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Winterpills

Innovatives aus den USA: Positive Hoffnungslosigkeit

Von Ricarda Schwöbel

Der Staat Massachusetts in den USA ist schon sehr geschichtsträchtig: jeder kennt die tragische Geschichte der Mayflower oder die grausamen Hexenverbrennungen von Salem. Nun könnte der Staat ein weiteres Mal in die Geschichte eingehen, in die Musikgeschichte um genau zu sein. Und diesmal geht es um keine Katastrophe, sonderm um eine der schönsten Neuentdeckungen in der Indie-Szene. Winterpills nennt sich die Band, die ihr selbstbetiteltes Debutalbum nun auf den Markt bringt und sicher nicht wenige begeisterte Anhänger finden wird.

Auch wenn „Winterpills“ das erste Album der Combo ist, so sind dennoch keineswegs unerfahrene Amateure am Werk. Im Gegenteil, Kopf der Band, Philip Price, kann bereits erstaunliche Referenzen aufweisen und auch seine anderen Mitstreiter sind nicht mehr grün hinter den Ohren. Diese Erfahrungen zahlen sich natürlich aus, und so wird dem Publikum ein reifes Album präsentiert, das dennoch erfrischend neu und verspielt klingt. Philip Price’s Stimme wird unterstrichen von den bezaubernden Vocals der noch bezauberenden Flora Reed und bildet einen Einklang mit der ruhigen, aber dennoch nicht monotonen Musik. Textlich geht es bei den Winterpills eher düster und hoffnungslos zu, es geht um Verlust („Laughing“), Abhängigkeit („Pills for Sara“) oder Distanz („Portrait“). Trotz dieser traurigen Themen, ist „Winterpills“ bei weitem kein deprimierendes Werk; ein positiver Schimmer zieht sich wie ein roter Faden durch die Lieder und lässt den Hörer mit einem wohligen Gefühl der Entspannung zurück. Auch das Cover des Albums vermag, den generellen Unterton wiederzuspiegeln: etwas beklemmend, aber dennoch faszienierend.

Bisher haben Winterpills nur in ihrem Heimatland Aufmerksamheit erhalten, doch dort wurden sie sofort mit Größen wie Neil Young, Simon & Garfunkel und sogar den Beatles verglichen. Die Zeichen stehen nicht schlecht, dass sich solche Lobeshymnen auch auf der anderen Seite des großen Teiches, also hier bei uns, wiederholen könnten. Verdient wäre es allemal. Und wer weiß, vielleicht können wir uns schon bald von den herausragenden Livequalitäten der Band auch hierzulande selbst überzeugen.


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Winterpills
Winterpills

Dennis Crommett – electric guitar and some vocals
Dave Hower – drums and percussion
Philip
Price – singing, acoustic guitar and keyboards
Flora Reed – singing
José Ayerve – bass

Produced by José Ayerve

© + (P) 2005 Under Exclusive License to Signature Sounds Recordings
 

Track List:

1. A Benediction   3:35
2. Laughing   4:10
3. Cranky   2:54
4. Threshing machine   3:35
5. Want The Want   5:02
6. Pills for Sara   4:02
7. Found Weekend   3:12
8. Portrait   5:12
9. Letter To A Friend In Jail   3:46
10. Looking Down   2:49 

Total Time: 38:51

 
Weitere Informationen unter:

www.winterpills.com
www.signaturesounds.com 

 




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