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Janis Siegel
A Thousand Beautiful Things

All die schönen Dinge

Von Ricarda Schwöbel

Janis Siegel ist mit Sicherheit keine Unbekannte mehr. Die neunfache Grammy-Gewinnerin hat sich schon längst einen Namen vor allem in der Jazz-Szene erarbeitet und wird häufig als eine der besten und vielseitigsten Sängerinnen ihres Genres bezeichnet. Kein Wunder, denn seit dem frühen Teenager-Alter hat die mittlerweile Mitt-50erin, die in Brooklyn geboren wurde, gesungen und sich nach und und nach eine eingeschworene Fangemeinde erspielt, nicht nur mit ihren CD-Veröffentlichungen, sondern vor allem auch mit grandiosen Live-Performances.

Die eingeschweisten Fans durften nun wieder einmal besonders laut jubeln, denn Janis Siegel hat sich mit einem weiteren Album zurückgemeldet. „A Thousand Beautiful Things“ heißt es und natürlich ist Janis ihrem Heimathafen treugeblieben und präsentiert eine Stunde feinsten Jazz. Doch wer hierbei nur an 08/15-Jazz denkt, der liegt dann doch völlig daneben. Natürlich sind die traditionellen Jazz-Elemente alle vorhanden, aber die Vollblutkünstlerin wollte mehr. Und so betrachtet sie das Genre durch eine Art lateinamerikanisches Kaleidoskop. Und als ob das nicht schon innovativ genug wäre, setzt Janis Siegel dann sogar noch einen drauf: Sie singt nämlich nicht irgendwelche Lieder, nein, sie setze sich mit ihrem Produzenten zusammen und suchte ein Dutzend Lieder heraus, die von Pop bis zu Folk reichen. Auch die Komponisten der Lieder könnten unterschiedlicher nicht sein, denn auf der CD sind Stücke von Künstlern wie Stevie Wonder, Suzanne Vega, Annie Lennox oder auch Björk zu finden, die von Janis Siegel in einem völlig neuen Licht interpretiert werden. Ein risikoreiches Experiment, das wahrscheinlich nicht nur auf Wohlwollen stoßen wird, aber Frau Siegel ist eine Frau, die weiß, was sie tut. Und das hört man. Zu der ausdruckstarken Stimme, die gekonnt jegliche Emotionen verkörpern kann, muss eigentlich nicht mehr viel gesagt werden, aber auch die Songs selbst sind feinfülig arrangeiert und in den Jazz übertragen worden. Die gewisse Würze aus Lateinamerika wird durch die Instrumentierung und vor allem auch durch eine fantastische brasilianische Rhythmusgruppe verliehen. Songs wie „The Suitcase Song“, „Caramel“ und Paul Simons „Love“ erhalten so ein völlig neues Gewand, dass allerdings ausgezeichnet passt. Ein echter Anspieltip ist auch der Titelsong der CD, der vor allem wieder einmal die unglaubliche stimmliche Wandlungsfähigkeit der Sängerin eindrucksvoll präsentiert.

„A Thousand Beautiful Things“ ist ein wirklich mutiges Album, doch das Experiment gelingt und Janis Siegel wird nicht nur ihre eigenen Fans in den Bann ziehen, sondern auch diejenigen, die ihre Lieblingslieder vielleicht einmal ganz anders interpretiert hören möchten. 1000 schöne Dinge singt Frau Siegel vielleicht nicht auf dem Album, aber immerhin 12.

 



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Janis Siegel
A Thousand Beautiful Things

Janis Siegel – vocals
+ other musicians

Produced by Brian Bacchus

© + (P)  2006 TELARC

Track List:

1. Hidden Place   7:41
2. The Suitcase Song   3:38

3. I Can’t Help It   6:00
4. Caramel   5:30

5. A Thousand Beautiful Things   8:00
6. A Wish (Valentine)   4:33

7. Love   5:51
8. Make It Better   4:56

9. …Till Then   1:39
10. Sweet Is The Air   4:34
11. Reflecting Light   3:58

12. Did You See The Moon Tonight?  
     3:10


Total Time:  60:04

Weitere Informationen unter:
www.janissiegel.com
www.telarc.com 






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