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Gaby Goldberg
and The Paul Kuhn Band


This Could Be The Start Of Something Big

Von Frank Becker


Zwischen all den stilistischen Crossovers, dem schweren Neuen und den musikalischen Experimenten taucht immer mal wieder ein schlicht und einfach klassisch schönes, swingendes – und wie in diesem Fall: singendes – Album für die gute Laune auf. Die aus der deutschen Jazz- und Pop-Szene nicht mehr wegzudenkende Sängerin Gaby Goldberg, in allen Sätteln gerecht, hat sich mit einer phantastischen Band zusammengetan und 13 delikate Jazz-Standards eingespielt. Aber lassen Sie mich zunächst die Band unter ihrem großartigen Chef Paul Kuhn, dem Altmeister des deutschen Big Band Jazz vorstellen. Sein jahrelanger Weggefährte Willy Ketzer, eleganter Taktgeber am Schlagzeug, ist natürlich dabei. Und dann: der Trompeter Klaus Osterloh, Matthias Haus am Vibraphon, Jörg Kaufmann am Tenorsaxophon, Heinz Hox am Akkordeon, Markus Wienstroer an der Gitarre, der geniale Posaunist Ludwig Nuss und als besonderes Bonbon Berthold Matschat an der nach der großen Zeit von Jean „Toots“ Thielemans glücklicherweise für den Jazz wiederentdeckten Mundharmonika. Am Kontrabaß Decebal Badila und Roland Peil an den Percussions machen das Team komplett.
 
Mit so einer Formation hat man als Sängerin sozusagen eine Garantie abgeschlossen – und ist auf der wirklich ganz sicheren Seite. Das gilt allerdings auch vice versa, denn Gaby Goldbergs herausragende Qualitäten kommen durchaus auch dem Renommee der Band zugute. Da müßte man den Titel des Openers eigentlich ein ganz klein wenig ändern, in „The Men I Love“ nämlich. Dem Gershwin-Klassiker (Gershwin ist noch einige Male mehr vertreten), bei dem Matthias Haus ein schönes Solo vorlegen kann, folgt eine wahre Perlenkette von Ohrwürmern. Ludwig Nuss wird in „How Long Has This Been Going On“ gefeatured, Berthold Matschat verzaubert mit der Mundharmonika den traumschönen Titel “When Lights Are Low” und brillante Bläsersätze schmücken das schnelle „This Could Be The Start Of Something Big“.
 
Zärtlich begleiten Heinz Hox und sein Akkordeon Gaby Goldbergs leicht rauchiges „When Sunny Gets Blue“ (einer meiner Favoriten unter den 13 Kostbarkeiten), später steigt Matthias Haus gefühlvoll ein. Erinnerungen an Hildegard Knef weckt Gaby Goldbergs swingende Interpretation von Cole Porters „I Concentrate On You“ in der deutschen Fassung „Träume heißen Du“. Roland Peil und Jörg Kaufmann geben dem Titel den gewissen „Touch of Jazz Samba“. Berthold Matschat kommt in „You´d Be So Nice To Come Home To“. Paul Kuhn gibt dem Album durchweg dezent den Boden, u.a. in „It Had To Be you“ tritt er in den Dialog mit Gaby Goldberg ein, und in „They All Laughed“ läßt der Pianist auch mal seine charakteristische Stimme zum Duett erklingen. Einen eigenen deutschen Text hat Gaby Goldberg zu Johhny Mandels „Where Do You Start“ geschrieben: „Wo fang ich an?“. Hier begleitet nur das Klavier die Stimme. Und zum Schluß – logisch – „At Last“. Gehört ab sofort zu meinen Lieblingsalben.



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Cover-Foto: Maik Scharfscheer

Gaby Goldberg
and The Paul Kuhn Band
 
Gaby Goldberg - Gesang
The Paul Kuhn Band:
Paul Kuhn - Klavier, Gesang
Decebal Badila - Kontrabaß
Willy Ketzer - Schlagzeug
Matthias Haus - Vibraphon
Markus Winstroer - Gitarre
Berthold Matschat - Mundharmonika
Klaus Osterloh - Trompete
Jörg Kaufmann - Saxophon
Ludwig Nuss - Posaune
Heinz Hox - Akkordeon
Roland Peil – Percussion
 
Produziert von Paul Kuhn & Gaby Goldberg
 
(P) + © 2010 IN+OUT Records
 
Titel:
1. The man I love
2. How long has this been going on
3. When lights are low
4. Someone to watch over me
5. This could be the start of something big
6. When Sunny gets blue
7. Träume heißen Du / I concentrate on you
8. You'd be so nice to come home to
9. I had to be you
10. This is always
11. They all laughed
12. Wo fang ich an / Where do you start
13. At last
 
Gesamtzeit:   52:13
 
Weitere Informationen unter:




Da capo al Fine

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