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Lisa Bassenge
won´t be home tonight

There must be an angel...

Von Frank Becker

Dieses spannende Live-Album füllt eine kleine Lücke in der Publikationsgeschichte der wundervollen Lisa Bassenge. Mit dem im April 2008 im Berliner A-Trane aufgezeichneten neuen Album "Won´t be home tonight" reiht sie ein weiteres Schmuckstück (mit kleinen Ausreißern, s.u.) in ihre Erfolgsgeschichte ein. Paul Kleber, ihr ständiger Begleiter am Kontrabaß ist dabei, bewährt auch wieder Kai Brückner an den Gitarren und Christoph Adams am Klavier. Der Schlagzeuger Rainer Winch tritt als Neuzugang homogen zur Band.

Unter höchster Spannung präsentiert das Ensemble um Lisa Bassenge eine exquisite Auswahl von Stücken aus Blues, Jazz und Pop. Einige eigene Stücke wie der Titelsong, "Sleep" und "I´d never have to go" sind dabei, doch im wesentlichen konzentriert sich die spröde Sängerin auf die Interpretation internationaler und nationaler Hits von den Sugarbabes bis Rio Reiser und AC/DC. Hildegard Knefs "Ohne dich" hätte sie zwar besser ausgelassen, denn da kommt sie, so süß sie das auch bringt, auf keinen Fall auch nur annähernd ran. Christoph Adams Orgel klingt dabei so herrlich schief, als feiere Hanns Dieter Hüsch fröhliche Wiedergeburt. Schwamm drüber. Dafür gibt Lisa Bassenge Rio Reisers "Junimond" viel Seele und zeigt auch in Annie Lennox´ "There must be an angel playing with my heart", in dem Paul Kleber den Kontrabaß zärtlich streicht, ihre eigene hohe Klasse.

Kai Brückner spielt souveräner denn je, hat sich zum Hardbopper von Rang entwickelt und auch Christoph Adams´ Behandlung des Klaviers ist beseelt und hat Jazz-Rang (wenn er nicht auf der Orgel dilettiert). "My Heart belongs to daddy", der naiv-unschuldigen Marilyn Monroe einst auf den lasziven Leib geschrieben, und auch von Eartha Kitt angemessen interpretiert, findet in Lisa Bassenge nicht ganz die richtige Interpretin. Da fehlt bei aller Originalität etwas Sex in der attraktiven Stimme. Dafür macht sie aus dem "Little Lover" der Rocker von AC/DC einen ordentlich quietschenden Blues. "I´d never have to go" aus dem mit Paul Kleber geschriebenen eigenen Repertoire gehört hat das typische suchterzeugende Timbre, das wir an Lisa Bassenge so lieben.

Eine feine Überraschung ist der Schlußtitel "Adeus" mit Christoph Adams am Klavier - und als veritablem Sänger des brasil-portugiesischen Textes. Das klingt so authentisch, als sei er bei Edu Lobo in die Schule gegangen. Wenn Lisa Bassenge auf halber Strecke zart und sehr gefühlvoll übernimmt, geht einem das Herz auf. Ein Stück für die Endlosschleife. Kompliment!

    



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Lisa Bassenge
won´t be home tonight

Lisa Bassenge  -  Gesang
Paul Kleber  -  Kontrabaß
Christoph Adams  -  Klavier, Orgel, Gesang
Kai Brückner  -  Gitarren, Dobro
Rainer Winch  -  Schlagzeug

Produziert von Paul Kleber &  Boris Meinhold

(P) + © 2008 Minor Music

Titel:
1. Won´t be home tonight   4:39
2. It´s raining   3:50
3. Sleep   3:40
4. In between days   6:26
5. Overload   6:17
6. The thrill is gone   5:08
7. Crazy   2:29
8. Little lover   4:48
9. I´d never have to go   4:54
10. There must be an angel playing with my heart    4:40
11. Junimond   3:56
12. My heart belongs to daddy   5:22
13. Ohne dich   2:59
14. Adeus   5:12

Gesamtzeit:  1:04:42

Weitere Informationen unter:
www.minormusicrecords.com
www.minormusic.de
www.lisa-bassenge.de





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