno von Christina Gallardo-Domas)

Der Leserbrief wurde auf Wunsch des Verfassers gelöscht. Red., 2.1.2012



12.7.2003
Ich habe Stefan Soltesz in Dresden (Maskenball) sowie mehrfach in Essen (Luise Miller, Puritani, Ägyptische Helena) erlebt und halte ihn für einen der fähigsten Operndirigenten unserer Zeit. Essen ist froh, ihn als Intendanten der Oper und GMD zu haben, viele andere Städte hätten ihn gern, u.a. Hamburg. Seine Aufführungen garantieren erstklassige musikalische Qualität. Wer ihn beim Dirigieren von der Seite beoachten kann, sieht, wie er mit höchster Konzentration, Liebe zum Stück und viel Gefühl für die Sänger arbeitet. Soltesz ist der fleißigste GMD, den ich kenne. Nicht nur die meisten Premieren sondern auch die meisten Repertoireaufführungen in Essen dirigiert er selbst, daneben findet er noch Zeit zu zahlreichen Gastdirigaten in Wien, Stuttgart, Hamburg, Dresden und anderen führenden Häusern. Vielleicht sollte er sich etwas schonen. Dass er auf die stimmlichen Möglichkeiten seiner Solisten Rücksicht nimmt und sie nicht rücksichtslos mit dem Orchester überdröhnt, ehrt ihn und sollte sehr vielen seiner Kollegen als Vorbild dienen.
Zur Regie der "Puritaner" (siehe unsere Rezension) stimme ich mit Ihnen überein: Jungregisseure lernen heute zwar alle Werkzeuge und Tricks, die einem Regisseur zur Verfügung stehen, aber leider nicht, welche sie davon bei welchen Stücken einsetzen sollten. Wer als Dirigent eine Oper besonders liebt, sollte sie konzertant bringen, um sicher zu gehen, dass sie kein Stefan Herheim, Barbara Beyer oder anderer Regietheater-Adept verhunzt. Bei der Auswahl der Regisseure sollte auch Herr Soltesz vorsichtiger sein. Wie man Bellini inszeniert, zeigte kürzlich John Dew mit seiner Nachtwandlerin in Leipzig: Naiv, witzig und sängerfreundlich.
Fazit zu Soltesz: Wer gut ist, darf sich auch feiern lassen. Ich glaube nicht, dass Herr Soltesz sein Rampenlicht selbst in Auftrag geben muss, er ist eben geachtet und beliebt!
Dr. Dieter Ganz, Krefeld
Diplom-Kaufmann und Opernfan
02151540335-0001@T-Online.de



9.7.2003
(zu unserer Premieren-Besprechung von Die ägyptische Helena in Essen)
Lieber Herr Tillmann,
dass es sich bei den Tänzen nicht um Tango- sondern um Paso Doble- und Sambaelemente handelt, hätte Ihnen auffallen müssen!
Mit freundlichem Gruß,
die alles wissende Muschel
fierrabras@gmx.de



8.7.2003
(zur Aufführung des Musicals Les Miserables in Bonn,
siehe auch unsere Rezension)
Ein großes Kompliment an die großartigen Darsteller, die uns in jeder Hinsicht begeistert haben. Es war eine wunderbare Vorstellung. Wir haben es gleich an zwei aufeinanderfolgenden Tagen gesehen. Unter anderem die letzte Vorstellung in Bonn. Der Applaus war umwerfend - die Menschen begeistert.Vera Bolten war fantastisch und sehr überzeugend in ihrer gesamten Darstellung.
Am Donnerstag, den 3. Juli wurde Jean Valjean von einem anderen Darsteller gespielt als bei der letzten Vorstellung. Er hat mir um ein Vielfaches besser gefallen mit seiner wunderbar zarten und zugleich kräftigen Stimme. Schade, ich hätte ihn gerne bei der letzten Vorstellung noch einmal erlebt. Wir möchten uns herzlich bedanken für solch einen wunderbaren Augen- und Ohrenschmaus.
Unsere Kinder wollen nun auch zum Theater - nach diesem großen Abend.
A. Colling
a.colling@public-radio.de



2.7.2003
(zu unserer Premieren-Besprechung von Les Miserables in Saarbrücken)

Ich finde die Musik von "Les Miserables" wunderschön und kann ihre Kritik überhaupt nicht nachvollziehen. Lieder wie "Nur für mich" und "Fantine's Tod" haben mich sehr berührt, schon bevor ich überhaupt das Musical sah, welches ich übrigens auch sehr ansprechend fand.
Singingmysong4u@aol.com



21.6.2003
(zu unserer Besprechung des Tristan in Frankfurt)

Einige kurze Bemerkungen zum Frankfurter Tristan:
John Treleaven war in der Aufführung, die ich besucht habe (8. Mai) absolut grandios. Seine Stimme zeigte nicht die geringsten Ermüdungserscheinungen und zeichnete sich durch eine enorme Klangfarbenpalette aus. In tiefer Lage konnte Treleaven baritonale Klänge erzeugen, sobald es in die Höhe ging, färbte sich die Stimme hell und lyrisch tenoral. Wenn er wollte konnte er aber auch zupacken und ein echter Heldentenor sein. Ich kenne zur Zeit keinen Tristan, der so "gesund" diese Partie durchsteht und dabei tief beeindruckende Passagen produziert, wie z.B. sein Monolog im 2. Akt, in dem er König Marke antwortet.
Im Gegensatz dazu war Frances Ginzer nach meiner Meinung eine Fehlbesetzung - den Jubel des Publikums konnte ich nicht nachvollziehen. Natürlich kann sie tolle Töne produzieren, leider bleibt es aber bei Einzeltönen, die nicht musikalisch miteinander verbunden werden. Frau Ginzer hat an diesem Abend nicht eine einzige Legato-Linie gesungen, zumindest war dies im Saal nicht hörbar. Wenn man dieses Manko einmal als Zuhörer erkannt hat, ist ein solcher Gesang kaum noch zu ertragen. Das Produzieren von Einzeltönen ist allerdings eine Marotte unzähliger SängerInnen. Überspitzt formuliert könnte man der Meinung sein, nur eine Elisabeth Schwarzkopf habe jemals echt legato gesungen.
In Bezug auf die anderen SängerInnen stimme ich Ihrem Rezensenten zu: insbesondere Kurwenal und Marke waren exzellent. Die Tempi von Carignani sind natürlich sehr schnell, eben eine "italienische" Fassung, trotzdem war gerade die Leistung des Orchesters entscheidend für den Erfolg der Aufführung. Die Oper bekam eine bisher nicht gehörte Dramatik - warum nicht mal dieser andere Blickwinkel? Langsame (und langweilige) "Tristans" hört man überall!
Thomas Krooß, Bensheim
thomas.krooss@web.de



15.6.2003
Am 9. Juni 2003 freute ich mich sehr, ein so renomiertes Quartett wie das Guarneri Quartett zu hören. Leider war die Enttäuschung umso größer. Das Haydn Streichquartett Nr. 2 op. 54 war bedauerlicherweise völlig verwaschen, das Brahms Klavierquintett op. 34 mit Elisabeth Leonskaja am Klavier leider nur laut, man wurde erst mit dem Klavierquintett op. 81 von Antonin Dvorak versöhnt.
In allen drei Darbietungen ließ der 1. Geiger Arnold Steinhardt jeglichen Blickkontakt mit seinen Mitmusizierenden vermissen, er spielte nur für sich, was sich leider auf die Qualität des Konzertabends äußerst negativ auswirkte. Positiv hervorzuheben nur der ausgezeichnete Cellist Peter Wiley, dessen Können das der anderen weit in den Schatten stellte. Elisabeth Leonskaja in immerwährend bestechender Form, aber auch sie fand keinerlei Entree in das Quartett.
Schade um so schöne Musikstücke, die man sich nachher auf CD anhören mußte, um mit dem Abend versöhnt zu werden.
Dr. Tina Astecker
tina.astecker@utanet.at



6.6.2003
zu ihrer norma-kritik: besprechen sie lieber popkonzerte oder hundeausstellungen - oper is nich ihre sache
trotzdem freundliche grüße
michael birkner
mbirkner@onlinehome.de



5.6.2003
Guten Tag.
Ich verfolge schon seit einiger Zeit die Berichte ihres Magazins und nun möchte ich eine kleine Anregung liefern. Kann mir jemand verraten, wo ich im Internet alte Musik hören kann? Es handelt sich vor allem um Gamben Musik.
Für jeden Tipp bin ich sehr dankbar.
Gruß
123patricia@web.de



27.5.2003
(zu unserer Besprechung von Macbeth in Krefeld)

Dass Sie mit Ihrer Kritik eine Lanze für den Charme und die Leistungen der Provinz brechen, finde ich sehr verdienstvoll und angemessen. In der Vorstellung, die ich besucht habe, war Christoph Erpenbeck ein großartiger Macbeth, der an jedem Haus in Deutschland singen könnte. Warum die Düsseldorfer Rheinoper ihn ziehen ließ (oder ausgemustert hat?), ist mir ein Rätsel.
Jochen Hensel, Mülheim/Ruhr
jochenhensel@web.de



27.5.2003
Hallo,
finde die News und Berichte Klasse, macht weiter so.
Oliver Scheffner
mr-olli@t-online.de



26.5.2003
(zu unserer Besprechung von Die Soldaten in Amsterdam)

Guten Abend,
vielen Dank für Ihren ausführlichen Bericht über die "Soldaten" in Amsterdam. Ich teile völlig die Meinung des Rezensenten über diese erstaunliche Produktion. Glücklicherweise gelang es mir noch, eine Karte für die letzte Vorstellung am 25.5. zu ergattern. Vor allem wegen Hartmut Haenchen hat sich die Reise nach Amsterdam - wieder mal - gelohnt. Wie er die Musiker durch die furchteinflössende Partitur lotste, sämtliche Klippen souverän umfuhr, die komplexen Taktwechsel eisern durchhielt und auch im stürmischsten Orchestergewitter die Ruhe behielt, bleibt gewiss ein dauerhafter Eindruck.
Hatte ich anfangs auch das Gefühl, dass die Inszenierung bei aller Modernität doch etwas "Altmodisches" hatte, dadurch, dass aktuelle Bühnentrends fehlten, sogar die vom Komponisten so akribisch beschriebenen Videoszenen, so überwiegt im Nachhinein doch die Dankbarkeit für diese Reduktion. Der Konzentration aufs Wesentliche standen keine Regiemätzchen im Weg. Eine sehr ernsthafte, hochgespannte Aufführung war das - mit exzellenten Sängern und einer Personenregie, die einfach genial war. Riesenrespekt auch vor den Musikern, die sich unter den Klangkaskaden zwar mehrmals wegducken mussten, aber derart präzise, sogar passagenweise lyrisch und beseelt spielten, dass sie und alle anderen an dieser Produktion Beteiligten gewiss zu einem absoluten Höhepunkt in der europäischen Opernsaison des Jahres ihren Beitrag geleistet haben.
Schade, dass man Hartmut Haenchen nun seltener in Amsterdam sehen wird, ein viel zu unbekannter Dirigent im Club der Grossen. Hoffentlich wird seine Qualität nun mit seinem Wirken in Dresden in größerem Maße bekannt werden. Dennoch schön für uns im Westen, dass man seine Dirigierkunst überhaupt im benachbarten Holland erst entdecken konnte.

Übrigens: mit dem Niedergang der Nordrhein-Westfalen-Beilage in der Süddeutschen und dem Verkleinern der anderen überregionalen Zeitungen ist die Berichterstattung über Konzerte, Opern, Schauspiel im Westen in den Printmedien ja rigoros geschrumpft. Schön, dass Sie mit ihrem OMM diese Lücke ausfüllen und kluge und ausführliche Berichte veröffentlichen. Machen Sie weiter so!!

P.S.: Das Theater Aachen lohnt häufig ebenfalls einen Besuch!

Nochmals danke für Ihr gelungenes Magazin,
schöne Grüsse aus dem Aachener Land
Winfried Milion
winfried.milion@usa.net



23.5.2003
(zu unserer Rezension der CD "200 km/h in the wrong lane" von t.A.t.u.)

Sie haben was Gutes geschrieben über TATU!
ilka-uwe@t-online.de



18.5.2003
Guten Tag.
Ich verfolge schon seit einiger Zeit die Berichte ihres Magazins und nun möchte ich eine kleine Anregung liefern.
Ich würde mich sehr freuen, wenn sie noch mehr Fotos zu den Stücken der Kölner Oper in ihrem Onlinemagazin bereitstellen könnten. Da ich selber oft Stücke in der Oper sehe, finde ich es sehr schade, dass die Bilder dieser Inszenierungen sich nur auf 3-5 beschränken. Einerseits würden weitere Einblicke neugierig machen und andererseits könnte man sich besser an die Aufführungen zurückerinnern. Vor allem die Bühnenbilder aus "La Cenerentola" interessieren mich.
MFG
J.K.
janine-x@gmx.de



18.5.2003
(zu unserer Besprechung von Das Rheingold in Lüttich)

Guten Tag Herr Tillmann,
das Rheingold hat mich eher zwiespältig zurückgelassen. Es wirkte zwischen den sehr gelungen Szenen (1. und vor allem 3.) und meiner Ansicht nach vollkommen misslungenen Szenen (2. und 4.) fast schon wie ein Bruch. Gelohnt hat sich diese Reise sicher, wie Sie auch schreiben, wegen der Darstellung des Alberich. Wie er seine Macht und die Unterdrückung in Mimik, Gestik, immer mit Verweis, ohne dass es zu plastisch wirkt, auf den Ring ausspielt, hatte schon große Klasse.
Was mir zunehmend auf die Nerven ging war die ständige Öffnung von Bodenluken wodurch fast jeder Protagonist und sogar das Gold auf die Bühne kam. Dazu die Szenen in Walhall, dieses grüne Brett, das aus dem Hintergrund gefahren kommt, und die gar nicht mehr göttlichen Götter die Köpfe einziehen müssen um sich keine Beulen zu holen... Das hat mich nicht überzeugt. Im Gegensatz zum Kölner Wotan, der doch eher wie ein verschlagener Schuft wirkt, scheint der Lütticher Wotan ziemlich harmlos - auch wenn er im Lauf der Vorstellung an Format gewann. Szenisch gehandicapt vielleicht auch durch den Speer, den er in seinen Auftritten durch die Aufführung schleppt.
Der Platz des Orchesters auf der Bühne hatte sicher den Vorteil, dass die Sänger nicht über den Graben singen müssen, sehr gut und deutlich verstanden wurden. Einige - allen voran Fricka und Freia, zu Beginn auch Wotan, hatten allerdings enorme Probleme, ihre Stimmen zurückzunehmen, dass sie nicht so "brüllten". Stimmlich haben mir am besten Alberich, Loge und die Rheintöchter gefallen. Fricka fand ich leider eine totale Fehlbesetzung, und sehe doch skeptisch der Walküre entgegen. Vor allem, weil der 2. Akt eben mein "Lieblingsakt" dieser Oper ist.
Freundliche Grüße,
Sophia Kirch
sophia.kirch@T-Online.de



14.5.2003
Charles Gounod "Magarethe" - auf der Suche nach dieser Oper, die ich am 14.5.1969 im Mannheimer Nationaltheater erlebte, bin ich auf Ihrer Seite gelangt. Dabei stolperte ich über "La Reine de Saba". Schon lange suche ich nach diesem Titel. Ein Matritzenblatt mit französischem Text und eine Melodie in meinem Kopf sind die einzigen Anhaltspunkte, die ich bisher hatte. Leider kann ich momentan keine Musik abrufen um sofort Klarheit zu haben. Ein Grund, Ihre Seite erneut zu besuchen, sobald das möglich ist.
Es grüßt Sie
Ursula
MILLEPEDE@t-online.de



9.5.2003
Sehr geehrte Damen und Herren,
als passionierte Konzertbesucherin lese ich natürlich auch Rezensionen über Veranstaltungen in anderen Konzerthäusern, manchmal drucke ich sie mir aus und verwahre sie und vergleiche sie mit den Rezensionen hier in Düsseldorf, wenn es sich um dasselbe Programm handelt. Insofern bin ich sehr glücklich, dass es so etwas überhaupt gibt und man auch über den berühmten Gartenzaun in die weite Welt schauen kann, dank der modernen Medienkultur.
Die von Ihnen ins Internet gestellten Kritiken finde ich sehr ausgewogen und gut zu lesen. Man hat das Gefühl, der Rezensent geht behutsam um mit dem Gegenstand seiner Betrachtungen, der Sachverstand auf hohem Niveau ist dabei als Grundvoraussetzung ganz selbstverständlich. Es ist oft so, dass man das Konzert nochmal nacherleben kann. Ich könnte noch fortfahren, aber dann wird es auch zuviel für Sie in Ihrem "Zeitkäfig". Ich hoffe sehr, dass dieser "Service" noch lange fortgesetzt wird. (Manchmal erlebt man, dass hochwertige Kultursendungen im Fernsehen z.B. abgesetzt werden, weil sie nicht genügend "Quote" bringen, oder weil sie zu teuer sind. Z.B. der "Baden-Badener Disput", da wir gerade in Ihrer Gegend sind.)
Kritiken sind auch lebensnotwendig für die Verbreitung der Kunst, weil sie den interessierten Laien einen etwas näheren Einblick in das Kunstwerk erlauben.
(...)
Mit freundlichen Grüßen,
Susanne Reichstein
s.reichstein@t-online.de



28.4.2003
(zu unserer Besprechung von Struwwwelpeter in Saarbrücken)

Das hier ist eine "Zuschauerumfrage" von einem großen Fan des Struwwwelpeters, über den ihr berichtet habt (Saarländisches Staatstheater Saarbrücken). Der Fan bin ich, Katharina, vielleicht gefällt euch das Ding ja!
Hier ein kleines Feedback zur letzten Vorstellung des "Struwwwelpeter":

K. aus H.: Ich habe das Stück heute zum zweiten Mal gesehen, gerade noch so am letztmöglichen Termin. Es hat mir wahnsinnig gut gefallen!
A. aus O.: Es hat sich echt gelohnt, das Stück zu sehen! Vor allem den Anfang mit dem Trommeln fand ich toll!
T. aus M.: Schade, dass heute die letzte Vorstellung war, es hat mir so viel Spaß gemacht! Man fühlt sich direkt in seine Kindheit zurückversetzt, ich konnte fast alle Texte mitsingen!
H. aus B.: Mensch, war das super! Und ich hatte das Gefühl, dass auch die Darsteller jetzt um das Stück trauern. Mir würde es jedenfalls Spaß machen, darin mitzuwirken!
A. aus U.: Ich fand die Monologe von Herrn Körbel so faszinierend! Es ist sicherlich schwer, ein Publikum so lange in seinen Bann zu ziehen.
R. aus R.: Ich LIEBE dieses Stück,besonders, weil "mein" Max Langrebe so oft auf der Bühne ist. Sein Lächeln und sein sonstiges Erscheinen sind einfach super-sympathisch!
I. aus G.: Ich fand es sehr kreativ und schön, alles nur durch einfache Requisiten darzustellen, z.B. das Wasser durch die Plastiktüte mit den Fischen, oder den Robert auf dem fliegenden Stuhl.
N.: Danke für die schönen Zugaben heute Abend, ihr (besonders Herr Landgrebe) konntet euch wohl auch nur schwer trennen! Ist ja auch ein klasse Stück!
A.: Einfach wunderschön, ich bin regelrecht verliebt! In das Stück, in die Feuerwache, in das Saarländische Staatstheater mit all seinen Mitarbeitern. Die Inszenierung ist einfach schön, ich hätte mir das Stück noch x-mal ansehen können. Ich glaube, dass es auch den Darstellern Spaß gemacht hat, und sie mit dem Publikum um den Struwwelpeter trauern. Aber es kommen ja neue Sachen!

Tja, da kann ich mich doch nur anschließen, das Stück war klasse,und ich bin traurig, dass es jetzt nicht mehr gespielt wird. Beim nächsten Stück hört ihr wieder von mir, bis dann,
Katharina, aus Homburg ;--)
310041011691-0001@T-Online.de



11.3.2003
(zu unserer Besprechung von Die Frau ohne Schatten in Frankfurt)

Thomas Tillmanns fast schon euphorischem Fazit kann ich nur beipflichten. Ich habe mir die Frankfurter Inszenierung am vergangenen Wochende angeschaut; die musikalische Leistung kann man nur beeindruckend nennen. Schärfen oder Volumenprobleme konnte ich bei Silvana Dussmann nicht feststellen; viel öfter näherte sich Elizabeth Connell als Färbersfrau dem stimmlichen Abgrund, vor allem im zweiten Akt. Für meinen Geschmack fehlte es Terje Stensvold an buffohafter Distanz, sein Barak kommt etwas plump daher. Aber solche Detailkritik kann und soll nicht darüber hinweg täuschen, dass der Abend musikalisch eine überragende Wirkung hatte. Das schließt das Frankfurter Museumsorchester ein und lässt den einen oder anderen Patzer in den Bläsereinsätzen verschmerzen.
Dass Thomas Tillmann ein überzeugendes Regiekonzept vermisst, leuchtet ein. Vermutlich ist es ausgeschlossen, zu der letztlich reaktionären Grundbotschaft des Stücks ein affirmatives Verhältnis aufzubauen. Christof Nel hat sich gleichsam damit begnügt mit rätselhaften Symbolen immer wieder aufzustören und zu beunruhigen, ohne ein in sich schlüssiges kritisches Gegenkonzept zu erproben. Immerhin hat mir der konsequente Verzicht auf glatte Oberflächenästhetik besser gefallen als der Rückgriff auf eine prachtvoll-kitschige Märchenwelt, wie sie Fred Berndt vor einigen Jahren in Essen auf die Bühne brachte. Einen wichtigen Beitrag leistete sicherlich das Bühnenbild mit dem geradezu genial zu nennenden Einfall des sich drehenden Betonklotzes, der einen ständigen Wechsel nicht nur zwischen Kaiser- und Färberwelt, sondern - in einem psychologischen Sinne - weiter gefassten - Außen und Innen ermöglichte. Auch ich habe die Reise nach Hessen nicht bereut.
Zum Schluss noch ein Lob an die OMM-Redaktion, die - wie hier - immer wieder interessante, gut informierte und treffsichere Einblicke in aktuelle Inszenierungen verschafft!
Peter Marx
peter.marx@wss.nrw.de



28.2.2003
(zu unserer Besprechung von Giulio Cesare in Egitto in Stuttgart)

Nein, Herr Wurzel, es wird nun wirklich nicht alles Gold, was man in Stuttgart anfasst, bestimmt nicht der "Giulio Cesare in Egitto".
Eigentlich brauchte man in Stuttgart keinen Raymond Leppard, um in die Nähe dessen zu kommen, was Händel komponiert hat, wie die vielfach unter Beweis stehende Barockpflege durch dieses Orchester - und der Besuch zweier Vorstellungen zeigen: Während derselbe Händel am 21. Februar unter Willem Wentzel (der Leppard vertrat) klar artikuliert und beschwingt zu hören war, verschlief Raymond Leppard am 6. Februar so gut wie jeden Einsatz. Selbst in den spritzigsten Passagen klang das Orchester unter seiner Leitung verwaschen und vernuschelt - so tötet man Händels Musik! Leppard, ein "Altmeister der Barockmusik"? Davon stimmt nur das Beiwort "alt", die Meister auf diesem Gebiet haben ihn seit Jahrzehnten überholt.
Und ebenso scheint man bei der Besetzung des Curio mit Berger-Tuna in die Mottenkiste gegriffen zu haben. Seine Phonstärken sind wohl kaum als Gesang, schon gar nicht als "erste Güte" zu bezeichnen. Er hatte erfreulicherweise die kleinste Partie. Von "technischer Souveränität" kann auch bei dem gelobten Markus Marquardt kaum die Rede sein. Immerhin blieb bei ihm die Frage offen, ob das aggressive Gebelle seines darstellerisch wie gesanglich einförmigen Achilla interpretatorische Absicht oder mangelhaftes Differenzierungsvermögen war. Soviel zu den Tiefpunkten der Aufführung.
Aber auch von Frauen waren keine echten Glanzleistungen zu hören. Der altgediente Stuttgarter Haus-Star Helene Schneidermann war schauspielerisch voll auf der Höhe, stimmtechnisch subtil - und kaum zu hören! Passabel sangen (in aufsteigender Linie) Ranada, Smith (arg angestrengt), Vaugn und Mahnke. Ja, gerade Tichina Vaughns dunkles Timbrieren erfüllte die Rolle der halbherzig zwischen Mord- und Selbstmordphantasien schwankenden Cornelia mit hoher Überzeugungskraft. Und von Claudia als Sesto hätte man wirklich gerne auch die gestrichenen Arien noch gehört.
Am ehesten zustimmen möchte ich der Einschätzung von Martin Kusejs Inszenierung. Er schlägt einen gangbaren und einnehmenden Weg der Plausibilisierung des Barockdramas ein - und bleibt dann auf halber Strecke unvermittelt stehen. Im zweiten Teil lässt er seine Darsteller allzu oft im wahrsten Sinne des Wortes alleine auf der Bühne sitzen und ins Leere singen. Er gefällt sich in hübschen Bildeinfällen, schönen Farbtupfern, die sich doch letztendlich nicht zu einem überzeugenden interpretatorischen Ganzen fügen. Am besten war - da stimme ich nun voll und ganz zu - das geniale Bühnenbild. Aber damit macht man noch keine Oper.
Sven Limbeck, Stuttgart
limbeck@wlb-stuttgart.de



27.2.2003
(zu Eugen Onegin in Wuppertal)

Wir sind sehr oft begeistert von den mutigen, hintergründigen und sowohl schauspielerisch als auch musikalisch hervorragenden Inszenierungen, die im Wuppertaler Opernhaus geboten werden. So auch der "Eugen Onegin", bei dem uns, neben dem gut durchdachten Bühnenbild, besonders die überzeugende Leistung des Onegin-Darstellers Kay Stiefermann beeindruckte. Mit seiner hervorragenden Stimme und der so nachdenklichen wie mitreißenden Spielweise gibt er der in sich zerrissenen Hauptperson neues Leben. Selbst im Vergleich zu der gerade laufenden Inszenierung dieser Tschaikowsky-Oper an der Hamburger Staatsoper, brauchen sich der Wuppertaler Bariton und die meisten anderen Ensemble-Mitglieder keineswegs zu verstecken. Schade, dass derartige Inszenierungen im Gegensatz zu althergebrachten - eher folkloristischen - Interpretationen kaum für volle Opernhäuser sorgen. Wir sind dankbar für die Möglichkeit, solch moderne und anregende Opernereignisse im Bergischen Land zu erleben. Wo sonst kann man schon einen ausgewachsenen Bären auf der Opernbühne bewundern?
Janine Dennis und Stefan Jakubik, Wuppertal
stefan.jakubik@gmx.net



24.2.2003
(zu unserer Besprechung von Frau ohne Schatten in Frankfurt und Andrea Chénier in Essen)

Sehr geehrter Herr Tillmann,
es ist immer wieder eine Freude, Ihre präzisen und brillanten Beobachtungen zu lesen. Die Art und Weise, in der Sie über Sänger schreiben und vor allem die Sänger des Abends in den Mittelpunkt der Betrachtung stellen, ist großartig. Als Leser, bekomme ich ganz weitläufige, zusammenhängende Informationen über das Musikgeschäft einer jeden Region, die nicht nur den einen Abend betreffen. Vergleiche, Zusammenhänge, Zusatzinformationen, unanfechtbare Fachkenntnisse und Begabung - das ist eine echte Seltenheit in der heutigen Kritikerszene. Die von Everding beabsichtigte Kritikerschule in München hätte solcher Mentoren bedurft...
Übrigens ist es wirklich an der Zeit - und das ist nicht nur meine persönliche Meinung - Stefan Soltesz und sein Haus in die Schranken zu weisen. Die Überheblichkeit des Essener Hauses in der Region ist unerträglich. Auch dort wird nur mit Wasser gekocht - Andrea Chénier hat man genauso gut vor vier Jahren in Hagen gehört.
Charles Burroughs
kristoffmeier@yahoo.de



28.1.2003
(zu unserer Besprechung des Lohengrin in Mannheim)

Hallo Herr Tillmann,
zu ihrer Kritik über den Mannheimer Lohengrin:
zum einen ist dieser Lohengrin in der Besetzung denke ich einzigartig, finden sie mal ein Opernhaus wo diese Wagner Oper so gut mit Stimmen besetzt ist wie in Mannheim. Und zum anderen sie haben Null Ahnung von Stimmen !!!!
Aber Gott sei dank weiss das Publikum noch was gute Wagner Stimmen sind..... und die gab es im Nationaltheater Mannheim schon immer.
Matthias Haaf
Matthias.Haaf@grn1.de



20.1.2003
John Wegner ist eine Bereicherung für die Deutsche Opernlandschaft....
Allen Regisseuren, die ihn auf die Besetzerliste setzen, Bravo und Danke...
Ralf Scholze
Ralf-Scholze@gmx.de



9.1.2003
(zu unserer Besprechung von Simon Boccanegra in Bonn)

Sehr geehrte Damen und Herren,
gerade lese ich Ihre Rezension zur Aufführung von Verdis "Simon Boccanegra" in Bonn - ich habe die Vorstellung am 29.12.02 besucht und bin mal wieder überrascht, wie unterschiedlich Beurteilungen ausfallen können. Um es vorweg zu nehmen: dieser "Simon Boccanegra" ist für mich das Schwächste, was ich seit langem auf einer Opernbühne zu sehen und zu hören bekam.
Zu einer "Comic-Oper" gehört sicher einiges mehr als ein knallroter Mary-Poppins-Mantel für die Titelfigur und auch sonst recht geschmacklose Kostüme. (Hat sich z.B. einer mal Frau Vincken angeschaut, bevor ihr dieser Badeanzug und die anderen Kleider verpasst wurden?) Ein Comic-Stil müsste auch gerade von den Darstellern getragen werden; was aber die gesamte Bonner Riege an schauspielerischen Leistungen zeigte, empfand ich durchweg als unbeholfenes und durch fehlende Personenregie unkontrolliertes Gestikulieren. Ihr Rezensent schreibt: "Wenn Simon seine verschollene Tochter wiedererkennt und in die Arme schließt, dann verkündet der Übertitel ganz korrekt: 'Wiedersehensfreude'. So einfach - und dabei überwältigend - kann Oper sein." Weder in den Gesichtern noch in den Bewegungen der Sänger konnte ich Freude ausmachen (in den Stimmen übrigens auch nicht). Die Diskrepanz zwischen den Kommentaren in den Übertiteln und den angebotenen Bildern war ein ums andere Mal unüberbrückbar, von ironischer Brechung oder Comic-Stil weit und breit nichts zu spüren - so peinlich kann Oper sein.
Musikalisch war dieser Abend auch keine Sternstunde. Das Orchester kam über ein solides Spielen nicht hinaus. Mehr als einmal entglitt dem Dirigenten die Balance zwischen Graben und Sängern. Der Chor war so homogen und intonationssicher, wie man es auch von jedem Hobbychor erwarten dürfte. Vittorio Vitelli in der Titelpartie macht seine Sache ordentlich. Er steht die anstrengende Partie gerade technisch achtbar durch, doch fehlt seiner Stimme die nötige Autorität (...). Anja Vincken als Amelia / Maria konnte einem fast leid tun. Nicht nur ist ihre Stimme zu klein, wie schon Ihr Rezensent richtig bemerkte, auch ist sie mit dieser höchst anspruchsvollen Partie hoffnungslos überfordert; hoffentlich ruiniert sie sich nicht damit ihre Stimme. Die anderen Solisten bewegten sich auf einem durchschnittlichen Niveau.
(...)
Rainer Schaefer
schrai@gmx.de



7.1.2003
(zu unserer Premieren-Besprechung von Les Miserables in Saarbrücken)

Sehr geehrte Damen und Herren,
auch ich durfte die Silvester-Vorstellung von "Les Miserables" miterleben! Geschmäcker mögen ja verschieden sein - ich für meinen Teil, fands klasse. Man darf das Musical "Les Miserables" eben nicht mit einer Oper verwechseln, es ist "nur" ein Musical! Deshalb finde ich die Kritik auch höchst anmaßend. Ich finde nämlich gerade eine Musical-Aufführung sollte nicht mit klassischen Opern-Sängern besetzt werden. Das heißt nicht, daß die Sänger/innen keine Gesangsausbildung haben sollten, aber sie müssen ihre Stimmen ja auch nicht opernmäßig aufplustern.
Aus diesem Grund finde ich die Stimme, wie auch die Darstellung von Katharine Mehrling mehr als gut. Sie kann durch ihre klare, "unschuldige" Stimme einfach die Menschen begeistern und man hätte die Rolle der Eponien meiner Ansicht nach, gar nicht besser besetzen können. Fazit: Wenn man die Stimme von Lea Salonga mag, dann mag man auch die Stimme von Katharine Mehringer. Tja, und wer eben ein immer-kritischer-Opern-Snob ist, der sollte eben nicht das Musical besuchen.
Mit freundlichen Grüßen,
Barbara Deppe
BabsFuerte@aol.com



5.1.2003
Verbesserungsvorschlag 2003
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte Sie von einem Vorfall in Kenntnis setzten, der in dieser Form nicht sein muß. Meine Frau, meine Schwägerin, meine 90jährige Schwiegermutter und ich besuchten die "Nußknackersuite" am 27.12.02 zum Jahresausklang. Es war ein Genuß, wie wir überhaupt mit dem Wiesbadener Theater (im Gegensatzzu Ffm, wo wir abgewandert sind) sehr zufrieden sind. Trotzdem gab es leider einen Mißklang, der nicht sein muß. Ich hatte das Auto im Parkhaus und ging so schnell es ging mit meiner Frau los, um es zu holen. Es regnete starkund meine Schwiegermutter ist altersbedingt schlecht zu Fuß. So setzte meineSchwägerin im Foyer die alte Frau auf einen Stuhl und wartete (max.1/4 h) bis ich mit dem Auto auf den Bushalteplätzen vorfuhr. Zwischenzeitlich waren Schwiegermutter und Schwägerin jedoch von einer Frau aus dem Foyer herausgeworfen worden und standen im schlechten Wetter. Begründung der Frau vom Service-Personal: die Vorstellung sei mal zeitlich früh zu Ende und man wolle deshalb schnell nach Hause; sprachs und schloss trotz Protest das Foyer ab. Verstimmung also trotz herrlichem Theaterabend. Muß das sein? Wo bleibt der Service-Gedanke? Es ging vielleicht um 10-15 Minuten.
Bitte sprechen Sie mit dem zuständigen Personal, dass man so mit Kunden nicht umgehen kann. Das Theater lebt vom Besucher.
Mit freundlichen Grüßen,
Christian Gnabs
Christian.Gnabs@t-online.de



2.1.2003
Die Musik ist Gut
Hubert Häusler
hubha@web.de



1.1.2003
(zu unserer Premieren-Besprechung von Les Miserables in Saarbrücken)

Sehr geehrter Herr Hanusa,
wahrscheinlich sind Sie an meinem Leserbrief gar nicht interessiert, da ich Ihre Meinung schlicht nicht teile. Vielleicht bin ich in ihren Augen eine unbedarfte Natur, die in ihrer Naivität schlicht behauptet bei der Silvester-Vorstellung von "Les Miserables" einen beeindruckenden Abend erlebt zu haben. Ich habe jede Minute dieses Stückes genossen und mich an der schauspielerischen Leistung und den schönen Stimmen erfreut. Ich bin kein großer Freund der Oper, mich sprechen neue Stücke an, die mit einer Komposition aufwarten, die ich einfach gerne höre. Ich bewerte es danach, ob es mir Freude macht und ob es mich auch zum Nachdenken bringt. Das mag bei verschiedenen Menschen nur mit unterschiedlichen Stücken aus unterschiedlichem Genre möglich sein. Ich würde aber den Geschmack der anderen Menschen nie so abwerten, wie ich es bei ihrer Kritik empfunden habe. Das Musical "Les Miserables" hat sicher unbestritten rund um den Erdball Erfolg. In Ihren Augen sind die Besucher sicher alles Menschen, denen es an Geschmack mangelt. Schade! Aber vergessen Sie nicht, auch meine Steuergelder sind ein Beitrag zur kulturellen Vielfalt in diesem Land und ich habe bei "Les Miserables" gefühlt, sie sind gut angelegt.
Christine Lindenmayer
RLindenmayer@t-online.de



23.12.2002
(zu unserer Premieren-Besprechung von Les Miserables in Saarbrücken)

Sehr geehrter Herr Sebastian Hanusa,
wie können Sie es sich anmaßen, ein solch hochwertiges, anspruchsvolles Musical wie "Les Miserables" mit der "Rocky Horror Pickture Show" zu vergleichen? Ihre Kritik ist an Unwissen, Banalität und Geschmacklosigkeit nicht zu überbieten. Aus Ihrer besagten Kritik ist sehr deutlich zu entnehmen, daß Sie keinerlei Ahnung von Musical und Theater haben. Ich hoffe, daß das Online Magazin in Zukunft Kritiker ins Theater schickt, die ein besseres Fachwissen und Gehör besitzen.
Mit freundlichen Grüßen,
Janine Dauterich
PrettyLFly@aol.com



19.12.2002
(zu unserer Premieren-Besprechung von Cabaret in Bonn)

Sehr geehrter Herr Tillmann,
ansich ist es nicht meine Gepflogenheit, auf den wie auch immer gearteten verbalen Auswurf eines Kritikers (schon dieses Wort ist ja in Ihrem Fall eine Farce) zu reagieren, in der Regel ist es Zeitverschwendung. Sicher auch hier, dennoch ganz kurz:
Dass ein an einer Produktion Beteiligter nicht notwendigerweise immer auch in allen Belangen hinter dieser stehen muss und kann, ist Ihnen vielleicht neu, mir ist es sehr bekannt. Auch wir, die wir Theater zu gestalten und nicht vom Tisch aus zu demontieren versuchen, haben durchaus zuweilen ambivalente Gefühle nach dem Erscheinen des Endproduktes. Was Sie aber auf Ihrer online-Seite auskotzen, ist einfach eine Ohrfeige für jeden, der sich für mittlerweile beschämende Gagen einer Öffentlichkeit aussetzt. Vielleicht ist es zukünftig besser, wenn wir einfach die Theater weiter schließen und Sie ins Kino gehen. Aber bitte verschonen Sie uns mit dem Mist, dass Sie alles besser wissen als wir. In einigen Punkten Ihrer Ausführungen komme ich nicht einmal zu dem Schluss, dass Sie sich länger als 2h50 mit dem Stück auseinandergesetzt haben. Wenn Sie Frau Hailer zu alt finden, machen Sie einfach die Augen zu. Lulu ist 13, Butterfly 15, empfehlen Sie mir dafür doch eine Inszenierung. Oder doch lieber Kino?
Haben Sie Ihre Karte bezahlt? Ich hoffe.
Ich war übrigens der Dirigent mit den lähmenden Arrangements. Englische Texte sind bei szen. Aufführungen von Cabaret verboten, aber das wissen Sie sicher auch nicht.
Auf eine Antwort pfeif ich, im neuen Arrangement. Das können Sie ja dann online kritisieren. Ich werd offline bleiben.
MfG
Andreas Kowalewitz
320014243894-0001@T-Online.de



18.12.2002
Sehr geehrte Redaktion,
i ch wollte mal bei Ihnen anfragen, ob Sie mir weiterhelfen könnten mit der Suche nach einem Opernlibretto, das ich nirgends finden kann. Es handelt sich dabei um den Text zu Strawinskys "The rakes progress" in englisch.
Mit freundlichen Grüßen,
Peter A. Bokon
peter.bokon@chello.at



9.12.2002
(zur Aufführung der Carmen am Theater Hagen)

Die Zigeunerinnen hatten kein Temperament, "prends garde a toi" hört sich besser an als "Gib acht auf dich", Gesang und Schauspielerei und vor allem Bühnenbild und Aufmachung der Darsteller müssten verbessert werden.
d_roberta@inwind.it



4.12.2002
(zu unserer Premieren-Besprechung von Macbeth in Wiesbaden)

Gottseidank - es gibt ihn noch - den wahren Kritiker. Ich habe mich schon gefragt, wo bei soviel Lob und Enthusiasmus in der lokalen Presse über die Inszenierung von Dietrich Hilsdorf (FR, FAZ, Wiesb. Kurier etc.) derjenige bleibt, der gegen den Strich des allgemeinen Geschmacks bürstet. Sie haben es tatsächlich fertig gebracht, ein überaus erfolgreiches Stück richtig niederzumachen. Inhaltliche Auseinandersetzung hat hier keinen Sinn, Geschmack ist ja bekanntlich subjektiv und Sie sind bestimmt stolz auf ihre wohlformulierten Plattheiten ('..diese brav, aber nicht wirklich eindringlich erzählte Geschichte' , '..Auffahren des an schlechte Halloween-Partys erinnernden Plunders beim Brauen des Trankes im dritten Akt' usw.). Jedenfalls versuchen Sie den Eindruck zu erwecken, es handele sich um eine schlecht gemachte und schlecht gesungene Aufführung. Bitte nehmen Sie zu Kenntnis, dass Macbeth in dieser Inszenierung beim Publikum in Wiesbaden hervorragend ankommt - und das allein ist ausschlaggebend für den Erfolg. Oder sind Sie anderer Meinung?
Mit freundlichen Grüßen
Günter Geisler
Wiesbaden
guenter.geisler@kreussler.com



3.12.2002
Guten Tag,
ich bin eine 15jährige Schülerin aus NRW!
Ich suche ein Lied, weiß aber nicht wie es heißt und von wem das ist. Dieses Lied ist das Familien-Lied von Fam.Grimm. Meine Mutter hat das schon im Wickelalter gehört, meine Schwester und ich dann auch. Jetzt möchte ich zu Weihnachten meiner Mutter eine Freunde machen und das Lied auf CD bringen! Nun wende ich mich an Sie, in der Hoffnung, sie kennen das Lied!
Hier ein paar Zeilen:

Ein Sternchen steht am Himmels Zelt,
es blinkt für Dich und mich,
es ist für uns das Zeichen,
dass Du weißt jetzt komme ich.
Unsere Stadt liegt schon im schlafen
und es ist nicht weit zu Dir.
Nur ein paar Verträumte Gassen
und dann bin ich schon bei Dir.

Kleine..... "name".. !!!
Ich komme, mit 'ner Leiter und 'nem Strauß
und ich werde Dich beschützen in Allerewigkeit!

Ja so in etwa geht das Lied! Kennen sie es zufällig? Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen
M. Grimm
Michele_Olivia@gmx.de



3.12.2002
(zu unserer Premieren-Besprechung von Orpheus in der Unterwelt in Basel)

Leider muss ich in einigen Punkten Ihrer Einschätzung widersprechen. Die sängerischen Leistungen waren auch für eine Operette wenig amüsant (Ausnahme: Catherine Swanson). Eine der schönsten Arien (Orpheus: Ach ich habe sie verloren) wurde schlicht abgeschnitten. Dafür wurde der "Prinz in Arkadien" bis zum Erbrechen geträllert. Die Regie von Katharina Thalbach hatte wohl den puren Klamauk im Visier, denn mehr war wirklich nicht geboten, und das nicht mal sehr intelligent, sondern meist unflätig.
Gut war das Orchester, der Chor, und auch einige Ideen beim Bühnenbild, und natürlich die basler Version der Öffentlichen Meinung. Insgesamt leider für mich etwas enttäuschend, da ich in Basel schon viel Besseres erlebt habe.
Reinhard Messer
Reinhard.Messer@t-online.de



29.11.2002
(zu unserer Premieren-Besprechung von Facing Goya von Michael Nyman in Karlsruhe)

Ich stimme nicht zu!
Ihr Artikel enthält faktische Fehler: " [Nyman] vor allem als Filmkomponist hervorgetreten" - Falsch. Seit den ersten Veröffentlichungen komponiet Nyman neben Filmmusik auch Konzertmusik. Daß seine Konzertmusik nicht so weit verbreitet war, liegt vor allem daran, daß Film ein viel öffentlicheres Medium ist als der Konzertsaal.
"Die Musik zu allein 18 Filmen von Peter Greenaway" Falsch. Für Filme von Greenaway nach "Prospero's Bücher" hat er nicht mehr komponiert. Auch für Greenaway's "Der Bauch Des Architekten" in den 80'ern hat nicht Nyman, sondern Wim Mertens die Musik geliefert.
"Wie wird ein Drama draus? Und hier liegt das Problem" - Nein. Wieso ist das ein Problem? Wir leben im 21. Jahrhundert, und Oper als Kunstform wird nicht mehr dadurch definiert, daß sie "Drama" enthält. (Vgl. dazu auch EINSTEIN ON THE BEACH Ph. Glass, SATYAGRAHA Ph. Glass, Werke, die ausgesprochen undramatisch sind).
(...)
"wir haben es mit einer Oper zu tun" - was ist Oper heute? Diese sehr vereengte, konservative Sicht ist nicht angemessen für zeitgenösische Kompositionen. Man kann nicht FACING GOYA mit MADAME BUTTERFLY vergleichen. Bloß weil das Konzept anders ist als die Konzepte der klassisch-romantischen Tradition, darf man das Werk nicht verurteilen.
"[Musik] im Dienste der Handlung, des Textes stände, wenn sie zur Charakterisierung von Gestalten oder Handlungen diente." Noch ein Irrtum. Nymans Musik ist nicht so plump, daß Sie wie im Hollywood-Kino (vgl. neo-romantische Oper!) jedes gesprochene mit der passenden musikalischen Phrase "bedient". Nymans Musik ist mehr wie eine Umgebung, ein musikalischer Raum in dem vergangene (?) Menschen und ihre Ideen dargestellt werden.
"Die melodischen Einfälle sind teils banal, teils nett, selten originell" - Wo sind Ihre Beweise für diese Behauptungen?? Das ist so billig, und unangemessen und wenig professionell. "In Diskomanier wird das Publikum vom Klangteppich unerbittlich zugedeckt"... Jetzt gleitet der Autor ins Difuse ab... ich höre auf.
Ich stimme nicht zu!
Grüsse,
Georg Dudas
gdudas@telesnap.de



25.11.2002
(zu unserer Rezension der Gala Hildegard Behrens in Düsseldorf)

Dear Mr Tillman,
Thank you for your lengthy review of the Hildegard Behrens Benefit Concert for the Opern Studio of the Duesseldorfer Opera. Yours is a very detailed account indeed of the evening. It would have been fairer, however, if you had taken a younger singer to pick on. Dwelling on certain shortcomings in ageing singers is always easy and, to be frank, rather tiresome. We all know that voices age with time and that the material chosen sometimes gets the better of the (older) perfomer. But should we not be grateful that a younger generation has been given the opportunity to witness the great art of Mrs Behrens in her signature roles, albeit in her "late autumn", as you call it. In my opinion the evening contained several glorious moments, especially in the Elektra and Goetterdaemmerung scenes, and I am happy to take some "challenged" moments for granted in return.
With regard to the orchestra I agree: it was rather flat, here and there inaccurate and I have certainly heard better. But all in all, I have had a wonderful evening, that I will take a lifetime to forget.
Henri Stouthart, Amsterdam
hstouthart@freeler.nl



24.11.2002
(zu unserer Premieren-Besprechung von I Puritani in Essen)

Sehr geehrte Damen und Herren!
Danke für diese Kritik.
Bisher schien ja Herr Soltesz zu einer Art Zechen-Karajan stilisiert zu werden. Seine Selbstdarstellung am Theater Essen ist wirklich unerträglich und einem durchaus passablen Dirigenten vollkommen unangemessen.
Viele Grüße
W. Petersbecher
petersbecher.wolfgang@firemail.de



18.11.2002
Liebe Leser,
ich suche Videoaufnahmen der Oper "Die Hochzeit des Figaro" mit Gwyneth Jones als Darstellerin der Marschallin.
Mit freundlichen Grüßen,
Rudi Pohlhammer
rpohlhammer@web.de



13.11.2002
(zu unserer Premieren-Besprechung von I Puritani in Essen)

Sehr geehrte Damen und Herren,
Vielen Dank für die äußerst angemessene Kritik zur Puritani-Premiere im Aalto-Theater Essen. Es war endlich einmal eine fundierte Darstellung und die Sachkenntnis des Kritikers war deutlich zu erkennen. Die Rezension der Aufführung war absolut zutreffend, ein Sachverhalt, der heute nicht mehr selbstverständlich ist! Genau wie dem Kritiker gehen auch mir die übertriebenen und direkt inszeniert wirkenden Zuschauerreaktionen bei den vom Hausherrn geleiteten Vorstellungen auf den Geist. Wie der Kritiker richtig sagt: Wer dieses Stück wirklich kennt, weiß genau, daß er Bellini's I Puritani an diesem Abend wahrhaftig nicht zu hören bekam.
Mit freundlichen Grüßen,
N. Wagner
walkuere2001@yahoo.de



12.11.2002
(zu unserer Premieren-Besprechung von I Puritani in Essen)

Bravo,
und ich dachte schon ich wäre mit meiner kritischen Meinung allein. Ich kann ihren Ausführungen zu dieser desaströsen Nicht-Inszenierung eines Werks des Belcantos nur beipflichten, konzertant wäre hier musikalisch bestimmt einiges besser rübergekommen. Soltesz wird langsam zu anmaßend in seiner Selbstüberschätzung, alles dirigieren zu müssen oder zu können. Es gibt wohl kaum ein Haus als das Essener Aalto, in dem nur ein Dirigent und zwei Assistenten fürs Grobe engagiert sind. Hält sich der Essener Prinzipal für den Mahler an der Ruhr, wobei selbst Mahler während seines Wiener Engagements Kollegen Raum bot.
Ihre allzu kritische Haltung gegen Frau Mosucs Leistung kann ich nicht unterstreichen, zumal sie dann die des Tenors zu positiv einschätzen. Zwar hat Mosuc eine kleine Stimme, sie aber mit Grisi (glaube kaum, dass Sie die noch gehört haben...) und Callas zu vergleichen ist beckmesserische Anmaßung, wer singt die Partie denn heute besser??? Was Zeffiri anbelangt hielt ich sein Engagement für sehr heikel, die Tessitura bricht in der Höhe und es bleiben vereinzelte Quiektöne, so wird man der Partie auch nicht gerecht, wenigstens gefiel seine Mittellage.
Mfg
D. Altenaer
dirk.altenaer@berlin.de



3.11.2002
(zu unserer Premieren-Besprechung der Norma in Essen
an unseren Mitarbeiter Thomas Tillmann)

hallo -
ich duze dich einfach, wenn es dir nicht recht ist sage es mir bitte - ich bin gerade zufällig auf deine kritik der norma gestoßen und finde sie ziemlich fundiert - es gibt selten kritiker, die etwas von stimmen und stimmtechnik verstehen, was wir sänger immer sehr bedauern -
komm doch mal nach trier, wo ich wolfram in tannhäuser singe (u.a.) -
ciao andreas
AndreasScheel@t-online.de



2.11.2002
Liebe Redaktion,
ich suche Informationen über den Geigenbauer Nicolas Morlot. Er hat gelebt von 1780 bis 1856 und war ehemaliger Mitarbeiter Nicolas ainé. Vermutlich hat er in Mirecourt oder Minecourt gelebt.
Herzlichen Dank wenn sie über ihn etwas finden.
Martin Steinacher
msteinacher@mydiax.ch



16.10.2002
sehr geehrte damen und herren,
ich habe die kompagnie les ballets c des la b diesen sommer bei Impuls Tanz in wien gesehen und war sehr begeistert. Ich wuerde jetzt sehr gerne mit der Kompagnie kontakt aufnehmen, aber es war mir bisher unmoeglich ihre adresse ausfindig zu machen. Wenn sie mir mit einer kontaktadresse helfen koennten waere das wunderbar.
vielen dank,
mit herzlichen gruessen,
anna mendelssohn
annamendelssohn@yahoo.com



12.10.2002
Sehr geehrte Damen und Herren!
Ich kann mich der Kritik von Frau Marguerita Tacken zum Wiesbadener Fidelio nur anschließen. Die Inszenierung weist bedenkliche handwerkliche Fehler auf und entpuppt sich langfristig als belanglose Kritikerfalle. Dem Theater sei empfohlen die Produktion zu überarbeiten. Allerdings halte ich Herrn Schmittberg für einen sehr interessanten Florestan.
An dieser Stelle möchte ich auch fragen warum diese hervoragende und fundierte Web-Side nicht regelmäßig Berichte über Wiesbaden bringt. Die soeben angelaufene Oper "Platee" ist ein Ereignis. Weiter so Wiesbaden.
ropper@firemail.de



4.10.2002
(zu unserer Rezension der CD The Celtic Tenors)
Hi,
ich möchte mich der e-Mail von Alexandra vom 23.07.2002 (zur Rezension der CD The Celtic Tenors) anschließen. Sie spricht mir aus dem Herzen!!!
Anscheinend wurde die Rezension von jemandem geschrieben, der von dem Genre oder auch irischer Musik keine Ahnung hat. Auch ICH besitze diese CD und habe die drei charismatischen Tenöre im TV gesehen. Ihre Lieder zeugen von so viel Lebensfreude und Enthusiasmus, dass man automatisch davon angesteckt wird, wenn man die Ohren aufmacht und die Klänge in sich aufnimmt. Der Unterschied zu den "herkömmlichen" Tenören besteht gerade darin, dass sie Lieder ihrer Heimat involviert haben. Und wer Irland liebt, dem werden die Lieder wie Whiskey ins Blut gehen. Bei den ruhigeren Liedern kann man wunderschön träumen. Die unterschiedlichen Klangfarben der Stimmen harmonieren perfekt zusammen.
Ich wünsche mir, dass die drei Iren noch lange so weiter singen. In meinem Repertoire werden die "zukünftigen" CD's der Celtic Tenors jedenfalls NICHT fehlen!!!
Herzlichst
Little Shamrock
Horst.Deckstein@t-online.de



4.10.2002
Bei aller Kritik am Essener Haus: Wo bekommt man sonst in NRW so gute Stimmen wie die von Elena Mosuc zu hören? Und das zu zivilen Preisen. Frau Mosucs Essener Termine bis Juli 2003 gibt es unter www.mosuc.com - Fehlerhaft allerdings die Angaben zu Luisa im Mai in Essen und zu den Strauss-Konzerten. Zu den Konzerten sollte man die Angaben von www.theater-essen.de (Konzerte) bzw. www.konzerthaus-dortmund.de benutzen.
Ich werde jedenfalls im Februar zum dritten Mal zu Luisa Miller gehen.
Freundl. Gruss,
obert Giesler
vdv164@uni-muenster.de

(Siehe dazu auch unsere Premierenbesprechung von Luisa Miller in Essen)



2.10.2002
(zu unserer Besprechung von The Bird Garden in Düsseldorf)

Liebe Redaktion,
ich war äußerst begeistert von dieser Oper. Die innere Persönlichkeit der Frau und ihre Lebenssituation wurde sehr gut widergegeben. Sehr gefallen hat mir auch das Bühnenbild und dessen innewohnende Symbolik. Interessant war auch die Kombination von Gesang und Schauspielerei.
Insgesamt habe ich mit den dargestellten Frauenbildern sehr gut identifizieren können, da vieles einfach stimmig war, und die Oper hat mich dadurch emotional auch sehr angerührt.
MfG
Iris Kohlbach
iris.kohlbach@freenet.de



24.9.2002
Wir sind Mitglieder einer Playback-Gruppe, die auch Opern und Operetteim Programm hat. Können wir Texte von Opern und Operetten im Internetfinden? Wenn ja, wo sind sie? Bis jetzt war die Suche erfolglos.
Vielen Dank für eine Antwort
Oliver & Daisy
oliver.onion@t-online.de



21.9.2002
(zu unserer Besprechung der Lucia di Lammermoor in Duisburg und Düsseldorf)

Sehr geehrter Herr Menzel,
dies ist mein zweiter Versuch als blutiger Neuling im Forum, Ihnen zu sagen, daß ich es befreiend finde, von einem "Großen" in meiner Einschätzung bestätigt zu werden. Obwohl dies nicht meine Gewohnheit ist, habe ich die letzten sechs Vorstellungen in Düsseldorf besucht - auch die mit Elena Brilova - und freue mich schon auf Duisburg, in der Hoffnung, daß dort unser gemeinsames Traumpaar singt.
Schade nur, daß wir an beiden nicht mehr lange diese überwältigende Freude haben werden. Nun, freuen wir uns mit ihnen über die verdiente Karriere. Ich jedenfalls werde dieses große Erlebnis nie vergessen.
Gibt es eine Chance, alle Ihre bisher auf diesem Wege realisierten Beurteilungen von Opern-Aufführungen verfügbar zu machen? Das wäre sehr interessant für mich.
Danke und Gruß
Bernd Märker
berndmaerker@craftnet.de

(Anmerkung der Redaktion: Alle OMM-Kritiken zu den Premieren der laufenden Spielzeit sind stets zu erreichen über die Seite Aktuelle Beiträge oder über die Übersichtsseiten zu den verschiedenen Musiktheatern.Auch ältere Kritiken können aufgerufen werden: Am Ende der Seite Aktuelle Beiträge gibt es mehrere Links, die zu den Artikel-Listen der vorangegangenen Spielzeiten führen.)



21.9.2002
Sehr geehrte Damen und Herren,
in der MET-Gala sah und hörte ich einst - unter anderen großen Künstlern - Gösta Winbergh und Neil Shicoff als junge, vielversprechende Tenöre. Großartig auch schauspielerisch übrigens N.S. mit dem Lied des Kleinzack! Ein so perfekte Darbietung sah und hörte ich von ihm später nie mehr.
Während Neil Shicoff in unzähligen guten Aufnahmen zu finden ist, verliert sich nach meinem Eindruck die Spur des m.E. erheblich größer veranlagten G.W.
Bin ich nicht genügend informiert oder einfach nicht zielstrebig genug in meinen Nachforschungen?
Als Erstmailer hoffe ich auf hilfreiche Routiniers/Kenner, welche sich Zeit für eine Antwort nehmen.
Grüße sendet Bernd Märker
berndmaerker@craftnet.de



20.9.2002
(zu unserer Premieren-Besprechung der Tosca in Düsseldorf)

Sehr geehrter Herr Tillmann,
ich freue mich, zu lesen, dass ich nicht der einzige bin, der seine Probleme - um nicht zu sagen seinen Ärger - mit der stargespickten Düsseldorfer Aufführung hatte!
Als ich mir das rasende, frenetisch jubelnde Publikum betrachtete und einige "gute" Kritiken las, dachte ich bereits, es würde mal wieder niemand sehen,wie uninspiriert die Aufführung war. Da ich bereits zweimal mit großer Spannung die "Originalinszenierung" in Duisburg gesehen habe, war ich enttäuscht, aber nicht unbedingt überrascht von den Leistungen.
Am meisten ärgerte mich jedoch Frau Malfitanos divenhafte Darstellung, als sie sich als wahnsinnige Tosca hinter den Vorhang gleiten lässt und damit meiner Meinung nach die Pointe verpasste.
Naja, ich könnte noch einiges dazu schreiben, aber eigentlich wollte ich nur einen Dank für Ihre detaillierte Kritik schreiben.
Mit freundlichen Grüssen,
B. F. Loges
bernhard.loges@gmx.de



11.9.2002
(zu unserem Feuilleton-Beitrag über den Pianisten Arcadi Volodos)

Sehr geehrte Damen und Herren
ich hatte auch Gelegenheit, Volodos im Konzert u auf CD zu hören, u mein Eindruck hat sich vom ersten Höreindruck her nicht verändert - der ewige Vergleich mit Horowitz hinkt doch - zwar hat er sich das alles gut rausgehört, aber an das Vorbild reicht er nicht ran!
Das ist klanglicher erheblich dicker gespielt u hat bei weitem nicht die Schärfe u damit den Eindruck der gefährliche Brillanz, der diesen von Horowitz gespielten Werken eigen ist.
Vergleicht man Volodos, den Zirkuspianisten mit den Größen wie Kempff, Gulda, Gilels, Rubinstein, Weissenberg, Cziffra.... die alle etwas sehr Eigenes haben, u die man auf den Aufnahmen sofort erkennt, so bleibt doch Volodos als Persönlickeit absolut zurück.
Das gilt auch für den perfekten Musterschüler Kissin.
Auch den Kissin habe ich oftmals mit zentralen Werken gehört - alles gut gespielt und alles ungemein langweilig!!
Richard Wassmuth
Richard.Wassmuth@t-online.de



10.9.2002
Schon seit Wochen suche ich nach der CD der Blindfische. Ich habe schon sämtliche Läden in Köln und Umgebung abgeklappert, leider bislang ohne Erfolg. Ich hoffe jetzt darauf, daß Sie mir einen Tipp geben können, wo ich die CD bekommen kann.
Herzlichen Dank im Voraus. Ich erwarte Ihre Antwort mit Spannung.
Freundliche Grüße
Beate Mascharz
Beate.Mascharz@epost.de



10.9.2002
Sehr geehrte Damen und Herren,
im Internet surfend habe ich auf Ihre Web-Seite gestoßen. Besonders habe ich mich darüber gefreut, dass ich auch die Operette "Der Vogelhändler" auch fand, konnte ich aber keine Texte der Operette hier auffinden.
Mein musikalisches Erlebnis schließt der Aufführung auf der Bregenzer Wasserbühne an, wo ich zum ersten Mal diese Operette, jedoch nicht persönlich anwesend, bewundern konnte. Ich stehe auf Operette!
Würden Sie mir bitte - wenn es überhaupt möglich ist - die Texte folgender Lieder per e-mail zu schicken:
- Schenkt man sich Rosen in Tirol,
- Adam's Lied (etwa: ...Lebet Mutter noch, würd' ich sie frag'n, aber ich weiss' g'nau sie würde sag'n: Du Adam sei noch g'scheid...),
- das Entré der zwei Professoren.
Ihrer geschätzten Antwort entgegensehend verbleibe ich mit freundlichen Grüßen.
Herr Tarpay, Zoltán
Debrecen, Ungarn
Tarpay.Zoltan@hu.hvb-cee.com



3.9.2002
Hallo ihr!
Ich hatte zwar jetzt nicht vor einen riesigen Brief zu schreiben, aber meine Meinung wollte ich trotzdem noch loswerden!
Also ich finde das Album "Zwischenspiel/Alles für den Herrn" richtig absolut phänomenal!! Ich kann gar nicht verstehen wie manche Leute sagen können, dass da irgendwas "fehle"! Klar, es gibt auch viele Tracks, in denen Xavier's Stimme etwas unterschlagen wird, aber das finde ich nicht weiter tragisch. Hauptsache es hört sich geil an, und das tut es ja! Und seine Stimme kommt oft genug zum Vorschein! Also ich würde sagen wer Xavier Naidoo's Musik mag dem gefällt das Album, wem nicht der nicht!
ICH FINDS GEIL UND HÖR'S RAUF UND RUNTER!!!
Okay das war schon alles
MfG
Biene aus Thüringen
b.mehnert@freenet.de

(Siehe dazu unsere Rezension der neuesten CD von Xavier Naidoo)



1.9.2002
Hello,
I need very much the information is it possible to find anywhere on internet the notes. Its urgent for me to find Haendel, Salomon (oratorium), Sinfonia to IIIrd akt, "The income of The Queen Saba". I would be very grateful for any advices covering the places in which I can find the workouts of that composition.
Thank you very much in advance for any help,
Marzena Sobczyk (Poland)
evita-m@wp.pl



8.8.2002
(zu unserer Besprechung der Norma in Essen)

Sehr geehrter Herr Tillmann,
zwei Tage nach der von Ihnen rezensierten Aufführung habe ich die Essener Norma besucht und hätte meine Enttäuschung nicht besser formulieren können als Sie. Erschreckend waren die standing ovations des kompletten Theaters, die das Fazit Ihres Artikels bestätigen - ich und meine Begleitung sind jedenfalls als Einzige im Parkett sitzengeblieben. Es ist schön zu lesen, dass doch nicht alle sich diesem peinlichen Kollektiv angeschlossen haben. Eine Todsünde übrigens auch der Strich der meditativen Chorpassage nach "Guerra, Guerra!". Da freut man sich doch eher auf Edita Gruberovas Norma.
Mit freundlichem Gruß,
Sven Gettkant
abbaccara@gmx.de



2.8.2002
Liebe Musikfreunde,
liebe OMM-Redaktion,
vorab ein dickes Kompliment für Ihre gelungene Website!
Ich suche nach Informationen/Material über den amerikanischen Bassisten Malcolm Smith, der von 1970-1998 festes Ensemblemitglied der Rheinoper in Düsseldorf/Duisburg war und dem dort 1996 der Titel des Kammersängers verliehen wurde. Inzwischen lebt er wieder in Amerika, kommt aber - zum Glück - für einzelne Vorstellungen ab und zu wieder an den Rhein. Ich würde mich wirklich freuen, wenn mir jemand Infomaterial zukommen lassen oder mir mitteilen könnte, wo ich weiter fündig werde. Vielleicht gibt es ja noch irgendwelche Quellen, die sich mir noch nicht aufgetan haben....
Vielen Dank im Voraus und herzliche Grüße
Susanne Benndorf
susanne.benndorf@freenet.de



1.8.2002
Sehr geehrte Damen und Herren
Ich benötige verzweifelt Hilfe bei folgender Sache:
Ich suche die Gesangspartitur für Mezzosopran oder Alt der Arie "Vivi tiranno" aus der G.F. Händel'schen Oper "Rodelinda" zu erwerben.
Bitte informieren Sie mich, ob und wie Sie mir mit Information zum wo oder bei wem, weiterhelfen können.
Herzlichen Dank,
Robert Feldmann
Universität Heidelberg
robert.enrico@feldmann-net.org



31.7.2002
suche Info-Material über eine Band der 80-er Jahre, und zwar Clouns und Helden. Danke.
Brittchen34@aol.com



26.7.2002
(zu unserer Premierenbesprechung von Mr. Emmet takes a walk )

Sehr geehrter Herr Schmöe,
da ich nur gelegentlich im Internet surfe, bin ich auf Ihre Kritik zu meiner Inszenierung von "Mr. Emmet takes a walk" im Online-Magazin erst jetzt aufmerksam geworden. Erlauben Sie mir, auf Ihre Kritik einzugehen? Um dabei aber einem Missverständnis hoffentlich gleich vorzubeugen: Es ist ganz und gar selbstverständlich, dass der Eindruck, den ein Kritiker in einer Vorstellung gewonnen hat, zählt und von denjenigen, die ihre künstlerische Arbeit öffentlich präsentiert haben, zu akzeptieren ist. Darüber sind wir uns einig.
Dies vorausgeschickt, möchte ich sagen:
Der Spielort "U-Bahn-Station" hatte eine besondere Qualität in der Raumtiefe des Tunnels, die in einem Theater nicht herstellbar ist. Das Publikum, das auf den Gleisen saß, hatte diesen Tunnelraum nicht nur vor Augen, sondern auch im Rücken, und er war auch dort durch die Zugluft des Tunnels immer spürbar. Das Publikum selbst war - wie Mr. Emmet - in einem Tunnel. Zugegeben, das war eine unwirtliche Situation, aber dies war Teil der Inszenierung. Soll denn der Zuschauer es warm und gemütlich haben, wenn es ums Sterben geht? Dass dieser Ansatz auf Ablehnung stößt, ist mir verständlich; ich bin aber immer noch überzeugt, dass er konsequent und richtig war. Auch die Diskrepanz zwischen der winzigen Bühne und dem immensen umgebenen Raum war beabsichtigt. Das einzige "reale" Vorkommnis in dem Stück ist, dass Mr. Emmet sich vor den Zug wirft. Genau dies findet auch außerhalb der Bühne statt. Alles andere aber in diesem Stück ist "Vorstellung" von Mr. Emmet und spielt auf der Bühne. Wäre diese Diskrepanz zwischen einer sich verengenden Innenwelt und einer beängstigend weiten Außenwelt zu inszenieren gewesen, indem ich die Darsteller ohne dieses "Zimmerchen" im ganzen realen Raum geführt hätte? Peter Maxwell Davies selbst hebt diesen "realen" Augenblick des Sich-vor-den-Zug-Werfens musikalisch ab, indem er dort - siehe Partitur - angibt, dass das realistische Geräusch eines vorbeifahrenden Zuges eingespielt wird. Dieser Zug ist durch das im Nacken heranrollende, durch die Zuschauer fahrende und sich durch den Tunnel entfernende Fahrgeräusch ungeheuer spürbar geworden. Zugegeben, auch das war nicht angenehm.
Freundliche Grüße
Uwe Schmitz-Gielsdorf
u.schmitz-gielsdorf@kulturruhr.com



23.7.2002
(zu unserer Rezension der CD The Celtic Tenors)
Müsst ihr eigentlich alles gleich total zerfetzen?? Ich besitze die CD und mir gefällt sie ausgesprochen gut.
Und von wegen keine Stimmen, die drei können immerhin Live singen und das hört sich immer noch toll an!!!!!!!!!!!!
Davon abgesehen sind die drei total symphatisch und haben sich bei dem Auftritt in Deutschland auch wirklich Mühe gegeben deutsch zu sprechen. Es ist Geschmackssache sicher, trotzdem muss man die nicht gleich von Anfang an nieder machen und kein gutes Haar an ihnen lassen.
Wenn das einer liest gibt er denen ja keine Chance.
mfg,
Alexandra
Sunspot137@aol.com



21.7.2002
Hallo!
Mein Name ist Maria Böttcher und ich bin seit langem passionierter Musicalfan. Ich habe bereits eine Menge Produktionen gesehen und freute mich, als ich die letzte Vorstellung von Les Miserables in der Oper Bonn am Sylvesterabend erleben durfte. Eine sowohl gesanglich als auch schauspielerisch sehr gut ausgesuchte Cast zeichnete die Inszenierung meiner Meinung nach aus. Les Miserables habe ich bereits mehrmals in London, Duisburg und einigen kleinen Produktionen besucht und muss, obwohl mir das Stück in der Bonner Oper recht gut gefallen hat, doch einmal loswerden, dass mir das Bühnenbild gar nicht zusagte. Ich bin zwar offen für neue und moderne Inszenierungen, aber mit dieser konnte ich mich gar nicht anfreunden.
Alles in Allem also ein wunderschöner Abend, bei dem einen "originalproduktionsverwöhntem" Musicalgänger eben nur das Bühnenbild etwas störte.
Viele Grüße,
Maria Böttcher
OperaGhost@Nicholsons.de



15.7.2002
Hallo liebe Theaterfans!
Wir, die Klasse 7a des Burggymnasiums in Essen, haben eine Vorstellung des Freischützes besucht. Die negativen Kritiken der Essener Zeitungen, fanden wir etwas übertrieben. Von Buhkonzerten konnte keine Rede sein, eher vom Gegenteil. Die Rollen waren meist gut besetzt, der Text kam allerdings nicht immer deutlich rüber. Agathe und Ännchen haben zwar hervorragend gespielt, aber nicht immer verständlich gesungen. Die restlichen Darsteller konnte man eigentlich immer gut verstehen. Es war auf jeden Fall ein schönes Erlebnis und wir sind froh, dass wir trotz schlechter Kritiken und anfänglicher Unsicherheit, dieses Stück besucht haben.
Familie.Birlenberg@t-online.de

(Siehe dazu auch unsere Premierenbesprechung von Der Freischütz in Essen)



11.7.2002
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich (begeisterte Chopin Hörerin) habe Balladen und Klavierkonzerte von Chopin in einer Einspielung mit Zimerman gehört und auch gekauft. Ich war schier begeistert, fand seine Interpretation überzeugend - auch wenn andere Leute anderes behaupten... Nun würde ich gern wissen, ob Zimerman auch die Nocturne eingespielt hat - bin bisher nicht fündig geworden. Wer kann mir mit Informationen weiterhelfen?
Vielen Dank für eine Antwort!
Sabine Nölke
sabine@sabinenoelke.de



10.7.2002
Sehr geehrte Opernfreunde;
ich war zur Premiere und danach noch 5x im Fidelio in Wiesbaden. Die Inszenierung war ein Schock, vor allem der 2. Akt, wie kann man ein Stück so entstellen und gegen den Text inszenieren? Das gehört ja wirklich verboten!! Ich bin von Frankfurt schon etwas gewöhnt, aber in dem Maße nicht!
Das Dirigat lässt sehr zu wünschen übrig, manchmal schnell, an vielen Stellen viel zu breit, die Sänger hatten kaum die Luft um mitzukommen. Der Chef sollte noch ein wenig lernen!
Die Sänger waren alle gut, bis auf den Florestan vom Herrn Schmittberg, ihm hätte mehr Kraft gutgetan, Florestan ist ja kein lyrischer Tenor!!, wie Herr Delamboy in den weiteren Vorstellungen bewiesen hat!
Leonore von Frau Schneider-Hofstetter war toll, eine interessante Stimme mit großer Ausstrahlung. Ich freue mich auf weitere Vorstellungen mit ihr. Wegen dem Pizarro, Terje STENSVOLD, bin ich eigentlich gekommen, und werde auch alle weiteren Vorstellungen mit ihm sehen! Ich kenne ihn von Frankfurt und bin begeistert von seiner markanten, interessanten, ausdrucksvollen Stimme und großen Persönlichkeit. Pizarro ist eine tolle Partie für ihn!
FAZIT: man möchte mit diesen Sängern die Oper gerne "normal" inszeniert woanders erleben!
Mit besten Grüssen,
Marguerita Tacken
marguerita.tacken@arbeitsamt.de



30.6.2002
(zu unserer Premierenbesprechung von Don Giovanni in Köln)

Sehr geehrter Herr Schmöe,
ich bin sehr überrascht und freue mich nun riesig, daß der Don Giovanni so gut besprochen wird. Die Inszenierung habe ich 2x gesehen, eine Probe und am Samstag die Premiere. Die Aufführung wurde meiner Meinung noch sehr verändert, was die Bühne betrifft. Sie wirkte auf mich bei der Premiere lange nicht so aggressiv wie noch eine Woche vorher. Evtl. liegt das aber auch an der größeren Entfernung des Platzes zur Bühne.

Mein Eindruck ist etwas anders als Ihrer. Die Bühne einschließlich aller Symbole war mir zu albern, szenenweise einfach zu platt. Die Stellung der Menschen in diesem Stück zueinander fand ich absolut großartig. Weil es überhaupt keinen Bezug dieser Figuren zueinander gibt. Also, sie haben sich nicht angesehen, nicht angesprochen, aneinander vorbeigeredet und -gelebt. Das ist für mich in dieser Insz. überdeutlich. Giovanni wirkt, als sei ihm jedes Wort und jede Bewegung lästig, als sei er sich immer bewußt, daß die anderen etwas von ihm erwarten. Und er nur deswegen überhaupt reagiert. Seine schönste musikalische Stelle fand ich in dem Lied an Elvira's Zofe, als gäbe sie etwas von seiner innersten Einsamkeit und Sehnsucht preis. In der Szene des 2. Aktes, wenn Anna Ottavio noch um ein Jahr bittet, und auch im Schlußbild wenn Ottavio Anna dem Komtur entreißt, bekommt er einen unkontrollierten gewalttätigen Zug. Ich bin mir daher nicht sicher, ob es für sie erträglich bleibt, bei ihm zu bleiben.
Nicht klar ist mir allerdings das Konzept von Herrn Alden in folgendem Punkt: warum muß Giovanni in dieser Inszenierung sterben? Der Komtur sieht doch als (Papp-)Figur von der Decke den ganzen Abend zu, und Giovanni macht doch gar nichts. Aber am Bühnenhimmel hängen ja noch mehr Pappfiguren, sind das alle Eliminierten, die unserer Gesellschaft nicht in den Kram passen?

Bitte erwähnen Sie vielleicht noch in Ihrer Kritik, daß die Bühne mit Bühnenhimmel + Komtur nur bis ins 3. Parkett bzw. im 1. Rang zu sehen ist. Aus dem 4. Parkett und dem 2. Rang ist das nicht zu sehen, und damit fehlt für mich eine starke Aussage bei dieser Interpretation. Die Tumulte während des 1. Aktes (das war einige Reihen vor mir im 2. Rang) und das Buh-Konzert am Ende fand ich eine Frechheit.

Danke für Ihren Bericht und Grüße,
Sophia Kirch
Sophia.Kirch@t-online.de



26.6.2002
(zu unserer Rezension der neuen CD von Xavier Naidoo)

hiii People,
erstmal find ich es megageil das es soviel über xavier baby zu lesen gibt!!!!
Denn ich find ihn mega geil er ist ein super sänger auch wenn er nicht gerade gut aussieht!!!!!
Trotzdemmmm bin ich verrückt nach ihmmmmmmmmmmmmmm!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Aber das einzige was ich nicht gut fand war das ich mir keine songtexte runterladen oder wenigstens drucken konnte! Vielleicht hab ich die seite nicht gefunden!!
auf jeden fall weiter so und noch mehr über den begabtesten sohn mannheims!
YAEHHHHHHHHHHH GOD BLESS XAVIER BABY NAIDOO
EURE LEYAL
bjaser@gmx.de



18.6.2002
(zu unserer Premierenbesprechung von The Players in Köln)

Sehr geehrte Damen und Herren,
ihrem Autor Stefan Schmöe ist in seiner Kritik zu der Kölner Aufführung von "The Players" einen Rechtschreibfehler unterlaufen, der mich doch ein wenig stört. Er schrieb nämlich (Miljeno Turk) richtiger währe Miljenko - das kann aber jedem mal passieren ist ja auch kein so häufiger Name.
An sonsten kann auch ich, die dieses Stück gesehen hat, nur sagen gelungen, wenn man es mit so mancher anderer Kölner Produktion vergleicht. Denn hier dürfen die von mir so geliebten jungen Sängerinnen und Sänger endlich auch mal zeigen, was in ihnen steckt. Mir persönlich gefällt ihre stimmliche Leistung sehr gut. Man kann nur hoffen, dass sie schon bald öfter in großen Partien zu hören sein werden. Jeder, der noch überlegt, ob er sich diese Oper in Köln ansehen soll, sollte es sich genau überlegen, denn so etwas wird man leider nicht sehr oft zu sehen bekommen in nächster Zeit, denn die Regisseure inszenieren immer noch mehr auf Modern - deshalb schön gemacht mutig und gut.
Bravo
Art4you2000@gmx.net

(Anmerkung der Redaktion: Wir danken für den Hinweise auf die falsche Schreibweise des Namens, sie wurde umgehend korrigiert.)



12.6.2002
(zu unserer Premierenbesprechung von Madame La Peste in Duisburg)

Zu Madame la Pest,
ich bin nicht der Meinung des "Fazit" aus ihrer Internetseite. Ich habe heute das Stück gesehen und finde es sehr gut und nicht einen halb durchgekauten Haufen, den man dem Publikum vorwirft, sondern einen Vorwurf an die Geselschaft, die eben so ist wie sie ist, verpackt als Immunstoff, der der Krüppel des Virus selbst ist. Die es nicht aushalten gehen von selber. Die Leistung der Schauspieler mißachtend verlassen sie empört den Saal und disqualifizieren sich selbst, während man ihnen sie vorspielt. Aber das schlechte Benehmen wird durch das hohe Gericht bestens vorgeführt und die Lorelei singt als Schwan mit Christi Krone den Lohengrin in einer Schubkarre dazu, aber sie gibt sich große Mühe schön zu singen. Wenn das nicht unsere Gesellschaft ist? Ihr Geliebter erinnert mich an Dr. Feelgood und die Pest an die 15. Karte des Tarot, den Teufel. Der erste Akt erinnert mich an den Holocoust und die Angst der Menschen in Israel, die Gasmasken!
Am Anfang des zweiten Aktes gehen die Schauspieler ins Publikum, so wie im Kino aus der Leinwand, weil sie nicht länger in dem Film gefangen sein wollen, stellen aber fest, dass sie hier nichts tun können und gehen zurück in den Film (auf die Bühne), um den Film nochmal zu drehen und wenn sich unsere Gesellschaft nicht bessert, werden Sie wohl auch so weiter machen, deshalb kommt es Manchen langweilig vor, weil sie selber so langweilig sind.
Also warten wir ab, ob der von Ihnen erfundene Immunstoff gegen den Pest-Virus hilft, Lob!
Mit freundlichen Grüßen:
Ralf Bernhard Droste
ralf-bernhard.droste@t-online.de



18.5.2002
(zu unserer Premierenbesprechung von Andrea Chénier in Dortmund)

Sehr geehrter Herr Tillmann,
habe Ihren Bericht über den Dortmunder "Chenier" mit großem Interesse gelesen und die Auszüge gehört. Gerne würde ich noch weitere Auszüge von Millgramm hören. Haben Sie da noch weiteres Hörmaterial aus der Vorstellung? Das wäre schön.
Für eine Antwort bin ich dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
Dirk Schauß
DiegoTenore@aol.com



5.5.2002
u unserer Premierenbesprechung von Hair in Bielefeld)

Liebe Leser und Leserinnen,
ich kann den Informationen, die auf dieser Page über das Musical "Hair" preisgegeben werden, nur zustimmen. Ich selbst war schon drei mal in dem Musical "Hair" und kann es nur jedem weiter empfehlen, der das Musical noch nicht besucht hat. Mich selbst hat die Musik am Meisten fasziniert, (darauf lag ja auch der Schwerpunkt). Mittlerweile habe ich sämtliche Texte und CDs zu dem Musical gesammelt. Aber nicht nur Jugendliche (so wie ich) können von dem Musical fasziniert sein - auch ältere Leute finden ihren Spaß dadran. In einer der Aufführungen saß eine 75 Jahre alte Dame vor mir, die bei den Zugaben gar nicht mehr auffhören wollte zu klatschen. Das Ensemble zeigt sehr gute Zusammenarbeit und mir ist es unmöglich, einen Favoriten der Schauspieler zu wählen.
Yvonne Verheyen
yvonne-verheyen@t-online.de



3.5.2002
(zu unserer Rezension der CD "Color Me" von Hiram Bullock)

Ich schliesse mich Ihrer Meinung zu der letzten Hiram Bullock CD "Color Me" 100% an. Die Scheibe ist ein Hochgenuss und nur Jazz Puristen können ein negative Meinung dazu haben. Ich hoffe, dass Hiram Bullock die Scheibe noch Live dieses Jahr in unserem Breitengrad vorträgt.
Uli Schmitz, Leichlingen
U.Schmitz@schmitz-sg.de



1.5.2002
(zu unserer Rezension der neuen CD von Xavier Naidoo)

Hallo meine Damen und Herren!!
Ich bin Mutter von drei Kindern 14-9-7 Jahren und habe heute die Kritik an dem neuen Album von Xavier Naidoo gelesen. Ich finde es schon gut, dass es diese Musik gibt, weil auch wir als Eltern sie anhören können. Es ist in der heutigen Zeit für Eltern nicht immer ein Vergnügen, die Musik der Kinder zu höhren. Ich finde, dass die Musik heute zu viel Gewalt ausdrückt, man siehe z.B. Eminem und Böse Onkelz u.s.w., das grenzt schon an Körperverletzung, was diese Leute so alles singen, wenn man das denn singen nennen darf. Bei so manchem Text dreht sich mir der Magen um und ich frage mich, wo ich wohl lebe und mir liegt es fern, an ihnen Kritik zu üben, aber wir haben weiß Gott andere Probleme auf dieser Welt, als über ein persönliches Glaubensbekennis zu diskutieren. Sie können sich ja mal das Lied von Xavier anhören "Wenn ich schon Kinder hätt". Wenn sie dann den Text verstehen dann hat das nichts mit Glauben zu tun, sondern das ist für viele Kinder dieser Welt der bittere Ernst. Über eine Antwort von ihnen würde ich mich sehr freuen!! Und verbleibe bis dahin mit freundlichem Gruß:
Petra Hillemacher
PHillemacher@t-online.de



30.4.2002
(zu unserer Premierenbesprechung von Der feurige Engel in Münster)

Ich habe den "Feurigen Engel" in Münster zweimal besucht, aber jetzt erst Ihre Kritik gefunden, der ich völlig zustimmen kann. Gute Sänger, ein tolles Orchester, eine missglückte Inszenierung. Viele heutige Opernregisseure trauen der Musik nicht mehr, sie haben Angst vor dem Statuarischen und dem Fremden. Sie trauen der Musik nicht mehr: vor lauter Hektik und Aktion nimmt man die Musik nicht recht wahr (beim zweiten Besuch in Münster habe ich über lange Strecken einfach die Augen zugemacht).
Angst vor dem Statuarischen: in vielen Opern gibt es wunderbare Ruhepunkte, die jeder braucht. Aber der Regisseur denkt sich: O Gott, da passiert ja nichts, das muss eine Aktion rein. Und zwar von allen Hauptdarstellern und allen Choristen, und alle sollen möglichst was Verschiedenes tun.
Angst vor dem Fremden: der "Feurige Engel" spielt im ausgehenden Mittelalter. O Gott, das versteht ja kein Mensch. Also werden die Protagonisten in lächerliche Kostüme gesteckt (Ruprecht im zeitlosen Holzfällerhemd), wobei die Ebenen auch kaum eingehalten werden. In diesem Fall dienten die Kostüme auch dazu, die körperlich etwas zu große Fülle der Hauptdarsteller sehr zu betonen, was manchmal unfreiwillig komisch wirkte. Diese unfreiwillige Komik gab es häufig. Schade, denn der "Feurige Engel" ( in Kurzform in der 3. Sinfonie enthalten) ist ein aufregende Oper.
MfG
J.Hensel
jochenhensel@meocom-online.de



17.4.2002
Das Konzert der "Mike Stern Band" hier in Ingostadt hat mich tief bewegt. Besonders die langsamen Titel - wie z.b. "Slow Change" oder "Still There" - waren in ihrer Darbringung und Komposition nicht zu überbieten. Mike Stern belebt darüber hinaus mit vielfältigen Kontrasten, wo man nie weiß, was noch alles kommt.
Dennis Chambers hat da noch sein Übriges dazu beigetragen. Es waren nicht allzu viele Solos, welche er zum Besten gab, aber das, was er spielte, war von unglaublich professioneller Art, wo man - trotz der Kürze - nie meint, es hätte irgend etwas gefehlt.
Günter Loy
(Autor)
g.loy@t-online

(Siehe dazu auch unsere CD-Rezension Voices von Mike Stern)



2.4.2002
(zu unserer Premierenbesprechung von La Fanciulla del West in Essen)

Lieber Herr Tillmann,
soeben haben ich Ihre Besprechung von "La Fanciulla del West" aus dem Aalto-Theater Essen gelesen. Ich stimme mit Ihnen in den meisten Punkten hundertprozentig überein, auch wenn ich finde, dass Ihre durchweg negativen Bewertungen selbst der kleinsten Wurzn-Partie manchmal doch ziemlich spitzfindig sind. Ich glaube, kein Larkens, kein Jack Wallace, kein Nick, genausowenig wie der siebte Zwerg in Schneewittchen verdient derart einschränkende Besprechungen. Aber wie dem auch sei. Ich konnte mit der Inszenierung genauso wenig anfangen wie Sie (leider habe ich die Wiesbadener Produktion nicht gesehen). Im Vorfeld hieß es, Joosten würde an das Stück sehr naturalistisch herangehen. Dazu passten dann allerdings weder manche noch so schönen Lichteffekte, genauso wenig wie die symbolisch angedeuteten Eisenbahnschienen. Na, und über das letzte Bild mit Minnie hoch zu Ross braucht mal wohl eh kein Wort mehr zu verlieren; auch wenn ich im Gegensatz zu Ihnen nicht zu beurteilen vermag, ob Frau Patané nun reiten kann oder nicht. Alles in allem wirkte die Regie auf mich sehr provinziell.
Ich danke Ihnen sehr dafür, dass Sie es wagen, über das Essener Orchester und seinen "Stardirigenten" Soltesz, den Unangreifbaren, negativere Beurteilungen zu schreiben. Sie haben meiner Meinung nach vollkommen Recht, dass mittlerweile alles gleich synthetisch klingt. Soltesz kommt vor allem mit dem italienischen Repertoire nicht zurecht. Dort fallen seine oft hanebüchenen Tempi besonders auf. Nur Oberflächenglanz, Transparenz und richtige Einsätze reichen für Puccini eben doch nicht aus. Auch Soltesz' absolute Unfähigkeit, eine Tempo über mehr als vier Takte durchzuhalten stört ganz besonders im italienischen Repertoire. Ich freue mich schon auf "I Puritani" unter ihm in der nächsten Saison!!!!!
Man sollte, wie Sie sagen, einen kompetenten Gastdirigenten für das italienische Repertoire engagieren, oder vielleicht Herrn Ringborg mit solchen Stücken betrauen. Soltesz könnte viel Geld an unnötigen Gastsängern sparen. So sehr ich Wolfgang Brendels Stimme ja an sich mag, und so gern ich ihn eigentlich auch als Jack Rance gehört habe, aber Károly Szilágyi hätte auch zur Verfügung gestanden für wesentlich weniger Geld. Allerdings war das Orchester oft so laut, dass ich selbst Brendel an manchen Stellen nicht mehr hören konnte. Szilágyi, der nun wahrlich keine kleine Stimme hat, wäre wahrscheinlich überhaupt nie zu hören gewesen. Ich frage mich auch, wie laut die Stimmen von Caruso und Amato seinerzeit gewesen sein müssen. Immerhin fand die Uraufführung in der riesigen Met statt. Aber über Soltesz' Besetzungspolitik gibt es im Moment eh viele Beschwerden. Besonders in der nächsten Spielzeit gibt es einige Besetzungsüberraschungen, vor allem bei den Wiederaufnahmen, aber auch bei den Premieren.
Es ist am Essener Haus wahrlich nicht alles Gold, was glänzt, und ich bin sehr froh, dass Sie das auch so sehen. In der Lokalpresse gibt es immer nur Lobeshymnen, aber wahrscheinlich nicht ganz freiwillig, wie ich befürchte.
Theater ist eben auch Politik.
Viele Grüße,
Björn Huestege
bhuestege@hotmail.com



23.3.2002
(zu unserer Besprechung von Die Plagen in Karlsruhe)
Sehr geehrter Herr Menzel,
beim samstäglichen Umherlatschen im Netz bin ich bei Ihrer Kritik meiner Inszenierung gelandet und möchte Ihnen zu dieser fachlich guten und fairen Kritik gratulieren. Nach dem, was ich in den letzten Wochen an Unsinn und Widerwärtigkeiten aus dem Umfeld von Karlsruhe, Bruchsal und Stuttgart über "Die Plagen" habe lesen dürfen, ist eine solche Arbeit eine Wohltat. In dieser Kritik spürt man das Bemühen um die Sache. Der Hinweis auf die in Hamburg geübte Tradition der Mehrsprachigkeit (übrigens in London auch!) erleichtert das Verständnis. Die Erwähnung des Widerspruchs zwischen Musiksprache und dramaturgischen Geschehen am Beispiel des "stillen" Finales erklärt etwas von der Technik, die ich anwandte - übrigens die gleiche Technik wie im "Trionfo" auch.
(...)
Bei 95% der Kritiken, die ich bekommen habe, ist zum Beispiel auch die große Publikumsakzeptanz nicht erwähnt, so daß unvoreingenommene Zeitungsleser schlichtweg falsch informiert wurden. In Amerika wäre sowas Grund für eine Schadenseratzklage. Eine fachliche Auseinandersetzung mit der von mir ausgesuchten Musik fand schon gar nicht statt. Man hatte den Eindruck, den meisten Kritikern war das Wesentliche, die Musik Händels, absolut gleichgültig. Wer "Trionfo" über den grünen Klee gelobt hat, kann "Die Plagen" nicht als Müll betrachten, ein Werk, das im gleichen Geist, in gleicher Radikalität, mit gleicher Musikalität zusammengestellt worden ist. Dazu noch mit weitaus besserer Musik. (Natürlich mit einem anderen düsteren Sujet.) Es war deshalb alles in allem eine traurige Bilanz von "Provinz" in Karlsruhe, die jedes lobende Wort, das 1999 von dieser Presse über "Trionfo" geschrieben wurde, nachträglich wieder in Frage stellt.
Desto froher war ich, Ihre Zeilen gelesen zu haben!

Mit freundlichen Grüßen aus Rom:
Sven Severin.
severinschmidt@tiscalinet.it



19.3.2002
Hallo! Liebe Autogrammsammler!
Wer hat zwei Autogrammfotos von Günter Wand, der kürzlich leider verstorben ist? Hätte ja gerne eines der Autogramme.
Mit freundlichem Gruß
Wolfgang Klawonn
KlawonnPlaton@aol.com



15.2.2002
Guten Tag, zusammen!
Ich lebe in Frankreich und bin leidenschaftlicher Klassikkomponist mit bereits einigen (leider weniger bekannten) Erfolgen. Ich würde so gerne einmal eine Oper oder ein Singspiel in klassischen Stil schreiben, das auch aufgeführt wird. Wer hätte Lust/Zeit mitzumachen?! Ich suche in erster Linie ein vernünftiges Libretto (Märchen, Sage o. ä.) in Deutsch und natürlich ein Orchester, Sänger etc. für die Aufführung. Es bestehen keine finanziellen Interessen aber schon einiges Potential, um die Sache zu finanzieren. Freue mich über jede Antwort. Vielen Dank!
Ulrich Blees
blees@wanadoo.fr



8.2.2002
Erst mal herzliche Glückwünsche zu Eurer wirklich interessant gestalteten und immer aktuellen Seite. Bin Sängerin und immer sehr gespannt auf Rezensionen und Kritiken auch von "meinem" Haus. Würde mich freuen, weiter so viele, für meinen Geschmack zutreffende Artikel zu lesen.
Viele Grüsse
Diana Möller
MoellerDiana@aol.com



26.1.2002
Hallo OMM-Fans!
Ich suche Infos (aller Art) zu Stefan Vinzberg, zu seiner Arbeit als Komponist sowie über sein Wirken als Musical- und Operndarsteller (TENOR!!!). Wenn mir jemand Tipps geben könnte oder mir konkretes Material per Mail zusenden würde, wäre das wirklich klasse!
DANKESCHÖN für die Aufmerksamkeit!!!!!
Luisa Laube
luisa_l@gmx.de



22.1.2002
Wir sind zwei Erwachsene (45 + 48 Jahre) und zwei Kinder (6 + 10 Jahre).
Ich habe es bisher kaum erlebt, dass Eltern und Kinder gleichermaßen begeistert die Geschichten von Ritter Rost und Burgfrau Bö zusammen (!!!) anhören und singen. Das hat meiner Meinung nach Seltenheitswert. Vor allem die dezidierte und leicht ironische Betrachtungsweise des tollen Zusammenspiels von Mann und Frau und die süffisante Darstellung männlicher und weiblicher Charakterzüge: so wie sie nun eben mal sind.
Tolle Geschichten und vor allem tolle Musik. Auch wenn man ihr durchaus anhören kann, woher ihre Vorlagen stammen.
Herr Janosa hat ein reiches "Musikabular" für seine Stücke und es freut mich, erkennen zu können, was die Grundlagen seiner Musikstücke sind. Das tut dieser Musik keinen schlechten Dienst.
Mehr Bekanntheit würde manchem Mitmenschen durchaus über kleine alltägliche Probleme hinweghelfen.Wir warten gespannt auf die nächsten Geschichten.
Viele Grüße
Andreas Botulinski und Familie
Botulinski@t-online.de



19.1.2002
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte es hinausschreien in die Welt:
Ich bin verliebt in die wundervolle Pianistin Anna Gourari. Gibt es etwas Schöneres als sie anzuschauen und ihr zuzuhören...?
Wolfgang Klawonn
KlawonnPlaton@aol.com



14.1.2002
(zu unserer Premierenbesprechung von Die Walküre in Köln)

Sehr geehrter Herr Tillmann,
(...) Im übrigen teile ich nach der von mir gehörten Aufführung der Walküre am 12. 01.2002 Ihren Verriss von Jeffrey Tate und dem Gürzenich-Orchester in keinster Weise. Ich stand nicht allein - es gab gehäuft Bravo-Rufe aus dem Publikum für Dirigent, Solisten und Orchester...
Mit freundlichen Grüßen
Ursula Beyreuther
ursula@beyreuther.net



26.12.2001
(zu unserer Premierenbesprechung von Die Walküre in Köln)

Sehr geehrter Herr Tillmann,
nach mehrmaligem Lesen Ihrer Rezension über die Kölner Walküre kann ich mich des Eindrucks nicht so recht erwehren, als wenn Sie von vornherein keine richtige Lust hatten, diese Aufführung zu besuchen. Ich war ebenfalls in der Vorstellung, kritiklos stehe ich der Inszenierung und der Musik, die aus dem Graben kam, auch nicht gegenüber. Bei allen Bildern, die ich auf der Bühne sah, und wichtiger noch, alle Bilder, die mir sozusagen zu Hause bei der Vorbereitung erschienen sind, habe ich in Köln jedenfalls nichts gesehen, was den Eindruck dieser Geschichte an sich zerstört hat.
Das von Ihnen angesprochene "Offizierscasino" im 2. Akt ist in meiner Erinnerung nicht so abendfüllend, (obwohl ich es vom 2. Rang aus natürlich auch gesehen habe) daß ich es in meinen Erzählungen überhaupt erwähnt habe. Nein, eine "actionreiche" Inszenierung ist dies sicher nicht. Sie wirkte auf mich eher über lange Strecken schon teilweise etwas langweilig, genau gleichzeitig jedoch um so spannender. Eben weil ich mich umso mehr auf die Personen konzentriert habe. Und gerade Titus, den ich vergangenes Jahr im Rheingold enttäuschend fand, hat mir in der Walküre sehr gefallen. Weil er mir den Eindruck vermittelt hat, daß er Wotan ist und ihn nicht nur "spielt". Für den 2. Akt hatte ich allerdings einen "Vorsprung", ich durfte hierzu eine Woche vor der Premiere eine Probe besuchen. Doris Soffel als Fricka fand ich absolut überzeugend, und das merkwürdige war, daß mir Fricka richtig sympathisch war...
Das Schlußbild, das Sie auch in Ihrer Kritik veröffentlichen, finde ich sehr irritierend. Meiner Meinung nach gibt es dieses Bild in der Inszenierung überhaupt nicht. Es handelt sich doch um ein Probenbild? Als Loge nicht erscheint, will Wotan seine Tochter doch schützen, nimmt sich dann selber dieses Feuerzeug oder Kerze, und stellt sie vor sein Kind, als Symbol für den Schutz des Feuerkranzes. Erst zum Schluß geht doch die hintere Wand hoch und man sieht ein Lauffeuer. Allerdings nichts, was den ganzen Bühnenhintergrund ausstrahlt. Deswegen finde ich dieses Bild ganz unglücklich (ich sah es auf dem Pressetisch am Premierenabend schon), weil es m.E. nach einen ganz falschen Charakter des Schlußbildes zeigt. Diese Verlorenheit und Einsamkeit von Wotan wird nicht gezeigt.
Meine ewige und größte Kritik gilt auch dem Orchester. Allerdings, weil es mir viel zu laut war, ich hatte teilweise Probleme, die Sänger überhaupt zu hören.
Nun ja, im Januar besuche ich die Aufführung noch einmal, dann sitze ich weiter unten, und werde sehen, ob mein Eindruck ein anderer wird.
Nichts für ungut.
Sophia Kirch
Sophia.Kirch@t-online.de



25.12.2001
Sehr geehrte Damen und Herren!
Zur Zeit arbeite ich an einer Seminararbeit über Kurt Weills Operneinakter "Der Zar läßt sich photographieren" ("The Tsar has his Photograph taken"). Ich habe zwar genug Material dazu, wäre aber sehr dankbar für den Hinweis, ob sich ein Videomitschnitt zu einem halbwegs vertretbaren Preis ("arme Studentin...") auftreiben läßt.
Ich bedanke mich im Vorhinein für jedwede Hilfe!
susanne.auzinger@gmx.at



11.12.2001
Schon lange Zeit suche ich Libretti von Opern von Mozart z.b. Don Giovanni, Figaro, Appollo und Hyacinthus, Lucio Silla. Werke erzählt in Deutsch oder English, nicht in Italienisch. Ich wohne in Holland. Kann jemand mir helfen?
Herrn von Zonneveld
Selene.Houtsnee-Stoer@klm.com



11.11.2001
Ich spiele Langhalslaute "Tar ein iranisches Instrument" und möchte gerne mit Studenten-innen Kontakt aufnehmen, und mit europ. Instrumenten zusammen spielen - besser gesagt einige Versuche machen.
Ich wohne in Mannheim und warte mit Freude auf die Kontakte.
M.f.G. Ehsan
m.ehsan@t-online.de



7.11.2001
(zu unserer Besprechung der Kinderoper Brundibar in Wuppertal)

Sehr geehrtes Redaktions-Team,
lieber Herr Göbbel,
unbekannterweise aber nicht minder herzlich grüße ich Sie, - und danke Ihnen von dieser Stelle aus für die überaus herzliche, kompetente und umfangreiche Besprechung unserer "Brundibar"-Produktion. Sie haben es offensichtlich verstanden; das, was wir für Kinder und Jugendliche in Sachen "klassischer Musikvermittlung" unternehmen,- verstanden, mit dem richtigen Auge und Ohr, vor allem aber mit dem Herzen zu erkennen, was auf der Bühne, im Orchester und im Publikum (!) geschieht. Dafür gebührt Ihnen Dank und Anerkennung aller an dieser Produktion Beteiligten!
Ich hoffe, daß Sie vor diesem Hintergrund (grundsätzlicher Übereinstimmung) vielleicht öfter einmal Gelegenheit finden, über uns und unsere konzertanten sowie pädagogischen Bemühungen zu berichten....
Das würde uns (gerade im Wupper-Tal!) gewiß den Rücken stärken!
Mit herzlichem Gruß, vielleicht auf bald,
Ihr Thomas Honickel
(Dirigent und künstlerischer Leiter von "Kid's Klassik")
t.honickel@kids-klassik.de



6.11.2001
Sehr geehrte Redaktion!
Vorab Gratulation zu Ihrem Musik-Magazin! Das ist eine echte Alternative zur Opernwelt, Orpheus und Opernglas!
Besonders seit Herr Thomas Tillmann mit seinen fundierten Kririken hier erschienen ist, hat sich das fachkundige Niveau der Besprechungen erheblich gesteigert. Endlich einmal ein Rezensent, der etwas von Stimmen versteht und auch etwas zu sagen hat! Bravo, Online Musikmagazin, dass Sie diesen Fachmann haben gewinnen können, der auch stilistisch brillant schreibt!
Ihr
G. Merseburg
Berlin / München
P.S.:
Leider habe ich oft Pech beim Aufrufen Ihrer Websites, besonders bei den Links zu den Künstlerseiten erreichte mich mehrfach die Ansage: Web Site not responding!
GMerseburg@aol.com

(Amerkung der Redaktion: Dass es unter den zahlreichen Links auf den Künstlerseiten immer wieder mal Adressänderungen gibt und so einige Verlinkungen nicht mehr funktioneren, lässt sich leider nicht vermeiden. Wir bemühen uns natürlich stets um Aktualität. Wenn Sie eine Webseite dennoch nicht erreichen können, dann geben Sie uns bitte Bescheid, wir kümmern uns dann darum.
Mit vielen Grüßen, die OMM-Redaktion)




5.11.2001
(zu unserer Premierenbesprechung von Tannhäuser in Dortmund)

Betr: Tannhäuser - Kritik:
Eine Kritik, die sich mit sehr viel Kompetenz und musikalischer Sachkenntniss auszeichnet. Besonders lobenswert, mit wieviel musikalischem Gespür und Sensibilität der ernormen Leistung des GMD Hans Wallat hier gewürdigt wurde!
Hier klinkt Wagner nach Wagner und nicht wie in der Nachbarschaft nach Lorzing. Alle Übergänge gelingen Hans Wallat mit Bravour. Besonders bemerkenswert fand ich seine musikalische Interpretation im 2. Akt "Aufzug der Gäste".
Nehmen sie meinen Dank für die hervorragende Kritik "Tannhäuser" an der Dortmunder Oper.
Reiner Pohl
repodo@t-online.de



23.10.2001
(zu unserer Premierenbesprechung von Nabucco in Gelsenkirchen)

Dieser Rezension kann ich unter keinen Umständen zustimmen. Ich habe die Vorstellung am 20. Oktober besucht und war bis auf Kleinigkeiten wirklich begeistert. Die Inszenierung ist stimmig, die Bilder bedenkenswert und nicht platt. Die szenische Führung der doch recht gewichtigen Damen und Herren des Chores war in der Tat noch verbesserungswürdig. Die Figurengruppierungen waren dramaturgisch äußerst geschickt vorgenommen. Wer hier zu wem hielt, das war klar.
Eindrücklich die beiden Fragen, die Tilman Knabe (ohne daß er bei der Inszenierung von den Geschehnissen der 2. Septemberhälfte und des Oktobers 2001) wußte:
1. Wie hältst Du es, lieber Zuschauer, mit der Propaganda, die Gewalt ins positive wenden soll? Erkennst Du die sehr privaten Beweggründe, die zu Angriffs- und Mordbefehlen führen? Möchtest Du diese Beweggründe überhaupt kennen oder möchtest Du Dir höhere Werte als Begründung vorgaukeln lassen.
2. Warum, und dies wird von Knabe äußerst kritisch angemerkt, schreibt Verdi so schöne Musik zu brutalen Aufrufen zum Mord? Und warum genießen wir diese Verbindung von offen brutaler Gewalt und schöner Musik? Ist dies eine conditio vitae hominis sapientis?
Knabe führt uns an den Rand gesellschaftlich und sozial getarnter Fallgruben. Und dies tut er sehr direkt und ohne Individualpsychologie. Sehr gelungen!!
Sängerisch fand ich insbesondere Karnolsky sehr eindrucksvoll. Miassodev nicht minder. Die Morigi, die ich als Abigaill gesehen habe, war in der Höhe zu Beginn etwas sehr ungenau, dies besserte sich allerdings. Der Chor lieferte eine sehr ordentliche Leistung ab.
Das Highlight des Abends habe ich erst beim Schlußapplaus identifiziert. Vorausgeschickt sei, daß ich kein Fan von Herrn Bächli bin, insbesondere seine Zusammenarbeit mit der Bühne finde ich stark verbesserungswürdig.
Bei meinem Besuch war alles anders, die Kongruenz von Graben und Bühne war geradezu gespenstig präzise, sowohl in rhythmischer, dynamischer und insbesondere in klanglicher Hinsicht (dunkel - hell - usw.). Und die Probleme von Frau Morigi wurden aus dem Graben gelöst, absolut genial. Die Musik wirkte frisch, Verdi wurde hier, und dies ist bei Nabucco genau richtig, als ein dramaturgisch fortgeschrittener Rossini dirigiert, die Orchestereffekte kamen perfekt (Bläserrufe, Orchesterschläge, schnellste Stimmungswechsel). Und das alles völlig selbstverständlich, was bei der Neuen Westfälischen sehr verwunderte.
Die Überraschung kam dann beim Applaus: statt Bächli hatte Cosima Sophie Osthoff dirigiert, eine Zauberin. Wahrscheinlich ist es auch ihr zu verdanken, daß absolut keine Ablehnung der Musiker gegen die Inszenierung zu spüren war. Es passte alles zusammen.

Mit freundlichen Grüßen,
Friedhelm Michels
friedhelm.michels@sps-deutschland.com



15.10.2001
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich hörte vor einigen Monaten einen Ausschnitt aus dem Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll von Sergej Bortkiewitsch. Ich konnte zwar etwas über den Komponisten in Erfahrung bringen, aber leider ist es mir bis jetzt nicht gelungen, eine Aufnahme dieses oder eines seiner beiden anderen Klavierkonzerte zu erhalten. Wer kann mir weiterhelfen?
Vielen Dank für eine Antwort.
Mit freundlichen Grüßen
S. Nölke
nc-noelkesa@netcologne.de



6.10.2001
(zu unserer Premierenbesprechung von Drei Opern-Einakter von Paul Hindemith in Köln)

Zu Ihrer Rezension an den Bühnen Köln:
ich habe das Triptychon 2 x gesehen, jeweils nur "Mörder, Hoffnung der Frauen" und "Sancta Susanna". Beim ersten Mal hatte ich Gelegenheit an einer Probe teilzunehmen und saß mit ein paar Leute so ca. 20. Reihe Parkett. Die Geschichten haben mich bei dem Besuch ganz gefesselt, wer sich wie darstellt, dieses hektische, ruhelose, die Kämpfe und die Brutalität die darin verborgen ist. Von der Düsternis und den Aggressionen hat mich die Insz. außerdem an die Bilder von Krämer's Inszenierung von Intolleranza erinnert. "Sancta Susanna" fand ich sehr überzeugend, vor allem nach der Öffnung des Fensters, wenn Susanna durch den Bühnenraum tanzt, weil sie ihre Gefühle entdeckt. Die Sängerin wirkte wie abgehoben, wie nicht von dieser Welt. Die Szene mit dem Gekreuzigten war großartig, auch wenn ich nicht kapiert habe, warum er ihr die Dornenkrone über den Kopf hält. Warum ist sie denn in diesem Fall die Märtyrerin? Die Musik fand ich total fremd, aber irgendwie passend zu der Geschichte und sehr gut gespielt und gesungen. So viele Bläser im Graben erinnern mich ungewollt immer an Wagner, naja.
Ganz anders bei meinem 2. Besuch am 2.10. - da war ich allerdings gehandicapt durch eine schwere Erkältung. Ich saß oben in einem der Blöcke und fand's nur furchtbar. Die Figuren auf der Bühne wirkten in ihren Bewegungen lächerlich. Die Streicheleien und Biegungen der Körper sahen aus der Ferne richtig komisch aus. Die Bewegungen wirkten gespielt und nicht gefühlt - gerade auch bei Susanna. Aber am allerschlimmsten war die Musik. Das Orchester war m. E. so laut, daß man die Sänger überhaupt nicht verstanden hat, und das finde ich (immer!!) wahnsinnig schade. Wenn ein Orchester nicht in der Lage ist, sich zurückzu nehmen, weil es in der Oper nunmal eine Einheit zwischen Bühne, Sänger und Orchester geben soll, halte ich nicht so viel davon!
Ich denke, daß die Aufführung auf jeden Fall sehenswert ist, wichtig ist meiner Meinung nach wohl, ziemlich weit vorne zu sitzen, weil der Kontakt dann einfach viel stärker ist. Schöne Grüße aus Köln,
Sophia Kirch
Sophia.Kirch@t-online.de



28.9.2001
(zu unserer CD-Rezension "Aida light" )

Lieber Herr Tilllmann,
ich schicke sehr gerne voraus, daß ich ein Fan von Nikolaus Harnoncourt bin, deshalb kann ich natürlich Ihre eher negative Kritik natürlich nicht unwidersprochen lassen. Ich empfinde Harnoncourts Annäherung an das Werk wirklich faszinierend; natürlich hört man Dinge, die entweder in alten Einspielungen nicht hörbar werden...was wohl an der Aufnahmetechnik liegt, oder so noch nie gemacht worden sind; natürlich, wie jeder Plattenfreund hat man "seine" Aida im Schrank, in meinem Falle die unter Jonel Perlea mit Björling, Milanov und Barbieri, die hört man sich immer mal wieder an, und meint, etwas besseres wird es nie mehr geben.
Aber: warum soll man im Jahr 2001 nicht einfach etwas anderes versuchen, etwas, was man vielleicht nicht erwartet, was einen zum genauen Hinhören zwingt, zum aktiven Musikhören. Ich habe auch etwas Probleme mit Frau Gallado - Domas' scharfen Höhen, und Vincenzo La Scola ist auch manchmal etwas an der Grenze seiner stimmlichen Möglichkeiten angelangt. Dennoch habe ich in jedem Takt das Gefühl, hier wird spannende Musik gemacht, alle setzen sich für Stück und Werk ein, und was das Dirigat Harnoncourts anbelangt, habe ich nie das Gefühl hier ist es zu langsam, oder schleppt, im Gegenteil, ich empfinde Hochspannung in jeder Note... was ja bekanntlich nie eine Frage des Tempos ist. Wenn man sich darauf einläßt, erlebt man mit dieser CD etliche spannende, anregende Minuten, und fragt sich nicht mehr, warum diese Geschichte heute noch etwas zu sagen hat... von der schönen Musik abgesehen: Ich möchte mal nur die aggressiven "Guerra!" Schreie im ersten Akt herausstellen.. Alles Geschmackssache, natürlich, und wie schön, daß eine Neuaufnahe immer noch Kontroversen auslösen kann!
Mit freundlichen Grüßen,
Ingo Scharrenbroich
IScharrenb@planet-interkom.de



6.9.2001
Sehr geehrte Damen und Herren,
ein brillanter Internetauftritt!! Sehr gut hat mir die Idee Klangbeispiele mit einzubinden gefallen. Elena Mosuc ist eine Wucht. Ich hatte das Vergnügen sie in München zu sehen, in der Rolle der Lucia, und bin seit dann ein begeisteter Fan.
Eine Aufnahme der Luisa Miller habe ich mir letztens zugelegt. Leider habe ich nicht darauf geachtet, daß kein Libretto dabei war. Ich habe versucht es mir nachträglich zu besorgen, aber so wie es aussieht wurde es weder bei Reclam, noch sonstwo aufgelegt. Haben Sie ein Tipp für mich, von welchem Verlag ich es erhalten könnte?
Ich bedanke mich und verbleibe mit freundlichem Gruß
Johann Gion
Johann.Gion@mchr1.siemens.de

(Hinweis der Redaktion: Alle Libretti von Verdi-Opern können Sie unter www.giuseppeverdi.it/ing/verdi/libretti-index.htm kostenlos herunterladen.)



30.8.2001
Für eine politologische Rechreche suche ich dringend eine vollständige Version von Eduard Künnekes Operette "Glückliche Reise", sei es als Buch, sei es als Tonträger.
Kann mir jemand helfen?
Beste Grüße
Wolfgang Dietrich

Univ.Doz. Dr. Wolfgang Dietrich
Institute for Political Sciences
University of Innsbruck/Austria
wolfgang.dietrich@uibk.ac.at



21.8.2001
Ich habe eine simple Frage:
Wie bläst man eine Panflöte?
Wo gibt es im Internet eine kurze Beschreibung darüber?
Kann mir wer helfen?
Gottfried
gfrpr@yahoo.com



18.7.2001
Hallo an alle Leser,
kann uns jemand den Text vom Lied "Anna Lisa" schicken?!
Der Text ist ungefähr so: "Anna Lisa bist du noch böse auf mich? ...."
Wir möchten diesen Text einem jungen Ehepaar als Bild schenken!
Vielen Dank im voraus an alle Leser.
Carola
ckierstein@tiscali.it



14.7.2001
(zu unserer Rezension der CDSternengebot )

Sehr geehrter Herr Tillmann,
Ihr Bericht über "Sternengebot" hat mir außerordentlich gut gefallen. Nicht nur Ihr Sachverstand und Schreibstil haben mir gut gefallen, sondern auch die Tatsache, daß Sie sehr gründlich recherchiert haben. (Selten lese ich so gute Berichte in "Opernwelt".)
Von dem Bayerischen Landesorchester war ich auch sehr beeindruckt. Ich fand diese jungen Musiker hoch-begabt, und die Aufnahme hat schon Freude gemacht.
Ich habe mich sehr gefreut, daß Sie mich in Ihrem Artikel erwähnt haben! Ich hatte wenige Tage vor der Aufnahme die Anfrage erhalten, ob ich die beiden Rollen (Julia und Hiltrud) kurzfristig übernehmen könnte. Obwohl dies enorm viel Arbeit für wenig Geld bedeutete, nahm ich das Angebot an. Immerhin fand ich die Arbeit hoch interessant und dachte, wenigstens würde die harte Arbeit durch das Publicity sich lohnen. Dennoch war ich verärgert und gekränkt, als ich im CD-Booklet mein Foto und meine Biografie, die ich eingereichte hatte, nicht fand. Ich dachte, daß meine Erfahrung an internationalen Opernhäusern, nicht zu schweigen von meiner Bayreuther-Brünnhilde, interessant genug wäre, um für diese Produktion Werbung zu machen!
Auf jedem Falle, hat Ihr Artikel mir etwas Trost gespendet! Ich danke Ihnen für Ihre freundliche Erwähnung!
Mit freundlichen Grüßen,
Brenda Roberts
Brendaroberts1@aol.com



24.6.2001
(zu unserer Rezension der CD Clarinet Songs)

Leserbrief: Richtigstellungen zu der Rezension der CD "clarinet songs" CACD 561 von Martin Rohr vom 19.06.01:
Der Rezensent hat die CD inhaltlich nicht verstanden. Offensichtlich hat er sich zeitlich nicht ausreichend mit der Materie befasst, oder fühlte sich überfordert und/oder nicht in der Lage, objektiv zu bleiben. Die Überschrift und die Eingangstheorie ist unrichtig, denn es wurden in die CD Dinge hineininterpretiert, die nicht den Tatsachen entsprechen. Er geht von falschen Voraussetzungen aus. Die CD "Clarinet songs" erhebt nicht den Anspruch, Neues im Sinne von MUSICA NOVA zu präsentieren. Es wurden Katalogneuheiten - einige darunter in Weltersteinspielungen - aufgenommen, die "abseits der abgetretenen Pfade" liegen. Also einmal nicht Schuberts "Der Hirt auf dem Felsen" und ähnlich Gängiges.
Folgende Behauptungen in der Kritik sind irreführend:
1.) Die Behauptung, das Repertoire für Sopran, Klarinette und Klavier wäre von Johannes Brahms bedacht worden ist falsch, zeugt von Unkenntnis des Rezensenten.
2.) Dieses wertvolle Repertoire als "Leichte Muse" einzustufen, wie auch die pauschale Wertung "mit deutlichen Interpretationsschwächen" sind anmaßend!
3.) Die Abwertung der Texte des Dichters William Wordsworth, immerhin handelt es sich um den größten englischen Romantiker. Er hätte es im Übrigen verdient, zumindest richtig geschrieben zu werden.
4.) Wo befinden sich auf dieser CD die erwähnten "klassischen Opernarien"? Dieser Fauxpas ist schon peinlich...
5.) Dass ein Komponist des 20. Jahrhunderts sich zur Romantik hingezogen fühlt ist ja wohl kein Manko. Beispiel: einem Hans Werner Henze werden seine "Undine"-Visionen nicht angelastet.
6.) Die Klangverschmelzung zwischen Singstimme und Klarinette findet sehr wohl statt, nämlich in den "Vokalisen" von Ralph Vaughan Williams (Tr. 16-18). Auch hier bitte den Namen ohne Bindestrich.
7.) Herr Rohr verkennt wohl die Definition des Begriffes "obligater Klarinettenstimme", die da wäre: (ital. obligato = verbindlich) Bezeichnung für eine Instrumentalstimme, die für die Aufführung eines Stückes unbedingt erforderlich ist.
8.) Das Solo-Stück "A Cappella Clarinet " von David Bennett beinhaltet sehr wohl Spieltechniken des 20. Jahrhunderts in den Trillerketten (Tr. 15 ).
9.) Die richtige Bestell-Nr. der CD "clarinet songs" lautet Cordaria CACD 561/ Liebermann

Allein die briefliche Anerkennung und Statements der Komponisten, Noble und McCabe - die beide unsere Interpretationen ihrer Werke - in Weltersteinspielungen - loben, sind uns wichtig und zählen.

Wilfried Berk, Ensembleleiter
W.BERK@t-online.de

(Anmerkung der Redaktion: Wir danken für die Hinweise auf die falsche Schreibweise der Eigennamen, die wir inzwischen korrigiert haben.)



11.6.2001
Liebe Leser und Musikkenner,
wo kann ich nach Musikern bez. Tanzkapellen, die in den Dreißigern aufgetreten sind, suchen? Mein Großvater war von Beruf Musiker aus Düsseldorf, habe aus seinen Nachlaß viele Bilder von Berufskollegen und möchte nun Nachforschungen anstellen.
Wer kann mir weiterhelfen?
Mit freundlichen Grüßen,
Renate Heckmann
Email: tfm@illig-tfm.de



5.6.2001
Sehr geehrte Damen und Herren,
der "hohe" Norden ist mir auf Ihren sehr gut gestalteten und informativen Seiten wenig aufgefallen. Und das könnte sich ändern !
Neben einer wunderschönen Landschaft, interessanter Architektur (Backsteingotik...) gibt es natürlich auch eine vielfältige Musikkultur in Mecklenburg-Vorpommern und das nicht nur für Einheimische.
Eines dieser musikalisch-kulturellen Höhepunkte ist das traditionelle Klassik open air im Schloßpark Prebberede (südl. von Rostock) mit Händel's Feuerwerksmusik. Dieses Jahr bereits die 6. Veranstaltung und schon lange kein Geheimtipp mehr, kommen doch über 4.000 Besucher aus aller Herren Länder und genießen nicht nur die Musik sondern auch die herrliche Atmosphäre des Schloßparks.
Mehr Informationen unter http://www.prebberede.de
Mit freundlichen Grüßen
M. Münkwitz
Muenkwitz-Rostock@t-online.de



31.5.2001
(zu unserer Rezension der CD Stupor Mundi des Ensembles Oni Wytars)

Sehr geehrter Herr Schmöe,
ich konnte erst jetzt die Rezension genau durcharbeiten, die Sie über die CD der Oni Wytars, "Friedrich II." gechrieben haben. Ein paar Punkte sind mir dabei aufgefallen, die ich Ihnen gerne mitteilen möchte.
1. Zur Überschrift: "Musik ungefähr aus dem Mittelalter" ist meines Erachtens verwirrend. Denn letztendlich stammt die Musik nicht ungefähr daraus, rechnet man doch das Mittelalter bis in die Zeit des 15. Jahrhunderts hinein - und sie schreiben selbst, sie stamme aus dem 13. und 14. Jahrhundert.
2. Ich muss Ihnen ehrlich sagen, beim Namen Friedrich II. kommt mir der von Ihnen zitierte Flöte spielende Herrscher nicht in den Sinn. Als studierter Historiker fällt mir vielmehr sofort der auch gemeinte Stauferkaiser ein, der ja nicht umsonst "Stupor Mundi", das Staunen der Welt genannt wurde (und im letzten Jahr zu seinem 750. Todestag bei vielerlei Anlässen gewürdigt wurde). Für die Musikwelt mag ihr Urteil vielleicht zutreffen, aber nicht unbedingt für den rein historischen Part, auf den Sie im folgenden nochmals abheben.
3. Sie schreiben, dass die CD entgegen ihrem Untertitel überwiegend auf Musik aus dem 13. und 14. Jahrhundert zurückgreift: Zuerst einmal lebte Friedrich II. in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, so dass dieser Einwand nicht ganz treffend ist. Außerdem wird im Booklet klar das Ziel genannt, ein "musikalisch-lyrisches Portrait" einer Epoche und eines Herrschers zu schaffen - und eine Epoche kann man nicht nur an 50 Jahren festmachen. Daneben haben Sie mit ihrer Bemerkung, dass die Quellenlage dürftig ist für diese Zeit, auch eine weitere Erklärung selbst gegeben, warum nicht nur Musik speziell vom Hofe des Kaisers aufgeführt wird.
4. Sie schreiben: "Die CD hat alles andere im Sinn als eine historisch korrekte Auseinandersetzung mit der Stauferzeit. Die schillernde Figur Friedrich II. hält lediglich fürs Marketing her; dazu kommt ein bisschen populärwissenschaftliche Geschichtsvermittlung – fertig ist das Mittelalter, allerdings im Stile der auf kommerzielle Unterhaltung ausgerichteten historischen Spectaculi." Was erwarten Sie von einer Musik-CD? Eine historisch korrekte Auseinandersetzung mit der Stauferzeit, das kann ich Ihnen aus meinem Studium sagen (in dem auch Friedrich II. Thema war) würde ein Booklet von wahrscheinlich 100 Seiten erfordern. Und ganz profan: CDs werden auch aufgenommen, um damit Geld zu verdienen. Das bringt es zwangsläufig mit sich, dass eine Verkürzung zu erfolgen hat. Das Ensemble bezweckt mit dieser CD nicht eine tiefschürfende Geschichtsvermittlung, das kann nicht Sinn und Zweck der ganzen Sache sein. Dann eben "populärwissenschaftlich" - aber im positiven Sinne. Ihre Haltung in diesem Punkt kommt mir sehr puristisch vor.
5. Ihre Haltung zur Rezitation Karsten Wolfewicz, das gestehe ich gerne zu, ist natürlich Ihnen vorbehalten, wobei man geteilter Meinung sein kann. Denn der von Ihnen beschriebene Effekt ist natürlich beabsichtigt.
6. Sie wünschen ein paar fundierte Bemühungen zu den aufgenommen Stücken. Da möchte ich mich wiederholen und auf Punkt 4 verweisen. Zum einen sind im Booklet ein paar, ich denke treffende Bemerkungen gemacht, zum anderen siehe dürftige Quellenlage (wie auch im Booklet des öfteren "Fragment" zu lesen ist).
7. Ihre Bewertung der Musik freut mich und deckt sich mit meiner.
8. Musikhistorische Genauigkeit: siehe Punkt 2,3,4.
9. Vielleicht haben Sie ja Interesse, einmal ein Konzert der Oni Wytars live zu sehen... Es geht um die Musik. Nicht mehr nicht weniger. Und da ist das Ensemble, wie Sie auch vermerkten, "exzellent" und "mitreißend".

Thomas Wilken
thomas.wilken@vip.germany.net
http://www.wilken-web.de



6.5.2001
(zu unserer Premierenbesprechung der Jenufain Essen)

Sehr geehrte Damen und Herren,
in einer Zeit des Überflusses muss man sich wohl wirklich damit abfinden, dass Menschen für Aufgaben herangezogen werden, von denen sie nicht das geringste verstehen. Ich habe keine Ahnung, wer die Besprechung zur Neuproduktion der Oper "Jenufa" im Aalto-Theater geschrieben hat, aber ich bin mir sicher, dass diese Person in dieser Branche nichts zu suchen hat.
Der Mensch, der diese Besprechung (passt das Wort eigentlich?) verfasst hat, kennt weder die Oper, noch hat sie etwas vom Singen verstanden. Diese Person wird nie im Leben auch nur einen gestützten Ton gesungen haben, vielleicht auch noch nicht einmal ungestützte Töne gesungen haben. Die Kritik (auch hier müsste man eigentlich über einen adäquaten neuen begriff nachdenken) zeigte einmal mehr, dass es mittlerweile Usus geworden ist, Begriffe zu verwenden, die man eigentlich gar nicht kennt. Nur ein eklatantes Beispiel: Wie kann man nur einem Sänger wie Jeffrey Dowd (Laca) ungestütztes Singen attestieren, aber im Gegenzug einen völlig überforderten Rainer Maria Röhr (Stewa) loben ??? Hier hat jemand seine Hausaufgaben nicht gemacht !!! Generell ist die gesamte Produktion nicht verstanden worden, leider weder musikalisch noch szenisch. Vielleicht könnten Sie sich doch demnächst bemühen, Leute in die Neuproduktionen zu schicken, die auch grob wissen, worum es geht. Ein paar Begriffe gut kennen, sowie mit einer CD-Einspielung des betreffenden Werkes vertaut zu sein, genügt wohl nicht.

Wahrscheinlich hatte Karl Kraus doch recht:
"Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten."

In diesem Sinne viele liebe Grüße,
Björn Huestege
bhuestege@hotmail.com



2.5.2001
Hallo!
Ihr habt eine wirklich sehr informative und übersichtlich gestaltete Web-site. Schade nur, daß man nichts über das Staatstheater Cottbus findet! Wer sich über uns kundig machen will: www.staatstheater-cottbus.de
Ich würde mich freuen, bald eine Kritik, o.ä. bei Euch zu finden......
Liebe Grüße
juba
juba@freenet.de



17.4.2001
Was ist denn mit aber WESENTLICH MEHR Kritiken über BAROCK-Musik?!
EckertNuess
EckNue@t-online.de



14.4.2001
(zu unserer Premierenbesprechung von Der Freischütz in Bonn)

Hallo zusammen!
Der Freischütz ist das beste, was ich je in Bonn gesehen und gehört habe. Das Regiekonzept ist genial, der schmale Grat zwischen romantischem Kitsch und seelenloser "moderner" Inszenierung wird nie verlassen. Die leise Ironie in der gesamten Inszenierung schafft eine gewisse Distanz zum Inhalt, die musikalischen Emotionen können auf diese Weise voll ausgelebt werden. Anja Harteros ist absolute Weltklasse.
Diese Aufführung hat mich wieder ein bißchen mit der Oper Bonn versöhnt nach den unsäglichen Regiekonzepten in La Boheme, Madame Butterfly und Don Carlos. Zum entsprechenden Regisseur gab es im GA hefitge Leserbriefwechsel. Leider habe ich den Eindruck, daß das Publikum in Bonn nicht mehr die Perlen der Aufführungen von blödsinnigen und musikalisch langweiligen unterscheiden kann. Nur so kann ich das zurückhaltende Verhalten in der Freischütz-Aufführung, die ich besucht habe, erklären.
Viele Grüße aus Meckenheim!
Franz Krumm
Franz.Krumm@t-online.de



2.3.2001
(zu unserer Premierenbesprechung von Der Freischütz in Bonn)

Hallo!
Ihre Rezension der Freischütz-Premiere in Bonn trifft den Nagel auf den Kopf!
Als nur eingeschränkte Freundin des Musiktheaters ließ ich mich von meinem Mann, einem ausgemachten Opernfan, zum Bonner Freischütz "verleiten" und hatte denn auch höchst zwiespältige Eindrücke. Das Bühnenbild war so abschreckend wie eben der Blick durche ein Zielfernrohr aufs Fadenkreuz nur sein kann: Kalt und mörderisch! Schade, das passt so überhaupt nicht zum dem was auf der Bühne gesungen und gespielt wurde. Auch die Kostüme wirkten in diesem Umfeld wie aus dem falschen Film, das Abschlussbild mit der sich hebenden Bühne und den Augen-"Lichtern" war m.E. voll daneben.... aber wie gesagt : ich bin kein Opernexperte......Manchmal verstehe ich dann meinen Mann gut, wenn er die Platte dem Original vorzieht, denn das was die Live-Aufführung mehr zu bieten hätte, kommt in dieser Aufführung m.e. nicht zum Tragen: Wo wird der Wald auf die Bühne gebracht...?
Annette Eberz
A.undA.Eberz@t-online.de



28.2.2001
Hallo!
Ich finde die walküre supertoll. ich war da schon 3 mal drin. am besten gefällt mir evelyn herlitzius als walküre!
susanne (13)
FamRaabe@t-online.de

(Siehe dazu unsere Premierenbesprechung von Die Walküre in Münster)



20.1.2001
Hallo,
es ist sehr schön, dass die Opern des Komponisten Johann Christian Bach wieder aufgeführt werden. Man sollte die Gelegenheit nutzen und auch die Opern von Johann Adolf Hasse wieder aufführen.
Es ist Zeit, diese Meisterwerke wieder zugänglich zu machen und sie auch auf CD einzuspielen.
Gruß
Dieter Kaltwasser
320058293610-0001@t-online.de



9.1.2001
(Siehe dazu unsere Premierenbesprechung von Das Rheingold in Köln)

Liebe Herausgeber,
zur Kritik der Kölner Rheingold-Aufführung:
In der Vorstellung am 07.01.2001 vertrat Iris Vermillion die erkrankte Doris Soffel als Fricka. Auch diese Umbesetzung fügte sich sehr gut in die Aufführung ein. Iris Vermillion war von überzeugender Präsenz und strahlte immer ein starkes Selbstbewußtsein aus.
Ich kann mich Ihrer positiven Besprechnung nur anschließen.
Mit freundlichen Grüßen
Hans Uwe Bongartz
hansuwe@bongartzhu.de



25.11.2000
Schöne Seite haben Sie da...
Können Sie mir vielleicht sagen, wann der Komponist Walter Roehr gelebt hat? Ich bin eine Musikstudentin in London, und keiner meiner Professoren hatte sein Geburts- und Todesdatum gewusst.
Vielen Dank.
Lilly McCormack
rapunzel@supanet.com



Guten Tag!
Nun habe ich gerade zum zweiten Mal durch das OMM geblättert und ich muß sagen, daß dies für mich als Sänger aus einem "Randgebiet" von großer Bedeutung ist...
Also vielen Dank und Gratulation für das geschmackvoll gestaltete Magazin....
Grüße aus dem Norden,
Manfred Lemke
Manfred Lemkemanni@ismennt.is
Baß-Bariton



Habe letzte Woche den Leuten aus dem Laden, in dem ich meine Hardware besorge (Team-Computer Köln / Gelsenkirchen), die Schillertheater-Webseiten gezeigt. Die waren ganz begeistert! ... und das sind keine Greenhorns; die mischen hier kräftig bei dem Multimediaversuch in Gelsenkirchen mit!
Das Lob wollte ich Ihnen und den Omm-Mitarbeitern nicht vorenthalten!
Ludwig Baum
(Intendant /Schillertheater NRW)



Hallo,
anbei ein kleiner Aufruf.
Die Veranstalter des "Open Air Regensburg Sarchinger Weiher 1997" suchen für das Rahmenprogramm und die After-Show-Party ca. 20 deutsche Amateurbands. Das Festival findet voraussichtlich am ersten Juliwochenende 1997 in Regensburg statt. Bands aller Stilrichtungen, die auch vor 20.000 Besuchern nicht ins Schwitzen kommen, können sich mit Bio, Photo und Tonträger bewerben:
mobile e.V.
c/o Michael Kunert
Puricellistr. 11
93049 Regensburg

Ich würde mich freuen, wenn Ihr diesen Aufruf veröffentlichen könntet.
Übrigens: eure Seite ist super !!

Mit freundlichen Grüßen
Michael Kunert
mkunert@donau.de



Hello,
Your web page is very rich of information. Unfortunately I could not understand much as I do not speak your language.
I saw the name of Miarka Laparcerie associated to the French song "Mon coeur et un violon". I believe she was the lyrics composer and that the music was by J. Richepin. I am desperately looking for the French lyrics of that song. Would you have them or may be help me find them on the web?
I thank you in advance for you precious help.

Johanne Martineau (Québec, Canada)
zeeman@total.net



Gut so...
Ach bin ich froh, Eure Seiten gefunden zu haben. Nun kann ich kurz vor meinen häufigen Deutschlandbesuchen (Alter Mettmanner...) schnell nachsehen, was läuft, und meinen Neffen Vorschläge machen. Die sind noch nicht so Internet-versiert...
Weiter so!
Max G. Kluth
maxe@unix.infoserve.net



Von der Uni Dortmund aus habe ich mir heute Ihr OMM angesehen - und bin begeistert. Da ich Musikstudent bin, kann ich die Informationen über das Ruhrgebietstheater usw. natürlich besonders gut gebrauchen.Die Seiten sind angenehm und übersichtlich gestaltet. Wenn das Magazin an Umfang gewinnt, wird man im Ruhrgebiet was Musik betrifft kaum daran vorbeikommen.
Viele Gruesse,
Ares Rolf
ARolf@t-online.de



Hi,
Eure Seite ist super.
Ich wollte nur fragen, ob ihr von einer ähnlichen Seite hier in Hessen wisst.
Danke.
Pawel
Pawel Schloer
s0902900@rsrz14.hrz.Uni-Marburg.de



Hallo,
euer Magazin wird ja immer umfangreicher, weiter so !
(Leider fehlen noch die Plattenkritiken von dem Meisterrezensenten S. Otto....)
Viele Eier und so weiter.
Ralf
Sticklerr@aol.com



Hi,
so, getz hab ich et mir endlich angekuckt und auch gebookmarkt, dat online magazin. Echt spitze, ey! Vor allem, dat die Rezensionen mal nich nur so hingerotzte Fuenfzeiler sind, sondern bissken mehr durchdacht und ausführlich. Über Maria Perzil hab ich im coolibri gelesen und bei Euch, sonst noch gar nichts. Würde mich freuen, wenn Ihr mehr deutschsprachige Musik rezensieren könntet - also durchaus auch Rock und Pop, weil hier in Schweden krieg ich nicht so richtig mit, was in Deutschland so abgeht, nur die populärsten Sachen, und die sind ja nicht immer die besten. Ich hab hier auch nur RTL und SAT1 als TV-Kanäle, daher ist mein Info-Zugang begrenzt. Platten und CDs aus Deutschland werden hier schon mal gar nicht verkauft, höchstens mal ab und zu als Kuriosität in irgendeinem ollen abgelegenen Plattenladen.
Also, Superarbeit geleistet! Werd jetzt mindestens einmal die Woche in Euer Magazin reinkucken und Inspiration für Einkäufe und Bestellungen suchen.
Tschökes mit vielen Grüßen aus'm immer noch arschkalten Schweden von Uli.
Uli Niebergall
uli@vrg.se
http://www.vrg.se/e/staff/uli.htm



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