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Joe Cocker
Heart & Soul



Mit der Milde des Alters und der Reife der Jahre

In diesem Jahr ist er 60 geworden. Am 27.9., also in wenigen Tagen, bringt er ein neues Album mit alten und ganz alten Titel heraus, das hält, was es verspricht: „Heart & Soul“. Joe Cocker hat in den Jahren den Blues kultiviert, den er einst dem großen Ray Charles abgeguckt hat. Den lässt er jetzt aus jedem der zwölf Titel perlen, seufzen und klagen.

Es sind samt und sonders Coverversionen erfolgreicher Chart-Hits der letzten 30 Jahre. Wenn aber Cocker covert, sind es völlig neue Interpretationen, die dank dem Seelchen, das tief drinnen in diesem knorrigen Mann wohnt und seiner wohl einmaligen Stimme, die den Blues hat, beinahe verbieten, den fast unanständigen Begriff zu verwenden. Joe Cocker hat sich das Recht genommen, 36 Jahre nach seinem Debüt mit einer der berühmtesten Coverversionen der Pop-Geschichte, dem Lennon/McCartney-Titel „With A Little Help From My Friends“, den Streich zu wiederholen, den beiden Komponisten von damals und vielen anderen Reverenz zu erweisen.

Einige von ihnen sind bereits tot, Marvin Gaye und John Lennon erschossen, Nina Simone im Alter von 70 Jahren und Robert Palmer mit nur 43 viel zu jung gestorben. John Lennons „Jealous Guy“ und Paul McCartneys „Maybe I´m Amazed“ sind dabei, Marvin Gaye, dessen „Whats Goin´ On“ er mit großem Streichorchester und Motown-Funk inszeniert und „Everybody Hurts“, zu denen Steve Lukather feine Gitarrensoli beisteuert. Nina Simones „I Put A Spell On You“ wird durch Eric „Slowhand“ Clapton veredelt und „Love Don´t Live Here“ von Rose Royce, bei dem Trompeter Chris Botti zu Gast ist, bekommt ebenso Cockers Kick.

Heute windet er sich nicht mehr in expressiver Verkrampfung, ist ruhiger, abgeklärter, wenn auch nicht weniger emotionserfüllt. So ist „Heart & Soul“ denn auch ein poetisches Album, mit Balladen wie „Don´t Let Me Be Lonely“ (Produzent CJ Vanston als Begleiter einfühlsam an allen Instrumenten), „One“ mit dem Solo-Violinisten Jerry Goodman und großartig Ben E. Kings „I Who Have Nothing“ mit weichen Streichern zu Jeff Becks Solo an der schluchzenden Blues-Gitarre.


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Joe Cocker: Heart & Soul

Joe Cocker voc
Studio-Orchester unter Shelly Berg

Gäste:
Jeff Beck guitar
Eric Clapton guitar
Chris Botti trumpet
Jerry Goodman violin
CJ Vanston miss. instruments


©2004 EMI 8664022

All Songs Produced by CJ Vanston

Track List:
1. What´s Goin´ On 5:13
2. Chain Of Fools 3:33
3. One 4:33
4. I Who Have Nothing 3:22
5. Maybe I´m Amazed 4:01
6. Keep Forgettin´ 3:33
7. I Put A Spell On You 4:31
8. Every Kind Of People 4:18
9. Love Don´t Live Here 4:14
10. Don´t Let Me Be Lonely 3:40
11. Jealous Guy 4:06
12. Everybody Hurts 5:19

Total 50:41

Weitere Informationen unter:
www.cocker.com




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