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CDs Rock - Pop - Jazz etc. |
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t.A.T.u.
200 Km/h in the wrong lane Pop aus Russland - diesmal nicht für den Grand PrixVon Andreas HöflichSind wir hier einem cleveren Promo-Hype aufgesessen? Nein, nun wirklich nicht. Das russische Duo t.A.T.u., das man ja schon mal als Phänomen bezeichnen kann, hat es geschafft, alle möglichen Charts in good old Europe anzuführen (aktuell Nummer 1 in den englischen Single Charts), bevor die CD überhaupt erschienen war. Auch wenn mittlerweile beim Teenie-Sender VIVA durchsickert, dass das lesbische Auftreten der beiden Mädels nur Teil der Imagekampagne ist, scheint das dem weiteren Erfolg des Duos keinen Abbruch zu tun. Sie sind eben mal gerade auf der Suche nach ihren sexuellen Präferenzen. Da steckt man sich die Zunge auch schon mal gegenseitig auch vor der Kamera in den Hals. Na ja, wer hätte denn wirklich daran geglaubt, dass t.A.T.u ein einigermaßen authentisches Künstlerduo ist? Demjenigen kann man nur zu seiner Blauäugigkeit gratulieren. Das Skandale überaus verkaufs- und publicityfördernd sind, ist ja nun auch allseits bekannt. Und der lesbische Einschlag im Video zu ihrem derzeitigen Nr.1 Hit "All The Things She Said" und die in einigen Ländern untersagte Ausstrahlung desselben fördern den Hype ungemein. Ob das Video zu Unzucht mit oder gleichgeschlechtlicher Liebe unter Minderjährigen aufruft oder diese promotet, darüber lässt sich trefflich streiten. Ein Verbot scheint aber dann doch weit übers Ziel hinaus geschossen. Die sexuellen Anspielungen, die im Marketing der beiden Mädchen aus Russland ausgespielt
werden, setzen sich auch im Booklet der CD fort. Da sind die beiden Lena und Julia oft in einschlägigen
Lolita-Posen zu sehen; die Schulmädchentracht der Mädels ist ja wohl der Pluspunkt schlechthin, um in Japan
Karriere zu machen. Das liegt ja auch irgendwie nahe, ist Russland dann doch auch ganz nah am asiatischen
Markt, schon alleine aus geographischer Sicht. Die Musik hingegen ist eigentlich nicht gerade überragend
abwechslungsreich. Bemerkenswert ist jedoch, dass Trevor Horn - der ja schließlich für alle großen im
Musikbizz (von Tom Jones, Grace Jones bis zu Tina Turner) gearbeitet hat - für einige Hits auf dem Album
als Produzent verantwortlich zeichnet. Die Arrangements sind auf dem heutigen Stand der Technik und des
Stils. Ein wenig in Hall ersaufendes Richard-Clayderman-Geklimper hier, ein paar Streicher-Pizzicati da.
Dazwischen ein paar Gitarren, die ganz ordentlich hämmern. Bemerkenswert das Cover der "The Smiths" Hymne "How Soon Is Now". Ihre Meinung Schreiben Sie uns einen Leserbrief (Veröffentlichung vorbehalten) |
t.A.T.u.: "200 Km/h in the wrong lane"
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