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Feuilleton |
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Warum gab es das eigentlich nicht schon längst: Einen Opernführer, den man auch hören kann!
Die so einfache und darum gerade verblüffende Idee, einen Opernführer mit Hörbeispielen, und zwar solchen ersten Ranges, zu ergänzen, ist zurecht bereits viel gelobt worden, und dem kann man sich natürlich nur anschließen. Es fragt sich allerdings: Warum ist bisher keiner darauf gekommen? Das Buch und die CDs verbindet ein gutes Verweissystem: Zentrale, bekannte Arien werden im Text zu der betreffenden Oper im Originaltitel angegeben. Sie sind nützlicherweise in die Inhaltsbeschreibung eingebettet und mit der Angabe der jeweiligen CD und Tracknummer versehen, unter der es das Musikbeispiel zu hören gibt. Im Begleitheft der CDs finden sich zudem Hinweise auf das Buch mit Seitenangabe - perfekt!
Herausragend an diesem Opernführer ist: Neben einigem historischen Bildmaterial liegen äußerst aktuelle und interessante Fotos von bedeutenden modernen Inszenierungen vor. Das entspricht dem im Vorwort angegebenen Ziel der Autorenschaft, der Entwicklung der Oper zum Regietheater Rechnung zu tragen. Weiterhin werden wichtige Ergänzungen geliefert. Wie für einen Opernführer üblich gibt es jeweils Register zu den Werken, den Komponisten, zu den verschiedenen Arien und den Rollen. Neu und sehr bereichernd sind darüber hinaus das Sängerlexikon, eine tabellarische Chronik der Opern-Uraufführungen, eine Adressliste der Musiktheater und die kompetenten CD-Tips zu fast jeder Oper. Dieser Opernführer enthält eine abwechslungsreich dargebotene Fülle an Informationen und geht mit diesem Angebot weit über bisherige einbändige Nachschlagewerke hinaus. Er bildet daher eine sehr lohnende Anschaffung für jeden Opernbesucher, vom Anfänger bis zum besonderen Liebhaber. Meike Nordmeyer,
Wuppertal
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