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CDs Musiktheater |
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Fidelio Stimmliche Qualität und stimmiger Gesamtklang Mit der Aufnahme des Fidelios ist Naxos eine bemerkenswerte, konkurrenzfähige Neueinspielung der Oper gelungen. Schon die Besetzungliste läßt aufmerken: Mit Gösta Winbergh, Kurt Moll und Alan Titus konnten Sänger von hohem Rang gewonnen werden. Die Rolle der Leonore konnte mit Inga Nielsen gut besetzt werden. Mit ihrem wohlklingenden, leicht dunkel gefärbten Timbre gestaltet sie die schwierige Partie anspruchsvoll, vor allem die elegischen Töne sind ihre Stärke. Nur manchmal gerät der dramatische Gestus in der Höhe leicht angestrengt, das ist doch zu hören in der durchaus kraftraubenden langen Arie "Abscheulicher, wo eilst du hin". Die Leonore wird für Nielsen erstmal noch Grenzpartie bleiben, dennoch erbringt sie beachtliche Leistung. Wie zu erwarten erklingt bestens Gösta Winbergh als Florestan. Zusammen ergeben Nielsen und Windbergh ein schönes Stimmpaar. Beeindruckend, fast unglaublich ist tatsächlich Kurt Moll als Rocco, der trotz seines fortgeschrittenen Alters immer noch in gewohnter Höchstqualität singt. Unverwüstlich ist dieser Weltklasse-Baß. Alan Titus als Pizzaro, auch hochrangige Besetzung, bleibt dagegen fast etwas zurück. Sehr erfreulich ist auch die helle, freie Stimme von Edith Lienbacher als Marzellina. Das einzige Minus der Aufnahme besteht in der Besetzung des Ministers: Wolfgang Glashof kann gar nicht überzeugen. Das Orchester trägt und leitet die Sänger ausgezeichnet durch den Verlauf des Werkes. Bei sehr energievollem Spiel der Orchestermusiker gelingt es Dirigent Michael Halász die Balance zu halten, er weiß die Sänger zu führen, ihnen aber auch Raum zu geben und das Orchester zurückzunehmen. Umsichtig herausgearbeitet werden von Halász die Solostimmen des Orchesterparts, die sich immer wieder genau zur Gesangslinie fügen. So kann die Aufnahme mit einem höchst transparenten, ausgewogenen Gesamtklang beeindrucken. Es konnte also eine Fidelio-Einspielung gelingen, die nicht nur mit hochwertiger solistischer Leistung aufwartet, sondern auch eine außergewöhnlich gute Zusammenarbeit aller Musiker bietet, und die damit durchaus bestehen kann vor bekannten älteren Aufnahmen. Hier liegt also beste Naxos-Leistung vor: Großes Hörvergnügen zu kleinem Preis!Von Meike Nordmeyer |
Ungarischer Radio Chor Nicolaus Esterházy Sinfonia Dirigent: Michael Halász
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