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Couch
Profane



Postrock lebt

Couch, die Band, die aus der Weilheimer Szene stammend die Strömungen und Tendenzen der gegenwärtigen Szene scheinbar konsequent verweigert, hat mit Profane ihr viertes und dichtestes Album vorgelegt. Dabei geht es den nun in München lebenden Musikern nicht um Hipness, und in der Tat, Profane ist alles andere als cool oder hip. Haben Tortoise sich eher der fusionlastigen Mukke angenähert, scheint sich die deutsche Band dem konsequent zu verweigern. Mit ihrer Musik ohne Gesang und wirkliche Soli macht sie da weiter, wo Postrock und Ambient aufgehört haben.

Zuerst als Trio begonnen, kam Stefanie an den Keyboards hinzu - und ist aus dem Bandsound nicht mehr wegzudenken. Dabei macht Couch Musik jenseits der elektronischen Schiene. Alles ist handgemacht und klingt irgendwie ein bisschen dreckig. Auch der Tanzbodenkompatibilität verweigert sich das Quartett. Die Stücke scheinen alle ein wenig zu langsam zu sein, als dass sie richtig grooven würden. Auf recht schlicht gebauten Melodien und Rhythmen aufbauend wird hier immer eine Idee pro Song stringent durchgehalten. Die Veränderungen geschehen eher auf minimalistischer Ebene und sind nur sehr schwer zu merken, aber vielleicht macht das ja den Reiz der Musik aus, man wähnt sich in Sicherheit und auf bekanntem Gelände, um dann unterschwellig Veränderungen unterworfen zu sein. Couch verbinden dabei auf sperrige Weise Rock, Pop, Ambient, Experimentelles und sogar ein paar kleine Jazz Einsprengsel miteinander. "Alle auf Pause", bekannt durch ausgiebiges Airplay bei bekannten Musikabspielstationen, ist da noch am brachialsten, ansonsten herrschen eher eingängige Melodien und Keyboardlinien vor, die schon leicht ins Easy-Listening gehen. Die Band hat gegen den Zeitgeist produziert, oder schert sich (laut Presseinfo) um eben diesen gar nicht. Am Ende wird, wie in besagtem Platten-Info beschrieben, dann doch ein Song von Couch für die nächste Hypo-Vereinsban-Werbung verbraten, aber wäre das denn so schlimm? Ich würde mal sagen, es gibt schlimmeres - was die tägliche Praxis beweist.





Von Andreas Höflich








Couch: "Profane"


Label: Kitty-Yo KYO 1041CD
©2001 Kitty-Yo
All songs by Michael Heilrath
Recorded September and October 2000 by Michael Heilrath

Couch:
Stefanie Böhm: Keyboards
Thomas Geltinger: Drums
Michael Heilrath: Bass
Jürgen Söder: Guitar




Track Listing:

1. Plan
2. Alle auf Pause
3. Was alles hält
4. 12 sind nur 4
5. Meine Marke
6. Kurzer Punkt
7. Doch endlich
8. Farbe



Da capo al Fine

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