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Tom Gäbel
Don´t Wanna Dance

Jetzt s(w)ingt er wieder!

Von Frank Becker

Seit seinem Album "Introducing myself", mit dem er sich ja sehr eindrucksvoll vorgestellt hat, ist Tom Gäbel (jetzt schreibt er sich "Gaebel") nicht faul gewesen. Neben Tourneen, Festival-Auftritten und Konzerten hat er gemeinsam mit Dennis Gaebel und Jemma Endersby zehn feine neue Stücke produziert, die mit der Beigabe je eines Pop-, eines Rock- und eines Jazz-Evergreens zu einem Album der Spitzenklasse zusammengestellt hat. Noch ein bißchen mehr hat seine Stimme den Klang des großen Frank Sinatra angenommen, ja im Intro zu "Easy Life" glaubt man glatt, ihn sprechen zu hören. Womit natürlich nicht gesagt werden soll, Tom Gäbel kopiere den Unerreichten. Das hat er nicht nötig, denn er ist fraglos ein Künstler mit eigener Sprache und eigenem Stil, einer, der sich eben wegen seiner eigenen Qualität an Sinatra messen lassen muß - und den Vergleich mit Eleganz besteht.

Der Opener "Crazy" mit hinreißendem Bigband-Einsatz hat Sogwirkung und geht in die Füße. "Don´t Wanna Dance" heißt das Album zwar, doch wer da nicht Lust zum Tanzen bekommt, dem ist schlechterdings nicht zu helfen. Das ist Swing! In die gleiche Kerbe schlägt mit pfeffrigen Latin-Elementen, herrlichem Gebrummel der Blechbläser und dezentem Streicherapparat der Klassiker "My Baby Just Cares For Me".  Nun könnte ich Ihnen hier Titel für Titel ähnlich angetan beschreiben, ob Gäbels eigene Kompositionen oder die beiden anderen Standards "Satisfaction" und "Am I The Same Guy". "Almost There" zum Beispiel läßt nach einem brillant arrangierten Fifth Dimension-Intro traumhaft himmelblau träumen,
"Am I The Same Guy" ist eine weitere Reminiszenz an die 70er Jahre, der man ohne Zögern ein Bigband- Arrangement von Barry Manilow oder Don Sebesky abnehmen würde.

Dieses Album hat alles, um genauso ein Klassiker zu werden wie der Sessel von Joe Colombo auf dem Cover, der dem eleganten Sänger recht gut zu Gesicht steht. Den Designer des Booklets hingegen sollte man bei Wasser und Brot einsperren. Es mag ja gut gemeint sein, die Texte der Lieder zu veröffenlichen - und jeder liest gerne mit, wenn dieser Service geboten wird. Sie aber so winzig klein in weiß auf gold zu setzen, daß man eine Lupe benötigt, ist einfach dumm und rücksichtslos. Das Maß übervoll aber machen die mikroskopisch kleinen Verfasser- und Solisten-Angaben darunter. Das ist eine bodenlose Frechheit! Sicher hätte ich den einen oder anderen Solisten gerne erwähnt - denn es wurde Ausgezeichnetes geleistet - doch trotz Zuhilfenahme von Brille und Lupe war mir das nicht möglich.
Dennoch: das Album sollte in keiner gut sortierten Swing-Sammlung fehlen. Die Musik spricht für sich.


    



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Coverfoto: Harald Hoffmann

Tom Gäbel
Don´t Wanna Dance

Tom Gäbel + Bigband

Produziert von Lillo Scriamli & Tom Gäbel

(P) + © 2008 Telemedia Music

Titel:
1. Crazy
2. My Baby Just Cares For Me
3. Fool For Your Love
4. So Easy
5. Almost There
6. Up And Alive
7. People Are People
8. Floating Away
9. Am I The Same Guy
10. Easy Life
11. Satisfaction
12. Cruisin´
13. Long Way Home

Gesamtzeit:  52:18

Weitere Informationen unter:
www.tom-gaebel.com
www.telemedia-music.com





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