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  Rock - Pop
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Kira
Goldfisch

Goldmädchen

Von Ricarda Schwöbel

Jedes Ehepaar fürchtet das verflixte 7. Jahr, jeder Künstler das verflixte 2. Album. So auch die deutsche Künstlerin Kira. Ihr Debutalbum „Inundauswendig“ wurde mit Lob überschüttet, so dass der Druck beim Nachfolgeralbum doch recht groß war. Dennoch hat die Hamburgerin einen kühlen Kopf bewahrt und Mut zum Risiko bewiesen. „Goldfisch“ ist eigentlich ganz anders als „Inundauswendig“, viele Fans werden das mit Sicherheit auch ankreiden, und doch passt es ausgesprochen gut zu Kira.

Auf den ersten Blick könnte „Goldfisch“ vielleicht als etwas zu seicht erscheinen, glattpolierte Popmelodien gepaart mit dem glockenhellen Stimmchen Kiras und nichts weiter. Doch wer nicht sofort die Flinte ins Korn – bzw. die CD in den Müll – schmeißt, der wird höchstwahrscheinlich belohnt werden. Denn erst nach mehrmaligem Hören erschließt sich das Album in seiner vollen Pracht. Zarte Elektronik-Elemente geben den gradlinigen Kompositionen den nötigen Pfiff und geben Liedern wie zum Bespiel „Nie zu Hause“ eine besondere Note. Auch die Vorab-Single „Wenn Du den Himmel nicht aufmachst“ kann überzeugen und mutiert schneller als gedacht zum Ohrwurm, den man durchaus den ganzen Tag summen kann. Lediglich der Opener des Albums, ein Stück mit dem Titel „Deine Leine“, wirkt im direkten Vergleich mit dem Rest etwas flach und zu durchschaubar. Dieses Lied an den Anfang von „Goldfisch“ zu packen, war sicherlich nicht die klügste Entscheidung, aber es gibt ja auch die gute alte „Skip“-Taste. Meist überraschen die Lieder mit einer fast mädchenhaften Energie, aber auch leise Töne gibt es durchaus zu entdecken. Vor allem das melodische „Wenn die Sonne schräg steht“ geht richtig unter die Haut, was vor allem Kiras wundervollen Gesang zu verdanken ist. Die Texte aus Goldfisch beschränken sich auf zwischenmenschliche Beziehung, mal traurig, mal aber auch voller Hoffnung („Rettungsboot“). Ein wenig mehr Themen-Variation hätte dem Album sicher gut getan, aber dennoch ist klar, dass jede Textzeile von Herzen kommt.

Kira, die bei Herbert Grönemeyers Label Grönland aufgenommen wurde, hat ein solides Album abgeliefert, voll mit schöner Pop-Melodien. Den ganz großen Coup wird sie wahrscheinlich mit „Goldfisch“ nicht landen können, aber immerhin hat sie bewiesen, keine Eintagsfliege zu sein. Freunde des deutschen Gefühlspop sollten ihr auf alle Fälle Aufmerksamkeit schenken, den darin ist die hübsche Hamburgerin eine Meisterin.

 



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Kira
Goldfisch

Kira  -  Gesang

© + (P) 2006 Grönland Records under exclusive license to Virgin Music 

Track List:
1. Deine Leine   3:59
2. Wenn Du den Himmel nicht 
    aufmachst   3:12
3. Nie zu Hause   3:04

4. Wenn die Sonne schräg steht   3:38
5. Rettungsboot   3:23

6. Shakespeare   3:22
7. Fast wie Sommer   3:15

8. So wie jetzt   3:30
9. Sicher bist Du   3:40

10. Goldfisch   3:31

Total Time:  34:47


Weitere Informationen unter:

www.kira-online.de
www.groenland.com

www.virginmusic.de






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