Zur OMM-Homepage Zur OMM-Homepage CDs
Jazz etc.
Zur OMM-Homepage Rock-Pop-Startseite E-Mail Impressum



Lisa Bassenge
A Little Loving

Lisa Bassenge beschwört ein bißchen Liebe - und rührt ans Innerste

Von Frank Becker

Es ist eine der berührendsten und traurigsten, zugleich eine der schönsten Platten, die ich in letzter Zeit hören durfte.  Alleine der Opener "I´d Never Have To Go", den Lisa Bassenge ebenso wie den Titelsong ihrer neuen CD "A Little Loving" zusammen mit ihrem Bassisten Paul Kleber geschrieben hat, ist es wert, die Scheibe in den CD-Spieler zu schieben. Die zärtliche Melancholie dieses Songs geht tief unter die Haut und rührt ans Innerste.  Man ist ohnehin viel Gefühl und mitreißende Performance von der Frau mit der aufregenden, so ganz anderen Stimme gewohnt, über die wir hier auf der Jazz-Seite schon viel Gutes haben sagen können. Nun setzt sie, wandelbar und noch berückender denn je noch eins drauf, verführt vom ersten bis zum letzten Akkord zum Hören, Vergessen und Träumen.

Orientalischer Zauber wabert um den Sugarbabes-Titel "Overload", dem Lisa neuen Glitterglanz gibt, eine ordentliche Portion Country serviert die vielseitige Sängerin Grand Ole Opry -tauglich mit Kai Brückner an der Gitarre und dem Hank Williams jr.-Titel "I Can´t Help If I´m Still In Love With You" und dem Peggy Lee-Hit "Why Don´t You Do Right" gibt sie mit neuem (langsamerem) Tempo und Partner Kleber am Bass noch mehrt Tristesse. Es ist überhaupt und alles in allem ein Album der Trauer um die verlorene Liebe, die im Grunde nur ihre beiden eigenen Stücke und "Ohne Dich" von Charly Nissen/Hildegard Knef hoffnungsvoll auflösen. Ob es "The Thrill Is Gone" von Lew Brown/Ray Henderson ist, der durch Julie London und Nina Simone Ruhm erntete oder Minnie Ripertons "Love Hurts", bei dem Kai Brückner (und nicht nur dort) in die 25 Saiten der Sarod greift, immer wieder bricht sich der Schmerz des verlorenen Glücks Bahn. 

Wenn das aber musikalisch so hervorragend verpackt ist wie auf diesem Album, läßt man sich ein wenig Kummer und eine Dreiviertelstunde Melancholie schon gerne antun. Erfolgs-Partner Andreas Schmidt am Klavier ist  zwar im Gegensatz zu Paul Kleber nicht mehr dabei, doch Christoph Adams nimmt diese Position jetzt dezent und akzeptabel ein. Und schließlich empfiehlt die Sängerin, die mal verspielt mädchenhaft, da rauchig  als Vamp und dann wieder zuckersüß verführerisch ihren Hörer um den Finger wickelt, am Ende: "Keep On The Sunny Side". Das wollen wir denn auch beherzigen.


    



Ihre Meinung
Schreiben Sie uns einen Leserbrief
(Veröffentlichung vorbehalten)




Lisa Bassenge
A Little Loving


Lisa Bassenge -  vocals
Christoph Adams  -  piano
Paul Kleber  -  bass, glockenspiel
Kai Brückner  -  guitars, sarod
Andi Haberl  -  drums, percussion


Produced by Lisa Bassenge, Paul Kleber & Boris Meinhold
(P) + © 2006 Minor Music Records


Track List:
1. I´d Never Have To Go   4:31
2. Overload   4:35
3. In Between Days   3:54
4. It´s Raining   4:27
5. I Can´t Help It If I´m Still In Love With
   You    2:55
6. A Little Loving
7. Why Don´t You Do Right   2:33
8. The Thrill Is Gone   5:15
9. Ohne Dich   2:10
10. Love Hurts   3:55
11. Keep On The Sunny Side   2:43

Total Time: 45:15

Weitere Informationen unter:
www.minormusicrecords.com
www.lisa-bassenge.de






Da capo al Fine

Zur OMM-Homepage Rock-Pop-Startseite E-Mail Impressum

© 2006 - Online Musik Magazin
http://www.omm.de
E-Mail: cds@omm.de

- Fine -