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Sugar Hill
The Music of Duke Ellington and Billy Strayhorn



A la bonheur!

Von Frank Becker


Wenn ein Album das Prädikat "klassisch" verdient, dann ganz gewiß "Sugar Hill", mit dem das Quartett von David Hazeltine den großen Standards von Billy Strayhorn und Edward Kennedy "Duke" Ellington Reverenz erweist. Neun Stücke, neun Evergreens. Die beiden kongenialen Musiker haben sich mit diesen Titeln und vielen anderen mehr für alle Zeit in den Olymp des Jazz geschrieben - und gespielt.

David Hazeltine und Produzent David Chesky setzen mit dem grandiosen Album die New York Sessions der Hi-Def-Jazz-Serie des engagierten New Yorker Labels von Norman und David Chesky mustergültig fort. Hier wird Musik noch "mit der Hand" gemacht und ohne Nachbearbeitung dirket aufgezeichnet: "No overdubs, no compressors in the signal path, no multitracking, no large mixing consoles" verkündet Chesky und hält sein Versprechen ein, den Unterschied hören zu können. Denn was auf "Sugar Hill" zu hören ist, kann sich mit dem Besten vergleichen, was z.B. in den Aufnahmen der 1950er und 60er Jahren der Trios und Quartette um Oscar Peterson eingespielt wurde.

Den Vergleich mit dem Stil und Anschlag Petersons wie schon beim "Jobim Songbook" wird David Hazeltine gewiß nicht verübeln, und auch seine Partner Paul Gill am Kontrabaß (feine Soli in "Things Ain´t What They Used To Be" und "In A Mellow Tone"), Tony Reedus am Schlagzeug und der brillante Javon Jackson am Tenorsaxophon verdienen den ehrenden Vergleich mit Petersons großen Partnern Ray Brown / Niels-Henning Ørsted Pedersen (NHØP), Ed Thigpen und Lester Young / Stan Getz quasi als Ritterschlag, wiewohl sie längst auf eigene Meriten verweisen können. Privileg für den Jazzfreund ist es, als Hörer dabei zu sein und all den wunderschönen Stücken in der gefühlvollen, warmen Interpretation des Quartetts um David Hazeltine zu lauschen.

Perfekt im Tempo eröffnet Juan Tiziols "Caravan", das ja stets dem Giganten Ellington zugeschrieben wird, "Warm Valley" hüllt mit Jackson als Protagonist seinem Titel entsprechend wohlig ein. Das Zusammenspiel Jacksons und Hazeltines vor dem dezenten Drumset von Tony Reedus (virtuos sein Solo In "Chelsea Bridge") ist pures Vergnügen. Inspiriert entführt Javon Jacksons Spiel in
"In A Sentimental Mood" und mit "Lotus Blossom" serviert das Quartett einen verträumten Schluß dieses Genuß-Albums mit allerfeinstem Jazz. Mein Album des Monats.



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Sugar Hill
The Music of Duke Ellington and Billy Strayhorn

David Hazeltine - Klavier
Javon Jackson - Tenorsaxophon
Tony Reedus - Schlagzeug
Paul Gill - Kontrabaß

Produziert von David Chesky

(P) + © 2007 Chesky Records

Titel:
1. Caravan
2. Warm Valley
3. In My Solitude
4. Prelude To A Kiss
5.
Things Ain´t What They Used To
6. Chelsea Bridge
7. In A Mellow Tone
8. In A Sentimental Mood
9. Lotus Blossom

Gesamtzeit:  54:08

Weitere Informationen unter:
www.chesky.com
www.in-akustik.com



Da capo al Fine

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