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John Goldsby
Space for the Bass


...out of a dream

Von Frank Becker


Ganz frisch auf dem Markt ist das brandneue, von der Seele des Jazz erfüllte Album "Space for the Bass" des US-amerikanischen Kontrabassisten John Goldsby. Seit 1994 als Bassist der WDR Big Band und seit 1980 als Solist in diversen Formationen (in Deutschland u.a. Jochim Schoenecker Trio & Sextett, Two Bone Big Band, Rue de Paris) gehört Goldsby zu den führenden Virtuosen an dem archaisch-lyrischen Instrument, das dem Jazz das Rückgrat und von der Hand eines Virtuosen wie Goldsby viel Poesie gibt.

Goldsby hat sich für die zehn Stücke  mit dem Pianisten Martin Sasse, dem Schlagzeuger Hans Dekker und der Altsaxophonistin Karolina Strassmayer drei bewährte Mitspieler gesichert und mit Francesco Cafiso einen lyrischen Altsaxophonisten von elegantem Spiel und Charakter. Die fünf spielen Standards von Cedar Walton (Clockwise), Duke Ellington (Angelica), Howard Dietz (Alone Together), Chalie Parker (Moose the Mooche), Sammy Kahn (You Stepped Out of a Dream) und vier von Goldsbys homogen eingefügten eigenen Stücken in unterschiedlicher Duo-, Trio- und Quartett-Formation. Aus dem "Beipackzettel" erfahren wir, wer wann mit dabei ist. Im Zentrum, jedoch nicht in den Vordergrund gespielt natürlich John Goldsbys Kontrabaß, gestrichen, gezupft, geslappt, gestreichelt.

"Space for the Bass" kann bescheinigt werden, daß es quasi ohne "Anlauf" einen ganz großen Sprung an die Spitze des klassischen Ensemble-Jazz geschafft hat. Die gemeinsame Performance dieser fünf Individualisten hat alles, was ein gediegenes Album braucht: Stil, Eleganz, Witz und den besten Jazz in Reinkultur. So muß ein Album sein, das sich nicht nach wenigen Wochen in die Masse einreiht. "Space for th Bass" wird sich nicht nur im Plattenregal des Jazz-Freundes, sondern auch auf den Playlists der Jazz-Redaktionen der Rundfunksender seinen Platz erobern und ihn behaupten.

"Clockwise" als Opener featured den grandiosen Francesco Cafiso, der bei den Aufnahmen gerade mal 19 (!) Jahre alt war, als veritablen Lyriker auf den Spuren eines Charlie Parker. Denen folgt er nicht minder beachtlich auch in Parkers "
Moose the Mooche". Karolina Strassmayer brilliert ebenso am Altsaxophon in Ellingtons "Angelica" und Goldsbys "Dahlia" - der Einstieg hier ist einfach ein Traum. Ein ganz feines Duo, sophisticated und voller Seele, liefern Goldsby und Sasse mit "Alone Together" ab, einem Standard, den Goldsby zu seinen Favoriten zählt und in dem er seinen Kontrabaß wundervoll singen läßt.

Die Epik von "Eighteen Years", das in seinen fast zehn Minuten Klavier, Baß und Saxophon (vermutlich wieder mit Cafiso - alles verrät das Beiblatt nicht) ausführlich zu Wort kommen läßt, ist von besonderer Delikatesse. Das kann man auch (und nicht nur!) von Goldsbys Solo mit Dekkers dezentem Schlagzeug in "You Stepped Out of a Dream" sagen. Eines der besten Alben derzeit und mein Album des Monats. Der Musenkuß für "Space for the Bass"!

    



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John Goldsby
Space for the Bass

John Goldsby - Kontrabaß
Francesco Cafiso - Altsaxophon
Karolina Strassmayer - Altsaxophon
Martin Sasse - Klavier
Hans Decker - Schlagzeug

(P) + © 2009 Bass Lion Publishing
Produziert von Robin Melody Goldsby

Titel:
1. Clockwise  6:49
2. Blue Dahlia  5:44
3. Pumpkin´s Delight  4:44
4. Angelica  3:57
5. Alone Together  4:17
6. Moose the Mooche  6:29
7. Forgotten But Not  6:49
8. Eighteen Years  9:28
9. You Stepped Out of a Dream 3:34
10. Redpost  5:05

Gesamtzeit:  57:32

Weitere Informationen unter:
www.basslionpublishing.com
www.goldsby.de



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